Zum Inhalt springen

Hubert Beckers

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Portrait Hubert Beckers

Hubert Karl Philipp Beckers (* 4. November 1806 in München; † 10. März 1889[1] ebenda) war ein deutscher Philosoph.

Brief von Friedrich Schelling an Hubert Beckers, 1871[2]

Leben und Wirken

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hubert Beckers wurde 1806 in München geboren und war das Kind des Oberappellationsgerichtsrats Franz Xaver Beckers († 1856) und dessen Frau Magdalena. Beckers schloss 1825 seine gymnasialen Studien an der Königlichen Sudien-Anstalt München (heute Wilhelmsgymnasium München)[3] ab. Anschließend studierte er an der Universität München zunächst Jura, später Philosophie, unter anderem war er Schüler Schellings. Während seines Studiums wurde er 1826 Mitglied der Burschenschaft Markomannia München. 1830 wurde er mit einer Dissertation „Über das Wesen des Gefühls“ promoviert, 1831 habilitiert. Ab 1832 lehrte er am Lyzeum Dillingen, wo Martin Deutinger zu seinen Schülern zählte. 1847 wurde er nach München berufen.[4]

Beckers ist vor allem bekannt als starker Vertreter der Philosophie Schellings. Hauptsächlich befasste er sich mit der Unsterblichkeitslehre. Ab 1853 war er Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Neben seiner akademischen Arbeit war Beckers Musikliebhaber. Er besaß eine große Sammlung von Chorälen und geistlichen Liedern und schuf auch eigene Kompositionen.[5]

Hubert Beckers starb 1889 im Alter von 82 Jahren in München.

Grab von Hubert Beckers auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 10 – Reihe 10 – Platz 23/24)

Hubert Beckers liegt auf dem Münchner Alten Südlichen Friedhof begraben (Gräberfeld 10 – Reihe 10 – Platz 23/24). In dem Grab liegt auch Beckers Ehefrau Genofeva geb. Greiderer (1809–1887)[6]. Standort

Namensgeber für Straße

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Hubert Beckers wurde 1956 in München im Stadtteil Untermenzing (Stadtbezirk 23 – Allach-Untermenzing) die Hubert-Beckers-Straße benannt - Standort[7]

Commons: Hubert Beckers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Hubert Beckers in Meyers grosses Konversations-Lexikon, Band 2, S. 539: Dort ist fälschlicherweise der 11. März 1889 als Todestag vermerkt - richtig ist der 10. März 1889. In: Meyers grosses Konversations-Lexikon. 16. April 2026.
  2. Briefe aus Nachlass Hubert Beckers. In: digitale-sammlungen.de. 15. April 2026.
  3. Max Leitschuh: Die Matrikeln der Oberklassen des Wilhelmsgymnasiums in München, 4 Bde., München 1970–1976; Bd. 3, S. 267.
  4. Dyroff, Adolf: Beckers, Hubert. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 46, Duncker & Humblot, Leipzig 1902, S. 328–330.
  5. Bosls bayerische Biographie. Regensburg: Pustet 1983. S. 53.
  6. Grabinschrift und Infos zum Grab von Hubert Beckers. In: alter-suedlicher-friedhof-muenchen.de.
  7. Hubert-Beckers-Straße, auf stadtgeschichte-muenchen.de