Hudiksvall

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Dieser Artikel behandelt den schwedischen Ort. Für die gleichnamige Gemeinde siehe Hudiksvall (Gemeinde).
Hudiksvall
Sweden Gävleborg location map.svg
Hudiksvall
Hudiksvall
Lokalisierung von Gävleborg in Schweden
Staat: Schweden
Provinz (län): Gävleborgs län
Historische Provinz (landskap): Hälsingland
Gemeinde (kommun): Hudiksvall
Koordinaten: 61° 44′ N, 17° 6′ OKoordinaten: 61° 44′ N, 17° 6′ O
SCB-Code: 7120
Status: Tätort
Einwohner: 16.081 (31. Dezember 2015)[1]
Fläche: 12,99 km²[1]
Bevölkerungsdichte: 1238 Einwohner/km²
Postleitzahl: 824 01 - 824 94
Liste der Tätorter in Gävleborgs län


Hudiksvall ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Gävleborgs län und der historischen Provinz Hälsingland. Sie liegt etwa 120 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Gävle an der Europastraße 4 und hat gut 16.000 Einwohner (2015). Hudiksvall ist Hauptort der Gemeinde Hudiksvall.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hudiksvall ist nach Gävle die zweitälteste Stadt Norrlands und bekam 1582 die Stadtrechte von Johann III. verliehen. Aufgrund seines Hafens und des Stapelrechts wuchs die Stadt rasch und war um 1630 die zweitgrößte Stadt Norrlands. Doch der Verlust der vorteilhaften Handelsprivilegien 1836 führte zu einer langsamen Stagnation. 1721 wurde Hudiksvall von russischen Truppen niedergebrannt. Danach erholte sich die Stadt nur langsam. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam es wieder zu einem rascheren Aufschwung, als Hudiksvall sich zum wichtigsten Exporthafen Norrlands für Holzprodukte entwickelte. Nach einem Brand 1792 wurde der Stadtteil Fiskarstaden angelegt, heute eines der am besten bewahrten Stadtviertel dieser Zeit. Ein weiterer Großbrand in den 1870er Jahren zerstörte große Teile der Stadt, die in einem schachbrettartigen Grundriss wieder aufgebaut wurden. Aus dieser Zeit gibt es Stadtviertel mit einheitlicher Holzarchitektur. Auch eine Reihe von repräsentativen städtischen Bauten wurden errichtet.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hudiksvall ist traditionell eine Verwaltungs- und Schulstadt. Die Gemeinde und der Provinziallandtag Gävleborg sind die größten Arbeitgeber. Daneben spielt auch der industrielle Sektor mit Unternehmen wie Hiab Sverige AB, Huddig AB und Voith Turbo Safeset AB eine wichtige Rolle. Die Kabelfabrik von Ericsson Network Technologies AB mit 320 Mitarbeitern wurde im Dezember 2013 geschlossen. Nach einer Übernahme durch Hexatronic arbeiten dort nur noch etwa 85 Mitarbeiter.[2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe von Hudiksvall befindet sich der Storbergsmasten, ein abgespannter Sendemast für UKW und TV, der eines der vier höchsten Bauwerke in Schweden ist.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hudiksvall – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistiska centralbyrån: Landareal per tätort, folkmängd och invånare per kvadratkilometer. Vart femte år 1960 - 2015 (Datenbankabfrage)
  2. http://www.ericsson.com/se/news/1739925