Hudsonmeise

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Hudsonmeise
Hudsonmeise (Poecile hudsonica)

Hudsonmeise (Poecile hudsonica)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Meisen (Paridae)
Gattung: Poecile
Art: Hudsonmeise
Wissenschaftlicher Name
Poecile hudsonicus
(Forster, 1772)
Verbreitungskarte der Hudsonmeise
Hudsonmeise
Hudsonmeise

Die Hudsonmeise (Poecile hudsonicus) ist ein in Nordamerika verbreiteter Singvogel aus der Familie der Meisen. Er zählt zu den größten Meisen in Nordamerika und ist ein Standvogel. Die harten Winterbedingungen in seinem Verbreitungsgebiet überlebt er, indem er Wintervorräte anlegt.[1] Es werden mehrere Unterarten für diese Meisenart unterschieden.

Die Bestandssituation der Hudsonmeise wird mit LC IUCN 3 1.svg (=least concern - ungefährdet) angegeben.[2]

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hudsonmeise erreicht eine Körperlänge von 14 Zentimeter und ist damit eine der größten Meisenarten Nordamerikas.[1]

Die Hudsonmeise hat eine graubraune Oberseite mit einer braunen Haube, grauen Flügel und einem grauen Schwanz. Die Wangen sind auffällig grau. Die Unterseite ist großteils weiß mit brauen Flankenteilen und einer schwarzen Kehle. Die Körperseiten und die Flanken sind abhängig von der Unterart entweder matt kastanienbraun, rotbraun oder gelbbraun.

Die Hudsonmeise hat einen kurzen dunklen Schnabel, kurze Flügel und einen langen, gekerbten Schwanz.

Verwechselungsmöglichkeiten mit anderen Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verbreitungsgebiet kommen auch die Schwarzkopfmeise, die Rotrückenmeise und die Lapplandmeise vor. Auf Grund des braunen Oberkopfes und der Flügelfärbung ist die Hudsonmeise kaum mit der Schwarzkopfmeise zu verwechseln. Die Unterscheidungsmerkmale zur Rotrückenmeise und zur Lapplandmeise sind das dunklere Gesicht und die mattere Flügelfärbung.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vogel bewohnt Nadelwälder in Alaska, Kanada und der nördlichen USA. Obwohl er ein eigentlich Standvogel ist, kann er im Winterhalbjahr etwas südlicher ziehen. Auslöser dieser unregelmäßigen Wanderungen ist nach heutigem Erkenntnisstand ein Mangel an geeigneter Nahrung. Sie ist dann vereinzelt auch in US-Bundesstaaten wie Westvirginia, Pennsylvania, Virginia und New Jersey zu beobachten.[1]

Verhalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hudsonmeise sucht auf Nadelbäumen nach Insekten und Samen und legt auch Vorräte an. Im Winter geht der Vogel in kleinen Gruppen, auch mit anderen Arten, auch Futtersuche.

Außerhalb der Brutperiode ist die Hudsonmeise gegenüber dem Menschen sehr zutraulich. Während der Brutperiode lässt sie dagegen ihre Stimme kaum vernehmen und ist schwer zu beobachten.[1]

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vogel brütet in einer Baumhöhle, die er entweder selbst zimmert oder von einem Specht übernimmt. Das Brutpaar bleibt das ganze Jahr zusammen, manchmal auch das ganze Leben.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Poecile ist eigentlich feminin, das Artepitheton müsste deswegen eigentlich hudsonica lauten. Der Erstbeschreiber der Gattung, Johann Jakob Kaup, erkannte dies jedoch nicht an und unter den Regeln des ICZN muss die Gattung deshalb als männlich behandelt werden, was zu dem Artepitheton hudsonicus führt.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jonathan Alderfer (Hrsg.): Complete Birds of Northamerica. National Geographic, Washington D.C. 2006, ISBN 0-7922-4175-4.
  • Josep del Hoyo et al.: Handbook of the Birds of the World (HBW), Band 12: Picathartes to Tits and Chickadees. Lynx Edicions, Barcelona 2007, ISBN 84-96553-42-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hudsonmeise – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Alderfer (Hrsg.): Complete Birds of Northamerica.. S. 445.
  2. Poecile hudsonica in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: BirdLife International, 2012. Abgerufen am 4. September 2016
  3. Handbook of the Birds of the World, 12: Picathartes to Tits and Chickadees. Lynx Edicions, Barcelona 2007, ISBN 978-84-96553-42-2.