Hugin (Software)

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Hugin
Hugin-splash.svg
Software zum Erstellen von Panoramabildern
Basisdaten
Entwickler Pablo d'Angelo
Aktuelle Version 2015.0.0 (für Mac OS X: 2014.0.0)
(8. August 2015)
Betriebssystem Windows, GNU/Linux, Mac OS X, uvm.
Kategorie Grafiksoftware
Lizenz GPL
Deutschsprachig ja
hugin.sourceforge.net

Hugin ist eine freie Stitching-Software, die hauptsächlich von Pablo d’Angelo entwickelt wird. Sie ist ein GUI für die Panorama Tools (auch bekannt als PanoTools) und andere Werkzeuge.

Dank intelligenten Entzerr-Algorithmen sind nicht nur lineare Panoramabilder aus nebeneinander gereihten Fotos möglich, sondern auch das Erstellen hochauflösender Fotos, wobei die Fotos auch übereinander positioniert sein können. Hugin kann aus Exif-Daten der Digitalkameras automatisch die Brennweiten von Aufnahmen feststellen, oder man gibt sie von Hand vor. Ebenso kann man für die eigenen Objektive Profile erstellen. Seit der Version 0.6 besteht die Möglichkeit zur Korrektur von Vignettierung in den Ausgangsbildern, mit Version 0.7 kann Hugin die Korrekturparameter dafür selbst ermitteln, Version 0.8.0 bringt neben einem neuen Vorschaufenster viele andere Änderungen. Weiterhin besteht mit verschiedenen Projektionsmethoden die Möglichkeit, dieselben Ausgangsbilder völlig unterschiedlich abzubilden.

Um vor dem Zusammenfügen von Einzelbildern deren relative Position zueinander (und weitere Parameter) optimieren zu können, benötigt Hugin Kontrollpunkte, die identische Stellen auf zwei oder mehr sich überlappenden Einzelbildern markieren. Normalerweise müssen diese Kontrollpunkte vom Anwender selbst gesetzt werden, die Programme Autopano-sift bzw. Autopano, für beide muss unter Mac OS X und Linux die Mono-Umgebung und für Autopano-sift unter Windows .NET installiert sein, können solche Punkte allerdings auch automatisch markieren. Seit Oktober 2009 ist autopano-sift-C 2.5.1 auf der Hugin-Webseite veröffentlicht, was das Installieren von Mono bzw. .NET erübrigt, da es in reinem C geschrieben ist.[1] Autopano-sift und autopano-sift-C verwenden für das Auffinden von Kontrollpunkten den SIFT-Algorithmus. Seit Version 2010.4.0 besitzt Hugin mit cpfind einen eigenen Kontrollpunkt-Generator, der nicht auf dem patentbehafteten SIFT-Algorithmus basiert.

Beim Überblenden der Einzelbilder kann es zu unschönen abrupten Helligkeitsübergängen kommen, die beispielsweise durch unterschiedliche Belichtungs- oder Blendeneinstellungen ausgelöst werden können. Ebenso sind Doppelbilder möglich, wenn die Aufnahmen nicht genau um den oft als Nodal- oder Knotenpunkt bezeichneten Punkt der Kamera herum erfolgten, an dem keine Parallaxefehler auftreten, oder sich bewegte Objekte in den Aufnahmen befinden. Um diese Probleme zu vermeiden oder zumindest zu mindern, können zum Überblenden die Programme Enblend [2] (inzwischen auch Version 4.0), Enfuse oder Smartblend [3] verwendet werden.

Für die Erzeugung der Parameter gibt es Assistenten.

Einige der Änderungen der letzten Jahre entstanden im Rahmen des Google Summer of Code in den Jahren 2007, 2008 und 2009.

Für die neueste Version 2015.0.0 ist die offizielle Unterstützung von Mac OS X weggefallen; beim Herunterladen erhält man daher die Vorgängerversion 2014.0.0. Alternativ könnte man versuchen, den Quelltext selbst zu compilieren.

Trivia[Bearbeiten]

Der Name „hugin“ wurde von Nils Lagerkvist vorgeschlagen. Hugin war einer der beiden Raben Odins (Hugin und Munin) und bedeutet übersetzt in etwa so viel wie „Gedanke“ oder „Sinn“. Es gibt auch eine Software namens Munin.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://hugin.sourceforge.net/
  2. Enblend Projektseite
  3. Smartblend Beschreibung

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hugin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien