Hugo Hartung (Schriftsteller)

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Hugo Hartung (* 17. September 1902 in Netzschkau/Vogtland; † 2. Mai 1972 in München) war ein deutscher Schriftsteller. Er schrieb auch unter dem Pseudonym N. Dymion.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hugo Hartung studierte ab 1922 in Leipzig, Wien und München Theaterwissenschaften, Kunst- und Literaturgeschichte. 1928 wurde er zum Dr. phil. promoviert. Anschließend arbeitete er zunächst als Schauspieler an der Landesbühne in München. In München lernte er auch Joachim Ringelnatz und Frank Wedekind kennen. Ab 1931 war Hartung freier Schriftsteller, unter anderem für den Simplicissimus, und er schrieb Hörspiele für den Bayrischen Rundfunk. 1936 ging er als Chefdramaturg nach Oldenburg, nachdem er mit Schreibverbot belegt worden war. Ab 1940 nahm er die gleiche Tätigkeit in Breslau auf. 1945 musste er an den Kämpfen um die Stadt teilnehmen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte Hartung bis 1947 in Neustadt an der Orla (Thüringen), danach bis 1950 in Potsdam und anschließend in West-Berlin. 1960 kam er nach München und widmete sich wieder verstärkt der Schriftstellerei. Seine Romane wurden vielfach übersetzt und einige verfilmt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ewigkeit (Erzählung, 1948)
  • Der Himmel war unten (1951)
  • Das Feigenblatt der schönen Denise (1952)
  • Aber Anne hieß Marie (1952)
  • Ich denke oft an Piroschka (1954)
  • Gewiegt von Regen und Wind (1954)
  • Schlesien 1944/45 (Aufzeichnungen und Tagebücher, 1956)
  • Wir Wunderkinder (1957)
  • Ein Prosit der Unsterblichkeit (1960)
  • Die goldenen Gnaden (1960)
  • Die Braut von Bregenz (1961)
  • König Bogumil König (1961)
  • Timpe gegen alle (1962)
  • Die glitzernde Marietta (Erzählungen, 1962)
  • Stern unter Sternen (1963)
  • Ihr Mann ist tot und läßt Sie grüßen (1965)
  • Kindheit ist kein Kinderspiel (1968)
  • Keine Nachtigallen im Ölbaumwald (1969)
  • Wir Meisegeiers: der Wunderkinder 2. Teil (1972)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Heyne (Red.): Berühmte Vogtländer, herausgegeben vom Verein für vogtländische Geschichte, Volks- und Landeskunde e.V., Band 2. Satzart, Plauen 1999.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]