Hugo Wast

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Anleitung: Neutraler Standpunkt Die Neutralität dieses Artikels oder Abschnitts ist umstritten. Eine Begründung steht auf der Diskussionsseite. Weitere Informationen erhältst du hier.
Hugo Wast

Hugo Wast, Pseudonym für Gustavo Martínez Zuviría, (* 22. Oktober 1883 in Córdoba; † 28. März 1962 in Buenos Aires) war ein argentinischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Wast war einer der populärsten Romanciers seiner Zeit: als er 1962 starb, waren schon drei Millionen seiner Bücher verkauft worden. Er wurde als Gustavo Martínez Zuviría in Córdoba geboren und zog später mit seiner Familie nach Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico, wo er 1907 den Ehrendoktor in Jura verliehen bekam. Zunächst benutzte er den Künstlername "Hugo Wast" für seinen 1911 veröffentlichten Roman Flor de durazno ("Die Blüte vom Pfirsich"). Der Roman wurde sein erster kommerzieller Erfolg. Er wurde 1916 als Konservativer in die argentinische Abgeordnetenkammer gewählt. Auch bekam er den literarischen Nationalpreis für seinen 1925 veröffentlichten realistischen Roman Desierto de piedra ("Wüste aus Stein"). Er war als Antisemit bekannt, beginnend mit seinem hetzerischen Roman Oro ("Das Gold," 1935). Seine ideologische Verbundenheit mit "integrisme," einer katholischen französischen Nationalideologie, die an die Nationale Front angelehnt war, wurde immerhin bekannt.

Zwischen 1931 und 1955 war er Direktor der argentinischen Nationalbibliothek. 1943, als Minister von Öffentlicher Bildung in der neuen militärischen Regierung von General Pedro Ramírez, hat er religiöse Bildung in den öffentlichen Schulen wiedergebracht, eine sechzigjährigen argentinische säkularen Tradition beendend.

Als die Katholische Kirche und Präsident Juan Perón sich voneinander distanzierten, wurde Wast als Direktor der argentinischen Nationalbibliothek 1954 entlassen. Er starb 1962 in Buenos Aires.

Ehrungen und Preise[Bearbeiten]

  • 1926 Großer Nationalpreis für Literatur der argentinischen Regierung für Desierto de Piedra

Werke[Bearbeiten]

  • Flor de Durazno. 1912.
  • Das Rabenhaus. Roman einer Revolution in Argentinien' („La Casa de los Cuervos“). Verlag Germania, Berlin 1930.
  • Valle Negro. 1918.
  • Die Unerbittliche („La que no perdonó“). Verlag Germania, Berlin 1929.
  • Pata de Zorra. 1924.
  • In der Steinwüste. Roman aus der argentinischen Sierra („Desierto de Piedra“). Verlag Germania, Berlin 1928.
  • Lucia Miranda. roman („Lucia Miranda“). Alber Verlag, Freiburg/B. 1949.
  • Der Pfad der Lamas („El Camino de las Llamas“). Verlag Obpacher, München 1962.
  • Frühes Heldentum. Roman um den Knaben „Alegre“. Libreria Goethe, Buenos Aires 1944.
  • Die Verschwörung des Alzaga. Roman aus der Zeit der Freiheitskämpfe Südamerikas („Myriam la conspiradora“ und „El jinete de fuego“). Herder, Freiburg/B. 1956.

Literatur[Bearbeiten]

Aufsätze
  • Mabel S. Agresti: Lo Argentino y lo cristiano en algunas novelas realistas de Hugo Wast. In: Revista de literaturas modernas, 1984, Nr. 17, S. 65-75.
  • Mabel S. Agresti: La concepción de la novela en Hugo Wast. En el centenario del nacimiento de Gustavo Martínez Zuviría. In: Revista de literaturas modernas, 1983, Nr. 17, S. 83-96.
Sachbücher
  • Estela Erausquin: Manuel Gálvez et Hugo Wast. Deux écrivains nationalistes et catholiques dans le bouleversement des 30 années en Argentine. Dissertation, Sorbonne Paris 1991.
  • Juan C. Moreno: Gustavo Martínez Zuviría. Editorial Culturales, Buenos Aires 1962.

Weblinks[Bearbeiten]