Hugo Wilhelm Arthur Nahl

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Hugo Wilhelm Arthur Nahl (* 1833 in Kassel, Deutschland; † 1. April 1889 in Alameda, Kalifornien, USA) war ein Maler, Illustrator und Grafiker. Er stammte aus der Künstlerfamilie Nahl und war der Sohn von Johann Wilhelm und Henriette Nahl.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arthur begann sein Studium bei seinem 15 Jahre älteren Halbbruder Charles (damals noch Carl) Christian und setzte es an der Kunstakademie Kassel fort. Er begleitete Charles Christian Nahl und dessen künstlerischen Partner Frederick August Wenderoth, der später Arthurs Schwager wurde, auf seinem weiteren Emigrations- und Künstlerweg 1846 nach Frankreich (Paris) [1] 1849 dann weiter nach Amerika (Brooklyn, New York).

Nach einem wirtschaftlich nicht erfolgreichen Intermezzo 1851 im kalifornischen Goldrausch, besannen sich die Brüder auf ihre künstlerischen Fähigkeiten und eröffneten ein Studio in Sacramento, wobei sie ihre Eindrücke und Erfahrungen bei der Goldsuche gut verwerten konnten. Der große Brand von 1852 vernichtete den größten Teil von Sacramento mitsamt ihrem Studio, was sie zur Umsiedlung nach San Francisco veranlasste. Hugo Wilhelm Arthur arbeitete mit seinem Bruder Charles Christian als kommerzieller Künstler (Gebrauchsgrafiker), Maler (Portrait, Tiere, Landschaften und Genredarstellungen), Graveur und Daguerreotypist. Ihr Unternehmen wurde in Kalifornien unter der Bezeichnung „The Nahl Brothers“ bekannt.

Die Nahl Brüder waren herausragende Sportler. Ihre Sporthalle auf dem Firmengelände wurde zur Keimzelle des Olympic Clubs[2] und diente 1855–1860 als dessen Geschäftsstelle. In 1865 heiratete Arthur Nahl Annie Sweeney, siedelte auf der anderen Seite der Bucht in Alameda an und wohnte dort bis an sein Lebensende. Er starb am 1. April 1889 während der Heimfahrt auf der Fähre.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu bemerkenswerten Erfolgen Arthur Nahls zählt das Redesign des Kalifornischen Staatswappens.

Das Oakland Museum und die California Historical Society besitzen Werke von Arthur Nahl.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Janice Tolhurst Driesbach, Harvey Jones and Katherine Church Holland: Art of the Gold Rush. Hrsg.: Oakland Museum, Crocker Art Museum, National Museum of American Art, University of California Press. University of California Press, 1998, ISBN 978-0-520-21431-6, Harvey Jones: The Hessian Party, S. 47–64 (englisch, google.de [abgerufen am 18. Januar 2009] englisch).
  • Janice Tolhurst Driesbach, Harvey Jones and Katherine Church Holland: Art of the Gold Rush. Hrsg.: Oakland Museum, Crocker Art Museum, National Museum of American Art, University of California Press. University of California Press, 1998, ISBN 978-0-520-21432-3, Biography of, S. 126 ff. (englisch, google.de [abgerufen am 29. März 2009] englisch).
  • Peter E. Palmquist, Thomas R. Kailbourn: Pioneer Photographers of the Far West. A Biographical Dictionary, 1840-1865. Stanford University Press, 2000, ISBN 978-0-8047-3883-5, S. 418 (englisch, google.de [abgerufen am 18. Januar 2009] englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hugo Wilhelm Arthur Nahl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. künstlerische Begegnung und Studium mit Vernet and Delaroche
  2. siehe gleichnamigen Artikel in der englischsprachigen Wikipedia