Hum (Kroatien)

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Hum
Hum (Kroatien) (Kroatien)
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45.34872777777814.049905555556Koordinaten: 45° 20′ 55″ N, 14° 3′ 0″ O
Basisdaten
Staat: Kroatische Flagge Kroatien
Gespanschaft: Flagge der Gespanschaft Istrien Istrien
Gemeinde: Buzet
Einwohner: 17
Telefonvorwahl: (+385) 052
Postleitzahl: 52 425
Kfz-Kennzeichen: PU
Struktur und Verwaltung
Gemeindeart: Siedlung
Website:

Hum [ˈhuːm] (italienisch Colmo, dt: Cholm) ist eine Stadt in der westkroatischen Region Istrien, etwa 14 km von Buzet entfernt.

Die Stadt, in der nur um die 30 Personen leben[1], wird als die „kleinste Stadt der Welt“ beworben und ist mit ihrem mittelalterlichen Stadtbild eine Touristenattraktion.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits zur Zeit des Frühchristentums entstanden auf dem Hügel erste Siedlungen, erbaut auf den Resten noch älterer Burgruinen.

Der Grundriss und das Aussehen des heutigen Städtchens wurde im 11. Jahrhundert gelegt, als die Festung und eine erste Reihe an Häusern erbaut wurden. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Hum im Jahr 1102 unter dem Name Castrum Cholm. Zur Zeit Venedigs während des 16. und 17. Jahrhunderts wurden die Mauern erneuert und durch zwei Türme verstärkt.

Hum war in seiner langen Geschichte eines der kulturellen Zentren der Schrift Glagoliza. Diese Schrift wurde in der Gegend um Hum sogar noch bis Anfang des 19. Jahrhunderts verwendet. Die Glagolitische Allee zwischen Roč und Hum erinnert an die Entwicklung der Schrift.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die barocke Kirche Maria Himmelfahrt wurde 1802 erbaut, dies an der Stelle einer älteren aus dem 13. Jahrhundert stammenden und im Jahr 1609 umgebauten Kirche. Im Kircheninneren befinden sich fünf reichlich geschmückte Marmoraltäre und kostbare Gemälde. Der freistehende Kirchturm wurde 1552 erbaut.

Das ursprüngliche Stadttor entstand zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert. Seine heutige Form erhielt das Tor im Jahr 1562. Die heutige zweiflügelige Tor-Tür aus Kupfer mit den beiden großen Handgriffen und dem Türklopfer wurde 1981 eingebaut.

An einem Steintisch in der Loggia wurde ab dem 16. Jahrhundert über mehrere Jahrzehnte hinweg der Gemeinderat für ein Jahr gewählt. Als Brauch wurde diese Zeremonie 1997 wieder eingeführt.

Im Norden außerhalb der Stadtfestung steht die im 12. Jahrhundert erbaute und im Jahr 1904 erneuerte romanische Friedhofskirche des heiligen Hieronymus. Im Kircheninneren befinden sich im 12. Jahrhundert unter dem Einfluss der byzantinischen Malerei entstandene Fresken sowie mehrere aus dem 12. bis 14. Jahrhundert stammende in glagolitischer Schrift verfasste Inschriften. Eine Wandtafel aus dem 12. Jahrhundert gilt sogar als eines der ältesten Zeugnisse der glagolitischen Schrift.

Kulinarisches[Bearbeiten]

Im Humska konoba, dem einzigen Gasthaus des Städtchens, wird auch der berühmte Biska gebrannt und ausgeschenkt. Das genaue Rezept dieses Tresterbrands bestehend aus Misteln und vier Kräutern gilt als streng geheim. Überliefert wird das Rezept, ausgehend von den keltischen Vorfahren, seit über 2000 Jahren. Dem Biska werden auch heilende Eigenschaften gegen Arteriosklerose und gegen hohen Blutdruck nachgesagt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Croatian Bureau of Statistics: Census 2011 Bevölkerung Volkszählung 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien