Humboldt-Gesellschaft

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Die Humboldt-Gesellschaft für Wissenschaft, Kunst und Bildung ist eine wissenschaftliche Gesellschaft, die sich der universellen Sichtweise und dem kreativen Forschergeist der Brüder Wilhelm und Alexander von Humboldt verpflichtet fühlt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde die Humboldt-Gesellschaft von 24 Personen am 12. Mai 1962 mit Sitz in Mannheim. Initiator und Mitgründer war der Jurist Herbert Kessler.[1] Sie fördert gleichermaßen die Wissenschaft insgesamt, also Natur- und Geisteswissenschaft, wie auch die Kunst und trägt durch ihre Tätigkeit wesentlich zu einer Förderung der Bildung auf dem Boden des humanistischen Ideals bei.

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ziele der Gesellschaft werden durch wissenschaftliche Tagungen und Vorträge sowie Publikationen und wissenschaftliche Exkursionen verwirklicht. Weiter fördert die Humboldt-Gesellschaft Forschungsvorhaben in freier Zusammenarbeit und befasst sich in Positionspapieren mit drängenden Fragen unserer Zeit. Sie trägt durch ihre Tätigkeit zum Diskurs über aktuell kulturpolitische Themen bei.[2]

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweimal im Jahr finden wissenschaftliche Tagungen statt, bei denen Vorträge, Diskussionen, Dichter- bzw. Autoren-Lesungen und musikalische Darbietungen wesentliche Inhalte bieten. Weiter werden den Mitgliedern wissenschaftliche Exkursionen und Besichtigungen besonderer kulturgeographischer und historischer Sehenswürdigkeiten angeboten. In der Humboldt-Bibliothek werden Publikationen über das Leben und Wirken der Brüder von Humboldt zusammengeführt. Sie steht allen Mitgliedern, aber auch der Öffentlichkeit, zur Verfügung.

Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Präsidium[3] besteht aus 5 bis 7 Mitgliedern. Neben Präsidenten, Vizepräsidenten und dem Schatzmeister ist der "Akademische Rat" durch seine Leiterin oder seinen Leiter vertreten. Dieser ist ein wichtiges Gremium der Gesellschaft. Er hat die Aufgabe, das Präsidium bei der Erfüllung seiner Aufgaben zu beraten. Insbesondere unterbreitet er Vorschläge für die inhaltliche Gestaltung der zweimal im Jahr stattfindenden Tagungen der Humboldt-Gesellschaft. Weiterhin bereitet er Positionspapiere der Humboldt-Gesellschaft zu gesellschaftlich relevanten Problemen vor. Seiner fachlichen Obhut sind die Abhandlungen der Humboldt-Gesellschaft anvertraut. Der Akademische Rat legt dem Präsidium Vorschläge für engere Kontakte mit anderen Institutionen und Gymnasien, die den Namen der Brüder Humboldt tragen, vor. Die Tätigkeit des Akademischen Rates wird durch seine Koordinatorin oder seinen Koordinator geleitet. Derzeit (7. Februar 2014) ist dies Dagmar Hülsenberg. Als Mitglieder des Akademischen Rates werden herausragende Persönlichkeiten berufen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesellschaft ehrt Mitglieder und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens mit mehreren Auszeichnungen für deren herausragendes Lebenswerk in Wissenschaft, Kunst und Bildung. Stufen der Ehrungen sind:[4]

Humboldt-Plakette als Dankesgabe (1969–1999)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 12 Geehrte

Humboldt-Plakette als Ehrengabe (1968–2000)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Silberne Medaille (seit 1972)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Medaille (seit 1964)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenmitgliedschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenpräsidentschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zur Gründung vgl. Niederschrift der Gründungsversammlung vom 12. Mai 1962 in Mannheim M1,8, in: Festschrift zum 50jährigen Jubiläum der Humboldt-Gesellschaft 1962-2012. Hrsg. von der Humboldt-Gesellschaft für Wissenschaft, Kunst und Bildung, Roßdorf 2012, S. 6–9.
  2. vgl. Satzung, § 2 Aufgaben der Gesellschaft
  3. Das Präsidium der Gesellschaft
  4. Ehrungen der Gesellschaft
  5. Kulturnachrichten. Friedrich Schorlemmer erhält Humboldt-Medaille. www.deutschlandradiokultur.de, 25. September 2014, abgerufen am 6. Oktober 2014.