Hummus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel bezeichnet die Speise, für die organische Bodensubstanz siehe Humus.
Hummus mit Pita-Brot

Hummus (arabisch حمص hummus, DMG ḥummuṣ, hebräisch חומוס 'xumus ‚Kichererbse‘) ist eine orientalische Spezialität, die aus pürierten Kichererbsen oder Ackerbohnen, Sesam-Mus (Tahina), Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Gewürzen wie Knoblauch und gelegentlich Kreuzkümmel hergestellt wird.

Wortherkunft und Wortformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wort stammt aus dem Arabischen: hummus / حمص / ḥummuṣ (dialektal) bzw. ḥimmiṣ/ḥimmaṣ (klassisch) bedeutet „Kichererbse“.

Das Wort wird im Hebräischen חומוס ('xumus) geschrieben, im Türkischen meist humus.

Laut Duden ist der Hummus (Maskulinum) ebenso korrekt wie das Hummus (Neutrum). Ferner sind im Deutschen auch die Wortformen Hommos und Hommus gebräuchlich.[1] Im Englischen ist hummus die üblichste Schreibweise, im Französischen houmous.

Zubereitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kichererbsen oder Bohnen werden eingeweicht und gekocht, bis sie sich leicht zu einem Brei pürieren lassen. Dieser ist umso feiner, je mehr der beim Kochen sich ablösenden äußeren Hüllen („Häutchen“) der Kichererbsen entfernt werden. Der Brei wird mit Tahina, Olivenöl und Zitronensaft zu einer Creme verrührt. Anschließend wird er mit zerstoßenem Knoblauch, Kreuzkümmel, Pfeffer und Salz gewürzt, glattgerührt (zur Einstellung der Konsistenz wird gelegentlich auch Joghurt verwendet) und kalt serviert. Die Oberfläche wird in der Regel mit der Unterseite eines Löffels gefurcht oder eingedrückt, um darin Olivenöl einlaufen zu lassen. Zum Schluss wird das Ganze mit Petersilie, scharfem Paprikapulver, Kreuzkümmel und Gewürzsumach bestreut.

Im Kühlschrank hält sich Hummus mehrere Tage; je nach Zutaten kann das Aroma dabei an Intensität gewinnen.

Hummus ist eine beliebte Vorspeise, die mit dem dünnen, lappenartigen Fladenbrot Pita aufgestippt und mit anderen sogenannten Mezze (levantinische Vorspeisen, z. B. Kibbeh, Baba Ghanoush, Fatousch, Taboulé) gegessen wird. Es zählt vor allem im Libanon, den palästinensischen Autonomiegebieten, Israel und Syrien zu den Nationalspeisen, ist aber im gesamten Vorderasien als Speise verbreitet. In der Türkei ist es besonders in der Region Hatay verbreitet.

Hummus im Libanon

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jenni Roth: Hummus, frisch vom Krisenherd. In: Die Zeit, Ausgabe vom 3. Mai 2012. (online, abgerufen am 30. Dezember 2015).
  • David Grau: Das Hummus-Geheimnis. In: Amelia Thomas, Michael Kohn, Miriam Raphael, Dan Savery Raz: Israel und Palästina. MairDumont Ostfildern, 2010. S. 73. (Lonely Planet)

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zwei Völker - Ein Geschmack: Hummus. Dokumentarfilm, Deutschland, 2008, 20 Min., Buch und Regie: Karin Storch, Produktion: 3sat, Reihe: Kulinarische Spurensuche, Erstsendung: 12. Mai 2008 bei 3sat, Inhaltsangabe von 3sat.
  • Die Kichererbsen-Story. (OT: Make Hummus Not War.) Dokumentarfilm, Australien, 2012, Kino: 73 Min., Fernsehen: 43:33 Min., Buch und Regie: Trevor Graham, Produktion: Yarra Bank Films, Ned Lander Media, Fine Cut Films, Inhaltsangabe von Berlinale 2013, Vorschau, online.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Hummus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Hummus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Duden online: Hummus, Hommos, Hommus