Hunsrückisch

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Hunsrückisch

Gesprochen in

Rheinland-Pfalz, Auswanderer in Brasilien, Rio Grande do Sul
Linguistische
Klassifikation
Sprachcodes
ISO 639-3

(hrx – für Riograndenser Hunsrückisch in Brasilien)

Hunsrückisch, auch Hunsrücker Mundart oder Hunsrücker Platt, ist ein deutscher Dialekt, der im Hunsrück sowie teilweise noch in den drei südlichsten Bundesstaaten Brasiliens, besonders jedoch im Bundesstaat Rio Grande do Sul (s. Riograndenser Hunsrückisch) gesprochen wird.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mundart aus Peterswald-Löffelscheid (Vorderer Hunsrück)

Der Hunsrück besitzt klare geographische Grenzen, das Hunsrückische allerdings keineswegs. Es greift einerseits über den Hunsrück hinaus, hat aber andererseits auch eine gehörige innere Differenzierung, so dass es eigentlich kein einheitliches Hunsrückisch gibt. Die wenigen schriftlichen mundartlichen Zeugnisse machen klare Aussagen nicht einfacher. Seit den 1990er Jahren wird mit dem Mittelrheinischen Sprachatlas eine genaue wissenschaftliche Dokumentation der örtlichen Dialekte unternommen. Das Rheinische Wörterbuch von 1928–1971 wurde von der Universität Trier digitalisiert ins Netz gestellt.[1]

Wie fast alle deutschen Mundarten zerfällt das Hunsrückische in viele kleine Ortsmundarten, fast jedes Dorf hat seine eigene Varietät. Die kleinräumige Struktur der einzelnen Sprachgebiete erwuchs aus den kleinräumigen Herrschaftsstrukturen im Hunsrück, wo Grenzen oft sogar Dörfer teilten. Auch die kirchlichen Trennungen in (vorwiegend) evangelische oder katholische Gebiete unterstrichen das Trennende.

Auch im Hunsrück ist ein außerordentlicher und beschleunigter Rückgang im aktiven Gebrauch der Mundart festzustellen. Die Jugend spricht teilweise keine Mundart mehr und versteht nur noch selten ihre speziellen Wörter. Heimatvereine oder Einzelpersonen versuchen mit Mitteln der modernen Kommunikation und Dokumentation, dem entgegenzuwirken.

Südamerika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auswanderer haben diesen Dialekt in ihre neue Heimat mitgenommen. Im südlichen Brasilien, insbesondere im Gebiet von Santa Cruz do Sul im Bundesstaat Rio Grande do Sul gibt es auch heute noch Gemeinden, in welchen Riograndenser Hunsrückisch aktiv gesprochen wird. Peter Joseph Rottmann hat die Auswanderung nach Brasilien in seinem Gedicht Der Abschied drastisch thematisiert.

Charakterisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Phonologie (Lautsystem)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hunsrücker Mundartstück von Josef Peil

Das Hunsrückische teilt sich in zwei Gruppen; die erste gehört zum Rheinfränkischen und wird von der Nahe bis ungefähr kurz hinter Kastellaun gesprochen. Die zweite gehört zum Moselfränkischen und wird von Kastellaun bis zur Mosel gesprochen. Die charakteristische Unterscheidung der beiden Gruppen wird durch die dat/das-Linie gebildet. Nördlich, zum Beispiel in Idar-Oberstein, Gemünden, Kirchberg und Boppard heißt es dat. Wichtiger aber ist nach Roland Martin[2] eine von ihm Sobernheimer Linie genannte Isoglosse (Mundartgrenze), die beispielsweise östliches Herrd und westliches Heerd „Hirte“, östliches Gorrjel und westliches Goorjel „Gurgel“, östliches Rerre und westliches Rierer „Räder“ trennt. Überdies können zur Erleichterung der Aussprache Sprossvokale eingeschoben werden: Dorf wird zu Dooref, Kirche zu Keerisch, Berg zu Beerisch.

An anderen Isoglossen nennt Georg Diener die Unterscheidung von im westlichen Hunsrück gesprochenem o und eu und östlich der Linie Mastershausen-Buch-Mannebach-Nörterhausen geltendes u und ou oder au, also etwa Bruure (Bruder), Hau (Heu). Das d/t zwischen Vokalen wird durch r ersetzt (Rhotazismus); so wohnt in Kappel de Peere Prappel (Peter); er mischd sich fri ous/us de Fäärerre (er macht sich früh aus den Federn). Auf dem Strimmiger Berg hat sich auf einer kleinen Sprachinsel jedoch der Lambdazismus erhalten, bei dem d/t durch l ersetzt wird. Hier wird beispielsweise der Bruder zum Brola, aus beten wird belle und aus baden wird bolle.[3][4]

Das g zwischen zwei Vokalen entfällt: Aue, saan (Augen, sagen). Bei dieser breiten Aussprache heißt es für „Brombeeren“ Bräämerre: Et git kä brärer Blaad as en bräd, bräd Bräämerreblaad (Es gibt kein breiteres Blatt als ein breites, breites Brombeerblatt – Spruch aus Siemerre (Simmern) nach Pfarrer R. Christmann, Simmern).[5]

Im östlichen Teil, zur Nahe hin, wird das r als Zungspitzen-R gesprochen,[6] zum Beispiel in Bubach, im nahen Simmern aber nicht.

Konsonanten. Die stimmlosen Laute p, t, k werden oft als b, d, g ausgesprochen. Im Moselfränkischen fällt das n häufig nach bestimmten Regeln weg: uus „uns“, siewen Daach, siewen Auer / Aua, siewe Pund „sieben Tage, sieben Uhr, sieben Pfund“[7]. Statt des Ich-Lauts hört man sch, statt pf hört man p: Peerd „Pferd“.Regional klingt -er eher wie -a: Haisja (Plural von Haißi) „Häuschen“.

Es existieren unterschiedliche Zahlen von Vokalen und Diphthongen, manche nur in einzelnen Dörfern, z. B. ein sehr offenes ä[7]. Im Gegensatz zum Hochdeutschen können geschlossenes e und o kurz sein: fresch, holle „frisch, holen“, offenes o kann lang sein moole „malen“. Regional kann der Laut e (wie in „sagen“) betont sein hel ef ehelfen“, allerdings mit leicht gerundeten Lippen gesprochen. Manchmal sind i und u vertauscht: imdri e, um Dor ef „umdrehen, im Dorf“, loo hunne, hai inne „da hinten, hier unten“, Umber, Kund „Himbeere, Kind (Kand, Kend, Kind und Kond kommen auch vor)“[7]. Die Länge der Vokale stimmt nicht immer mit dem Hochdeutschen überein (rische, feerdisch „riechen, fertig“). Es ist nicht immer vorhersehbar, was aus dem hochdeutschen Diphthong ai, geschrieben „ei“, wird: sein (wie im englischen „Lady“), säin, waise, hääsche, lihne „sehen, sein, zeigen, heißen, leihen“. Diphthonge gibt es in Hout (wie im englischen „low“), Hoout (wie in „Sonne“) „Hut, Haut“. Vor l und r wird nicht unterschieden zwischen b,d,g und p,t,k: kläwe, trei, plaiwe „glauben/kleben, drei, bleiben“ . Die Sprossvokale i und e können zwischen bestimmten Lauten eingefügt werden: Finef, warem, arisch, Melisch „fünf, warm, sehr, Milch“[7], auch zwischen Wörtern: ned esu, dad eloo „nicht so, das da“. Bestimmte betonte Vokale haben eine ansteigende und dann abfallende Tonhöhe (Tonakzent)[7]; so entsteht ein leichter „Rheinischer Singsang“. Dadurch lassen sich „Weg“ und „weich“, beide wääsch gesprochen, unterscheiden.

Grammatik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die grammatikalischen Regeln des Hunsrücker Platt ähneln den Regeln des Hochdeutschen.[8]

Genus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Genus weicht in einigen Fällen vom Hochdeutschen ab. So sind der Bach und der Salat im Hunsrück weiblich: die Bach, die Salaad. Umgekehrt sind die Brille – de Brill – und die Butter – de Bodder – männlich.[9]

Frauen haben meist ein sächliches Genus. So heißt es bei Rottmann[10] etwa:

Heint honn eich 't alt Marie-Marlehn
Mir'm scheele Suus siehn wesche gehn;
Det Surelfrenz! war aag derbei;
Unn't Oorschel kimmt noch zu de drei.

Die Verwendung des sächlichen Genus kann durchaus zu kuriosen Formulierungen führen. Im saarländischen Teil des Hunsrücks ist etwa oft zu hören: „Es hott gesaht“ = „Meine Frau hat gesagt.“

Aber auch weibliches Genus wird gelegentlich verwendet:[11]

De Hannes, die Kathrin,
se ware schon alt.

Die Verwendung des weiblichen Genus scheint Respekt (z. B. gegenüber älteren oder „vornehmeren“ Frauen) oder eine gewisse Distanz (z. B. gegenüber Zugezogenen) auszudrücken. So kann es vorkommen, dass eine zugezogene Frau zunächst als „die Anna“, nach der Integration ins Dorfleben aber als „das/dat Anna“ bezeichnet wird.

Die Zahl „zwei“ gibt es im Moselfränkischen in drei Geschlechtern: zwu/zwo Säächomesse, zwien Markolwe, zwä Ääschertscher „zwei Ameisen, Eichelhäher, Eichhörnchen“.

Zeitformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegenwart: Für die Konjugation gelten weitgehend dem Hochdeutschen entsprechende Regeln.[8] Manche Verben haben ein unregelmäßiges Präsens: sische (kurzer Vokal) „suchen“, gläwe, glooft „glauben, geglaubt“.

Vergangenheit: Im Hunsrücker Platt wird hauptsächlich das Perfekt verwendet. Die Vorsilbe ge- fällt oft weg: gang, gääß, funn, praacht „gegangen, gegessen, gefunden, gebracht“. Manche Verben bilden regional ein unregelmäßiges Perfekt: hiere – gehoort / gehuurt „hören, gehört“.Der Gebrauch des Präteritums ist auf wenige Verben beschränkt, etwa saht „sagte“, fung „fing“.

Der Konjunktiv wird mit doun „tun“ gebildet (Äisch dihd soon „Ich würde sagen“), sonst gibt es ihn fast nur bei Hilfsverben: Äisch hätt, wäer, mist, kinnt, mihscht, sollt, wesst, kihm, bräischt, gieft „gäbe“.

Das Futur mit wehre / währe wird wie im Hochdeutschen oft durch das Präsens ersetzt, bei Futur für Vermutungen steht es meistens: Dat werd schun goud gihn „Das wird schon gut gehen“.

Das Passiv wird regional mit gen „geben“ gebildet Dou ges net gefroot „Du wirst nicht gefragt“, so auch „(zu etwas) werden“: Äisch gen noch vareckt „Ich werde noch wahnsinnig“.

Kasus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Hunsrücker Platt gibt es wie im Hochdeutschen die Fälle Nominativ, Dativ und Akkusativ.[8]

Beispiel Dativ statt Genitiv: Dämm seine Brorer „dessen Bruder“, dat Hous vom Pitt „Peters Haus“

Der Genitiv wird hingegen nicht verwendet, außer als sogenannter partitiver Genitiv: Wivill Äppel prouchste fier dein Äppelschmeer? – Äisch hollen er immer finef. „Wie viele Äpfel brauchst du für dein Apfelmus? – Ich nehme immer fünf.“ Hier ersetzen es / er vorher erwähnte Mengenangaben, vergleichbar dem italienischen „ne“[12] und dem französischen „en“.[13] Standarddeutsch entsprechen ihm teils„welcher/welche/welches“, teils „davon“ oder eine Nullstelle: Wivill Kunner wellen se dann? Se wellen er nur trei. „Wie viele Kinder wollen sie denn? Sie wollen nur drei.“

Pluralbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pluralbildung folgt bis auf eine Ausnahme den Regeln des Hochdeutschen. Endet im Hochdeutschen die Pluralform mit -en, dann endet sie im Hunsrücker Platt mit -e.[8]

Sprache Singular Plural
Hunsrücker Platt Die Zeidung Die Zeidunge
Deutsch Die Zeitung Die Zeitungen

Wortbeispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Hunsrückischen gibt es eigenständige Wörter, die im Hochdeutschen nicht oder so nicht vorkommen. Umgekehrt existieren manche hochdeutschen Wörter im Platt nicht, etwa wird „bekommen“ durch kreie, „nehmen“ durch holle ersetzt: (zou)holle „(zu)nehmen“. „Dieser / diese / dieses“: dat Peerd eloo / hai „jenes, dieses Pferd da (hinten) / hier (beim Sprechenden)“; loo dä / loo dei / loo dat; auch dä loo, dei loo, dad eloo.

Hinkel = Huhn. Die Asterix-Übersetzer haben die Steine der Hünengräber zu Hinkelsteinen gemacht.

Beddseicher = Bettnässer. Angelehnt an die medizinische diuretische Erfahrung wird der Löwenzahn so genannt (vgl. frz. pissenlit, niederl. bedzeiker).

Bischordna = von frz. jardin. Alte Mittelhunsrücker Bezeichnung für Garten. Nachgewiesen seit frz. Besetzung. Kurzform Bi nur noch selten gebräuchlich.

Breadly Woman = englisch Bread and Woman. Seit amerikanischer Besatzung geläufige Bezeichnung für Brot. Hintergrund sind Hilfeleistungen amerikanischer Soldaten in Form von frischem Brot für die gebeutelte Bevölkerung nach Kriegsende. Vorzugsweise junge Frauen wurden mit Brot bedacht.

Dääz, Schwelles = Birne (Kopf)

Geheischnis/Gehäischnis = Vertrauen, Geborgenheit, menschliche Wärme (Wortstamm von „Gehege“, „hegen“)

Grumbeere/Krumbier/Gumbi = Die Kartoffeln (Grundbirnen/Erdäpfel/Kartoffeln) werden mit dem Kaarscht, einer dreizinkigen Hacke, ausgemacht.

Maje/Meie-gehe = Abends zum Nachbarn (mit den Stricksachen oder früher mit Spinnrad) zum Besuch und zur Unterhaltung gehen.

Muskouri = Bis ins späte 19. Jahrhundert war die Banane im Hunsrück weitgehend unbekannt. Vormals als gelbe Fettbohne bezeichnet, bürgerte sich die Bezeichnung Muskouri ab Anfang des 20. Jahrhunderts ein, da man fälschlicherweise davon ausging, die Banane würde in Griechenland kultiviert.

Laiskaul = Genick (Läusegrube)

leppsch = fad, geschmacklos.

ei, äi = na, ja, ja aber, nun, äh am Satzanfang, meist vor Antworten, bedeutet Nachdruck, Verwunderung, naheliegender Vorschlag, Denkpause. Äi allemoo(l), Äijoh, äijoooh, sescher! Äi nää! = bekräftigendes Zustimmen / Ablehnen: „ja natürlich / nein, überhaupt nicht!“ Wat soll äisch ewaile mache? - Äi gih daiescht häim; Äi (Pause), gih daiescht häim. „Was soll ich jetzt machen? – Na, geh zuerst nach Hause; Ähm, …“

Muufel = Maulvoll (vgl. Handvoll), bildhaft für ein kleiner Bissen

Imms/Imbs = Imbiss. Zum Beispiel bei Familienfesten, aber auch der Leichenschmaus

Schinnooz = Schinderaas. Vor allem für böse Frauen verwendet

Flabbes und Stickel/Schdickel für einen dummen unbeholfenen Menschen (nach dem Verbindungsstück von der Radnabe zum oben dem Wagen aufliegenden Leiterbaum)

Schlambambes/Schalumbes/Schnorkes = Bezeichnung für einen flatterhaften Menschen

Hannickel. Nach dem früher häufigen Vornamen Johann Nikolaus, der von den Hunsrückern bequem zu Hannickel zusammengezogen wird, hießen die Hunsrücker Arbeiter im Ruhrgebiet alle die Hannickel. Hannickel ist auch Synonym für einen ungewandten Menschen.[14] Ähnliche Varianten ermöglichen auch andere Namensformen; so wird beispielsweise aus Johannes Peter die Kurzform Hampit (wie in Jakob Kneips gleichnamigem Roman) oder aus Johannes Paul Hannappel.

Knubbespaller = Holzklotzspalter. Die spöttisch gemeinte saarländische Bezeichnung für die früher als „Gastarbeiter“ im Saarland als Holzhauer tätigen Hunsrücker.

eepsch = ungeschickt oder auch falsch. Sowohl in Bezug auf Personen, als auch auf die andere (rechte) Rheinseite. Vgl. Schäl Sick

meggalisch = vor allem in einigen Orten des Vorderhunsrücks verwendete höchste Steigerungsform im Sinne von „ganz besonders“, „außergewöhnlich“, „wunderbar“; wenn einem eine abendliche Festveranstaltung beispielsweise besonders gut gefallen hat, dann war der Abend meggalisch schie.

Ooh Äifall! = Ach was, Unsinn! (von "Einfalt").

Zouversiecht = Unordnung, Durcheinander

Einflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In die Hunsrücker Mundart sind auch viele Begriffe aus der französischen Sprache eingegangen:

  • Schenniere = sich genieren,
  • allee (von französisch. allez = geht!) = vorwärts
  • loo (von ) = hier oder da
  • Troddewa (trottoir) = Bürgersteig
  • Parbel (von parapluie) = Regenschirm
  • Baggasch (von bagage) = Gepäck oder auch umgangssprachlich „Gesindel“
  • Schisselong (von Chaiselongue) = Sitz- und Liegemöbel
  • Schutt (von fr. chute) = ein kräftiger Schauer (Satzbeispiel: Et hot e Schutt genn.); siehe auch luxemburgisch: Schluet

Auch aus dem Hebräischen stammen Lehnwörter:

  • Dä is im Dalles (von aschkenisch-hebräisch dallus ‚Not‘) = dem geht es wirtschaftlich schlecht
  • Schaales ein (oft von jüdischen Familien) in einem Bräter im Backes (Backhaus) zubereiteter Kartoffelkuchen, der Dibbekouche

Mundart-Audiothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um künftigen Generationen die Vielfalt der Hunsrücker und anderer Mundartvarianten mit ihren vielen Nuancen zumindest bruchstückhaft auch phonetisch als gesprochene Sprache zu überliefern, hat der Heimatforscher Dr. Norbert J. Pies in der Familienstiftung Pies-Archiv, Forschungszentrum Vorderhunsrück die Mundart-Audiothek gegründet. Ziel ist es unter anderem, einerseits möglichst viele örtliche Mundartvarianten zu archivieren und sie andererseits anhand standardisierter Texte wissenschaftlich vergleichen zu können.

Autoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hunsrückisch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Verzeichnis:Deutsch/Hunsrücker Mundart – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikisource: Der Abschied (Rottmann) – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rheinisches Wörterbuch. Im Auftrag der Preußischen Akademie der Wissenschaften, der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde und des Provinzialverbandes der Rheinprovinz auf Grund der von Johannes Franck begonnenen, von allen Kreisen des Rheinischen Volkes unterstützten Sammlung bearbeitet und herausgegeben von Josef Müller, Heinrich Dittmaier, Rudolf Schützeichel und Mattias Zender. 9 Bände. Bonn/Berlin 1928–1971.
  2. Roland Martin: Untersuchungen zur rhein-moselfränkischen Dialektgrenze. In: F. Wrede (Hrsg.): Deutsche Dialektgeographie. Heft XI a, Marburg 1922 (zitiert in Diener).
  3. Norbert J. Pies: Vom Belle, Bolle und Hure – Einige Tücken des Strimmiger Platts. In: Die Pies-Chronik Nr. 59/2015, S. 14.
  4. Norbert J. Pies: Besonderheiten im Strimmiger Platt oder warum die Strimmiger das „L“ so sehr lieben. In: Jahrbuch 2016 für den Kreis Cochem-Zell, S. 207–209.
  5. Zitiert von Diemer, S. 46.
  6. Beispiele außer wenigen Ergänzungen aus Diener.
  7. a b c d e Georg Drenda: Hunsrücker Platt. Dialekte zwischen Mosel, Rhein, Nahe und Saar. Hrsg.: Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 2019, ISBN 978-3-86110-741-5, S. 105, 27 ff., 75, 82, 43 ff.
  8. a b c d Bernd Bersch: Wörterbuch Hunsrück heißt Honsreck Hunsrücker Dialekt - Hochdeutsch und umgekehrt - sowie Grammatik. Kontrast, Pfalzfeld 2012, ISBN 978-3-941200-27-2, S. 144–148.
  9. Diener, S. 44, 46, 52.
  10. Peter Joseph Rottmann: Gedichte in Hunsrücker Mundart. 4., vermehrte Auflage. Voigtländer, Kreuznach 1989, S. 142.
  11. Horst Hohl: De verlorene Brustlappe. Steggelcher on Sprich on Lieje. Fischer, Kastellaun 1981, S. 9
  12. Italian Language School. Abgerufen am 10. November 2022.
  13. La Conjugaison. Abgerufen am 10. November 2022.
  14. Diener, S. 104, nach Rottmann, 3. Aufl., S. 224.