Huttrop

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Wappen von Huttrop
Wappen der Stadt Essen

Huttrop
Stadtteil von Essen

Lage von Huttrop im Stadtbezirk I Stadtmitte/Frillendorf/Huttrop
Basisdaten
Fläche 2,73 km²
Einwohner 15.504 (30. Jun. 2017)
Koordinaten 51° 26′ 55″ N, 7° 2′ 39″ OKoordinaten: 51° 26′ 55″ N, 7° 2′ 39″ O
Höhe 100 m
Eingemeindung 1. Apr. 1908
Räumliche Zuordnung
Postleitzahl 45136, 45138, 45139
Stadtteilnummer 11
Bezirk Stadtbezirk I Stadtmitte/Frillendorf/Huttrop
Bild
Blick von Westen auf Huttrop

Blick von Westen auf Huttrop

Quelle: Statistik der Stadt Essen

Huttrop ist ein südöstlich der Innenstadt gelegener Stadtteil der Stadt Essen. Er besitzt überwiegend Wohnbebauung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus den drei einzelnen Kleinbauerschaften Brünglinghausen, Hovescheidt und Huttrop, letzterer erstmals 1319 erwähnt, ging im 17. Jahrhundert die Großbauerschaft Huttrop hervor. Es gab zudem weitere Höfe, wobei es vom Volmerhof archäologische Spuren gibt. Durch die Großbauerschaft verlief die Essen-Steeler Landstraße, die als Teil des Hellweges gesehen wird. Sie verlief vom Steeler Tor der Essener Stadtmauer zur damals selbständigen Stadt Steele. In den Jahren 1788 bis 1794 wurde sie ausgebaut und folglich Steeler Chaussee genannt, wobei sie nur in Steele verlegt wurde, und zwar erstmals vor die Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung, zuvor verlief sie dahinter.[1] Grabmäler von Nachfahren der alten Huttroper Geschlechter befinden sich im Park des ehemaligen Alten Friedhofes Huttrop und stehen heute unter Denkmalschutz.


Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Huttrop

Blasonierung: „ In Gold (Gelb) ein blauer Hut mit roter gekreuzter Kordel begleitet von fünf blauen aufrechten Tropfen im Verhältnis 2:2:1.“

Das Wappen wurde von Kurt Schweder entworfen und hatte nie offiziellen Charakter. Ende der 1980er Jahre schuf der Heraldiker für alle Essener Stadtteile Wappen. Sie sind inzwischen von der Essener Bevölkerung gut angenommen worden.

Es handelt sich hier um ein klassisches „redendes Wappen“, es stellt einen Hut begleitet von Tropfen dar. Der Namensteil „trop“ steht für Dorf. Die Silbe Hut hat jedoch durch die Forscher verschiedenste Deutungen erfahren und bleibt weiterhin ein Rätsel (Höhe, Hügel, Hütte usw.). Für die Wappengestaltung ist das allerdings nicht problematisch, denn in der Heraldik ist die wissenschaftliche Bedeutung zweitrangig. Wichtig ist die bildliche Vorstellung, die der Klang der Namens vermittelt.[2]

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Huttrop liegen die beiden Essener Krankenhäuser Huyssens-Stiftung und die älteste Klinik Essens, das Elisabeth-Krankenhaus. Es existierte seit 1844 in den Räumen des ehemaligen Kapuzinerklosters Essen. In den letzten Jahren ist es erweitert und saniert worden.

Des Weiteren liegt hier der Parkfriedhof mit der größten zusammenhängenden Friedhofsfläche in Essen. In der Dinnendahlstraße liegt die Bezirkssportanlage mit der Sporthalle Hubertusburg. Außerdem befindet sich in Huttrop die 1973 errichtete, ehemalige Konzernzentrale von E.ON Ruhrgas. Am 18. Oktober 2010[3] bezog E.ON Ruhrgas einen Neubau in Rüttenscheid. Das alte Gebäude wurde Anfang Oktober 2011 von der Essener Fakt AG erworben[4] und wurde später als sogenannter Ruhrturm mit Hotel, Büros und Konferenzzentrum eröffnet.[5]

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtteil gibt es die katholische Kirche St. Bonifatius sowie die katholische Kirche des Elisabeth-Krankenhauses, deren Geschichte bis ins 18. Jahrhundert reicht. Die evangelische Neue Pauluskirche wurde 2007 entwidmet und wurde 2015 zum Altenwohnheim mit Kindertagesstätte umgebaut.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindergärten:

  • Kita der AWO
  • Kindergarten „Zauberstern“
  • evangelischer Kindergarten
  • katholische Kita „Bonifatius“
  • Kindergarten „Sterntaler“, Verein für Kinder- und Jugendarbeit
  • Kita „Lummerland“
  • Kita „Kinderkiste“

Grundschulen:

  • Schule an der Schwanenbuschstraße
  • Winfriedschule
  • Schule am Lönsberg

Weiterführende Schulen:

  • Ruhr-Kolleg
  • Berufskolleg Ost der Stadt Essen
  • Sonderschule Pestalozzi-Schule
  • Franz Sales Förderschule für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung
  • Berufskolleg Franz Sales Schule, Fachkräfteausbildung für die Behindertenhilfe

Franz Sales Haus:
Im katholischen Franz Sales Haus, benannt nach dem heiligen Franz von Sales, werden Menschen mit geistigen, psychischen und mehrfachen Behinderungen in ihrer Eigenständigkeit gefördert und unterstützt. Am 3. April 1884 wurde die Institution als Verein zur Erziehung und Pflege katholischer idiotischer Kinder beiderlei Geschlechts aus der Rheinprovinz gegründet. Seit 1892 liegt der Stammsitz an der Steeler Chaussee, der heutigen Steeler Straße. In Essen betreuen heute (Stand: 2009) etwa 800 Mitarbeiter an 20 Standorten rund 1500 geistig behinderte Menschen.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da dieser Stadtteil nahe dem Essener Stadtkern liegt, ist das Verkehrsaufkommen sehr hoch. Es besteht ein direkter Anschluss an die A 52 nach Düsseldorf sowie über den benachbarten Stadtteil Südostviertel ein Anschluss an die A 40, den so genannten Ruhrschnellweg.

Der ÖPNV versorgt den Stadtteil Huttrop mit den Straßenbahnlinien 103 und 109. Zusätzlich verkehren die Buslinien 146, 147, 160, 161, NE5 und NE14 der Ruhrbahn. Der Essener Hauptbahnhof liegt unweit von Huttrop.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Essen-Huttrop – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Essener Landmatrikel von 1668“ Teil IV: Die Bauerschaft Huttrop und ihre Haus- und Grundbesitzer von 1668; zuletzt gesichtet am 25. Juli 2011
  2. Vgl. dazu Johann Rainer Busch: Kurt Schweders Wappen der Essener Stadtteile Essen 2009, S. 51
  3. Pressemitteilung E.ON Ruhrgas v. 18. Oktober 2010, zuletzt gesichtet am 18. November 2010
  4. Neues Leben für alte Ruhrgas-Zentrale - DerWesten.de - 11. Oktober 2011; abgerufen am 2. April 2013
  5. Presseartikel des Betreibers vom 5. März 2013 (PDF; 367 kB); abgerufen am 2. April 2013
  6. Franz Sales Haus Homepage. Franz Sales Haus, 2009, abgerufen am 4. April 2009.