Hyakinthos

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Hyakinthos im Louvre
Zephyros und Hyakinthos (Euthymides, ca. 490 v. Chr.)

Hyakinthos (griechisch Ὑάκινθος) ist in der griechischen Mythologie ein Sohn des Amyklas,[1] des Königs der Spartaner, und der Diomede[2] oder des Pieros und der Muse Klio.[3] Manche nennen Oibalos[4] bzw. Oebalus[5] als Vater. Er ist ein Geliebter des Gottes Apollon.

Mythos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die auffallende Schönheit des Hyakinthos erregte die Aufmerksamkeit des Apollon. Ein verhängnisvoller Unfall beim Diskuswerfen – Apoll traf Hyakinthos aus Versehen mit dem Diskus und tötete ihn so – beendete die Liebe frühzeitig. Aus dem Blut, das dabei vergossen wurde, ließ der trauernde Apollon eine Blume entstehen, deren Blütenblätter jeweils den Klageruf („AI AI“) bildeten.[6]

In einer anderen Version dieses Mythos war Zephyros eifersüchtig auf die Liebe des Hyakinthos zu Apollon und lenkte deshalb den Diskus in der Luft ab, so dass dieser Hyakinthos traf und tötete.

„Wüthend verfolgte ich Zephyrn bis an den Berg, und verschoß alle meine Pfeile vergebens nach ihm: dem Knaben aber richtete ich zu Amyklä, an dem Orte wo ihn der unglückliche Diskus niederschlug, einen hohen Grabhügel auf; und aus seinem Blute, Merkur, mußte mir die Erde die schönste und lieblichste aller Blumen hervortreiben, und ich bezeichnete sie mit den Buchstaben der Todtenklage.“[7]

Bei Ovid heißt es:[8]

„... quotiensque repellit
ver hiemem Piscique Aries succedit aquoso,
tu totiens oreris viridique in caespite flores.“

„Sooft der Lenz den Winter verjagt
und auf die regenbringenden Fische im Tierkreis der Widder folgt,
so oft entstehst du aufs neue und blühst auf grünendem Rasen.“

Verehrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hyakinthos wurde besonders in Amyklai bei Sparta verehrt. Hier wurde er als bärtiger Mann dargestellt, an anderen Orten stellte man ihn jedoch meist als Knaben dar.

Vertonungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hyazinthe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Liliengewächs Hyazinthe wird mit diesem Mythos in Zusammenhang gebracht. In der heutigen Lehre ist man aber mehrheitlich der Meinung, dass eher die Schwertlilien oder der Rittersporn in Frage kommen.

Neben Hyakinthos gibt es weitere zu Blumen gewordene Personen: Narkissos, Antheos und Adonis.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hyakinthos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pausanias 3,1,3
  2. Bibliotheke des Apollodor 3,10,2
  3. Bibliotheke des Apollodor 1,3,3
  4. Lukian, Göttergespräche 14
  5. Hyginus, Fabulae 271
  6. Ovid, Metamorphosen 10,162–219
  7. Lukian, Göttergespräche 14, übersetzt von Christoph Martin Wieland
  8. Ovid, Metamorphosen 10,164–166