Hydroxylaminhydrochlorid

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Strukturformel
Strukturformel von Hydroxylaminhydrochlorid
Allgemeines
Name Hydroxylaminhydrochlorid
Andere Namen
  • Hydroxylammoniumchlorid
  • HACl
Summenformel [NH3OH]Cl
CAS-Nummer 5470-11-1
PubChem 443297
Kurzbeschreibung

farblose Kristalle[1]

Eigenschaften
Molare Masse 69,49 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,67 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

159 °C (Zersetzung)[2]

Löslichkeit
  • gut in Wasser (830 g·l−1 bei 20 °C)[2]
  • löslich in Ethanol[1]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP)[3], ggf. erweitert[2]
08 – Gesundheitsgefährdend 07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich 05 – Ätzend

Achtung

H- und P-Sätze H: 302+312​‐​351​‐​315​‐​319​‐​317​‐​373​‐​400​‐​290
P: 273​‐​281​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​308+313 [2]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Hydroxylaminhydrochlorid, auch als Hydroxylammoniumchlorid bezeichnet, ist eine farblose, kristalline anorganische chemische Verbindung. Es ist das Salzsäuresalz des Hydroxylamins und verhält sich in den meisten chemischen Reaktionen wie ungebundenes Hydroxylamin, ist aber thermisch stabiler.

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hydroxylaminhydrochlorid ist zugänglich durch

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland ist Hydroxylaminhydrochlorid entsprechend der Regelungen des Sprengstoffgesetzes als explosionsgefährlicher Stoff der Stoffgruppe C eingestuft.[5]

Chemische Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hydroxylaminhydrochlorid reagiert

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hydroxylaminhydrochlorid ist ein vielseitig einsetzbares Reagenz in der pharmazeutischen und organischen Synthese, zum Beispiel zur Synthese von Oximen und Oximethern aus Carbonylverbindungen oder zur Synthese von Hydroxamsäuren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Eintrag zu Hydroxylammoniumchlorid. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 15. Juli 2014.
  2. a b c d e Eintrag zu Hydroxylammoniumchlorid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 1. Februar 2016 (JavaScript erforderlich).
  3. Eintrag zu Hydroxylammonium chloride im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. Februar 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. G. Brauer (Hrsg.), Handbook of Preparative Inorganic Chemistry 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, S. 487-8.
  5. BAM-Bescheid Nr. 260 (PDF; 353 kB) vom 16. Mai 1988.