Hyperbel (Sprache)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Domenico Fetti: Gleichnis vom Splitter und Balken, 1619
Das „Schneckentempo“ – eine Übertreibung in der Alltagssprache

In der Sprachwissenschaft bezeichnet man als Hyperbel (altgriechisch ὑπερβολή hyperbolé, deutsch ‚Übertreffung, Übertreibung‘, von ὑπερβάλλειν hyperballein ‚über das Ziel hinaus werfen‘) das rhetorische Stilmittel der Übertreibung.[1] Das zugehörige Adjektiv ist hyperbolisch.[2] Der Gegensatz zur Hyperbel ist die Untertreibung.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zitate aus der Literatur

Beispiele aus der Bibel

  • „Warum schaust du also auf den Splitter im Auge deines Bruders, beachtest aber nicht den Balken in deinem eigenen Auge?“ (Mt 7,3 EU).
  • „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“ (Mk 10,25 EU), siehe Gleichnis vom Nadelöhr
  • „Ihr verblendeten Führer, die ihr Mücken aussiebt, aber Kamele verschluckt!“ (Mt 23,24 EU)

Wörter und Redensarten

  • todmüde
  • blitzschnell
  • Schneckentempo
  • unendlich lang
  • wie Sand am Meer
  • ein Meer von Tränen

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hyperbel. Duden online
  2. hyperbolisch. Duden online