Iłowa

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Iłowa
Wappen von Iłowa
Iłowa (Polen)
Iłowa
Iłowa
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Lebus
Powiat: Żagań
Fläche: 9,11 km²
Geographische Lage: 51° 30′ N, 15° 12′ OKoordinaten: 51° 30′ 0″ N, 15° 11′ 58″ O
Höhe: 125 m n.p.m.
Einwohner: 3964
(31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 68-120
Telefonvorwahl: (+48) 68
Kfz-Kennzeichen: FZG
Wirtschaft und Verkehr
Straße: ŻaryLubań
Schienenweg: Żary–Węgliniec
Nächster int. Flughafen: Breslau
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 11 Ortschaften
Fläche: 153,05 km²
Einwohner: 6964
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 46 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0810043
Verwaltung (Stand: 2014)
Bürgermeister: Paweł Lichtański
Adresse: ul. Żeromskiego 27
68-120 Iłowa
Webpräsenz: www.ilowa.pl



Gut Schlesisch Halbau

Iłowa [iˈwɔva] (deutsch Halbau) ist eine Kleinstadt an der Kleinen Tschirne (Czerna Mała) im äußersten Südwesten des zu Polen gehörenden Teils der Oberlausitz. Die Stadt gehört zur Wojewodschaft Lebus, Kreis Żagan.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1356 erhielten die Brüder von Kottwitz das halbe Dorf an der Czirne von Kaiser Karl IV. als Lehen; sie besaßen Halbau bis 1567. 1440 zerstörte die Stadt Görlitz ein Schloss derer von Kottwitz, weil es sich als Raubnest erwiesen hatte. Der überwiegende Teil des Ortes lag in der Oberlausitz und ging somit 1635 von Böhmen an das Kurfürstentum Sachsen über.

Der 1459 erwähnte Eisenhammer zur Halbe lag an der Kleinen Tschirne und gehörte zum Herzogtum Sagan. 1668 wurde eine evangelische Grenzkirche gebaut. Am 17. Mai 1679 erhielt der Oberlausitzer Teil durch Kurfürst Johann Georg II. Stadtrecht. 1804 wurde die Kirche in Kunau (Konin Żagański) eingeweiht und zum selbständigen Kirchspiel.

1815 fiel Halbau an Preußen und wurde dem Kreis Sagan (Żagań), ab 1932 dem Landkreis Sprottau (Szprotawa) in der Provinz Niederschlesien zugeordnet.

Zum Schloss gehörte die ausgedehnte Grundherrschaft Halbau, die viele Dörfer umfasste.

1830 büßte Halbau das Stadtrecht ein und war fortan ein Marktflecken.

In Halbau waren Glasfabriken und Textilwerke ansässig. Durch die Raseneisenerzvorkommen befanden sich in der Umgebung auch viele kleinere Eisenhütten und Hämmer, sowie auch die Zeipauer Dachsteinwerke.

1825 lebten hier 1000 Einwohner, die sich auf das Rittergut Halbau, Oberlausitzisch Halbau und Schlesisch-Halbau verteilten. 1905 waren es 1500 und im Jahr 1939 3480 Einwohner. Am 1. März 1936 wurde der Ort Zehrbeutel (Dolany), in dem 1925 125 Menschen lebten, nach Halbau eingemeindet. Im Zweiten Weltkrieg wurde in Halbau ein Außenlager des KZ Groß-Rosen errichtet.[2][3]

1957 wurde Iłowa zur städtischen Siedlung (osiedle) erhoben und 1962 erhielt der Ort wieder Stadtrecht.

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde (gmina miejsko-wiejska) Iłowa umfasst ein Territorium von 153,05 km² und hat etwa 7.100 Einwohner. Zu ihr gehören folgende Orte (deutsche Namen bis 1945):

Weitere Orte ohne Schulzenamt sind Chwalimierz (Qualmer) und Nowoszów (Neuhaus an der Tschirne).

Partnerorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Iłowa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.
  2. Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Verlag C. H. Beck, München (9 Bände; 2005–2009).
  3. Isabell Sprenger: Groß-Rosen. Ein Konzentrationslager in Schlesien. Böhlau Verlag, 1997, ISBN 3-412-11396-4.