IAM (Band)

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IAM

IAM auf dem Fête de l’Humanité 2014
Allgemeine Informationen
Herkunft Marseille, Frankreich
Genre(s) Französischer Hip-Hop, Conscious Rap
Gründung 1989
Website www.iam.tm.fr
Aktuelle Besetzung
MC
Philippe „Akhenaton“ Fragione
Eric „Khéops“ Mazel
MC
Geoffroy „Shurik’N“ Mussard
DJ
Pascal „Imhotep“ Perez
François „Kephren“ Mendy
Ehemalige Mitglieder
MC
Malek „Freeman“ Brahimi (1989–2008)
IAM

IAM sind eine französische Hip-Hop-Gruppe aus Marseille. Sie waren zusammen mit MC Solaar die ersten kommerziell erfolgreichen französischen Rapper, blieben aber weiter in der Szene verwurzelt. Der Bandname steht sowohl für den englischen Ausdruck Ich bin als auch für Imperial Asiatic Men („Kaiserlich asiatische Männer“), Indépendantistes Autonomes Marseillais („Selbständige Unabhängigkeitsbefürworter aus Marseille“) oder Invasion Arrivant de Mars („Einmarsch vom Mars“; Mars ist in ihren Lyrics dabei oft eine Metapher für Marseille).

Die Geschichte der Gruppe beginnt, als 1984 Eric Mazel (Kheops) und Philippe Fragione (Akhenaton) als Lively Crew zusammen breakdancen. Bis 1988/89 kamen aus ihrem weiteren Bekanntenkreis neue Mitglieder hinzu, bis IAM in ihrer heutigen Formation bestanden: Akhenaton (Producer, MC), Imhotep (Producer, DJ), Kheops (Producer, DJ), Shurik’N (MC) und Kephren (Tour Manager).

Ihr erstes Tape erschien 1989, ihre erste Platte, gleich auf einem Major-Label, De La Planète Mars verkaufte sich in über 100.000 Exemplaren. Die Gruppenmitglieder, die algerischer, italienischer und schwarzafrikanischer Abstammung sind, spielten einen Stil, der stark von Musik aus dem Nahen Osten und Ägypten beeinflusst war. Mit ihrem 1997er-Album L'École Du Micro D'Argent schließlich setzten sie nicht nur musikalisch einen bis heute gültigen Maßstab für französischen Hip-Hop, sondern verkauften auch über eine Million Exemplare.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Imhotep (auch Kif-Kif, Tonton), bürgerlich: Pascal Perez (geboren 1960 in Algier) ist der musikalische Architekt der Gruppe und schafft die Mehrzahl der Beats.
  • Shurik'N (auch Shurik'N Chang Ti, Jo l'Indien, le Serval), bürgerlich: Geoffroy Mussard, madagassischen Ursprungs, wurde 1966 in Marseille geboren. Neben Akhenaton ist er der zweitwichtigste Liederschreiber und Rapper der Gruppe. Als eifriger Kampfsporttreiber ist er den Einflüssen des Fernen Ostens sehr zugetan. Sein Name Shurik'N bedeutet auf Japanisch Wurfstern. Shurik'N betätigt sich auch als Solo-Künstler unter selbigem Namen.
  • Akhenaton (auch Chill, Sentenza), bürgerlich: Philippe Fragione, wurde 1968 in Marseille geboren. Er ist der federführende Kopf der Gruppe, der die meisten Texte vorträgt. Seit 1995 ist er äußerst erfolgreich in mehreren Soloprojekten tätig gewesen und unterstützt regionalen Nachwuchs wie zum Beispiel Fonky Family. Im Film Comme Un Aimant hat er sich auch als Schauspieler betätigt, schrieb zusammen mit Bruno Coulais die Musik und versuchte sich gleichzeitig auch als Drehbuchautor. Akhenaton konvertierte vor einigen Jahren zum Islam.
  • Freeman (auch Tuco, Malek Sultan), bürgerlich: Abdelmalek Brahimi, mit Wurzeln in Algerien wurde 1972 in Marseille geboren. In den Anfangsjahren von IAM als Tänzer tätig, begann er spätestens beim vierten Album Revoir Un Printemps selbst Texte zu rappen. Freeman startete 1999 seine Solo-Karriere und veröffentlichte bisher drei Alben, L'Palais de justice, Mars eyes und L'espoir d'un (C)rêve". 2008 verlässt Freeman die Gruppe IAM.
  • Kheops (auch Blondin), bürgerlich: Eric Mazel, mit spanischen Wurzeln, wurde 1966 in Marseille geboren. Er ist der DJ der Gruppe.
  • Kephren, bürgerlich: François Mendy, senegalesischen Ursprungs, wurde 1968 in Paris geboren. In den frühen Jahren der Gruppe war er der Tänzer, später übernahm er das Management des Labels Côté Obscur, wo IAM einige CDs aufnahm, und ist heute als Tourmanager für IAM aktiv.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1][2]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 FR  BEW  CH
1991 … de la planète Mars FR
Gold
Gold
FR
1995 Ombre est lumière FR195
Platin
Platin

(1 Wo.)FR
Charteinstieg erst 2014
1997 L’école du micro d’argent FR3
Diamant
Diamant

(209 Wo.)FR
BEW5
Gold
Gold

(162 Wo.)BEW
CH
Platin
Platin
CH
zehn zusätzliche Lieder auf der limitierten CD
2003 Revoir un printemps FR1
Doppelgold
×2
Doppelgold

(35 Wo.)FR
BEW1
(17 Wo.)BEW
CH2
Gold
Gold

(9 Wo.)CH
drei zusätzliche Lieder und zwei Instrumentals auf der limitierten CD
2005 Live au Dôme de Marseille FR97
(6 Wo.)FR
BEW63
(3 Wo.)BEW
Livealbum
2007 Saison 5 FR2
Gold
Gold

(29 Wo.)FR
BEW4
(20 Wo.)BEW
CH15
Gold
Gold

(10 Wo.)CH
2008 IAM 20 BEW96
(1 Wo.)BEW
2009 Galaxie BEW84
(3 Wo.)BEW
2013 Arts Martiens FR1
Gold
Gold

(29 Wo.)FR
BEW4
(36 Wo.)BEW
CH4
(14 Wo.)CH
IAM FR10
(15 Wo.)FR
BEW25
(21 Wo.)BEW
CH25
(4 Wo.)CH
2017 Rêvolution FR3
Gold
Gold

(29 Wo.)FR
BEW3
(28 Wo.)BEW
CH5
(8 Wo.)CH
2019 Yasuke FR8
(16 Wo.)FR
BEW19
(12 Wo.)BEW
CH12
(4 Wo.)CH

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Weitere Alben

  • 1990: Concept (Kassette)
  • 1993: Ombre est lumière (Doppelalbum)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1][2]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 FR  BEW  CH
2004 Anthologie (1991-2004) FR
Gold
Gold
FR
BEW31
(14 Wo.)BEW
CH43
(8 Wo.)CH
2013 Best of 2013 - 16 classiques FR73
(2 Wo.)FR
BEW51
(11 Wo.)BEW
L’école du micro d’argent 2013 FR45
(51 Wo.)FR
2021 Odyssée FR184
(1 Wo.)FR
Rimes essentielles FR74
(3 Wo.)FR
BEW121
(1 Wo.)BEW
Zusammenstellung der vier EPs Première vague bis Quatrième vague, die zuvor von Juni bis November erschienen waren

Weitere Alben

  • 2006: IAM Platinum

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1][2]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 FR  BEW  CH
2021 Première vague (fourreau IAM 2021) FR157
(1 Wo.)FR
BEW89
(1 Wo.)BEW
Troisième vague FR163
(1 Wo.)FR
Quatrième vague FR185
(1 Wo.)FR

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1][2]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 FR  BEW  CH
1994 Je danse le mia
Ombre est lumière
FR1
Gold
Gold

(40 Wo.)FR
Le feu
Ombre est lumière
FR17
(10 Wo.)FR
1995 Une femme seule / Sachet blanc
Ombre est lumière
FR30
(7 Wo.)FR
1997 L’empire du côté obscur
L’école du micro d’argent
FR14
Gold
Gold

(17 Wo.)FR
BEW31
(5 Wo.)BEW
Nés sous la même étoile
L’école du micro d’argent
FR41
(4 Wo.)FR
BEW38
(1 Wo.)BEW
1998 Petit frère
L’école du micro d’argent
FR50
(11 Wo.)FR
L’école du micro d’argent
L’école du micro d’argent
FR84
(7 Wo.)FR
Independenza
FR19
(25 Wo.)FR
BEW18
(8 Wo.)BEW
2003 Noble Art
Revoir un printemps
FR34
(17 Wo.)FR
CH81
(4 Wo.)CH
feat. Method Man & Redman
2004 Revoir un printemps
Revoir un printemps
FR58
(6 Wo.)FR
Nous
Revoir un printemps
CH94
(1 Wo.)CH
feat. Kayna Samet
Stratégie d’un pion
Revoir un printemps
FR69
(7 Wo.)FR
2005 Où va la vie?
FR24
(17 Wo.)FR
CH68
(4 Wo.)CH
feat. Moïse
2013 Les raisons de la colère
Arts Martiens
FR77
(4 Wo.)FR
Spartiate Spirit
Arts Martiens
FR184
(1 Wo.)FR
CQFD
IAM
FR107
(2 Wo.)FR
2017 IAM 2017
FR87
(1 Wo.)FR
Monnaie de singe
Rêvolution
FR47
(2 Wo.)FR
2019 Self Made Men
Yasuke
FR199
(1 Wo.)FR

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Videoalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002: Live Au Dock Des Suds – Marseille (Live Konzertaufnahmen von Akhenaton, Chiens De Paille, Psy 4 De La Rime und weitere)
  • 2004: Stratégie Tour – Live Au Dôme Marseille (FR: Doppelplatin×2Doppelplatin )
  • 2004: Au Cœur D'IAM – Genèse d'un Album (Entwicklungsbeschreibung des neuen Albums „Revoir Un Printemps“) (FR: GoldGold)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Daniel Tödt: Vom Planeten Mars. Rap in Marseille und das Imaginäre der Stadt. Lit Verlag, Wien 2012. ISBN 978-3-643-50360-2.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Chartquellen: FR BEW CH
  2. a b c d Auszeichnungen für Musikverkäufe: CH BEW FR1 FR2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]