ICE-Stadt Limburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
ICE-Stadt Limburg (Blick von Dietkirchen aus Richtung Nordwesten)

Die ICE-Stadt Limburg, auch als ICE-Gebiet oder früher ICE-Railport bezeichnet, ist ein Gewerbegebiet der Stadt Limburg an der Lahn.[1]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ICE-Stadt Limburg liegt zwischen der Limburger Kernstadt und dem Stadtteil Lindenholzhausen auf dem Eschhöfer Feld[2] und damit auf Gemarkung des Limburger Stadtteils Eschhofen an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstanden ist die ICE-Stadt Limburg mit dem Bau des Bahnhof Limburg Süd im Jahr 2002. Ziel der Stadt Limburg war es, mit dem Bahnhof verstärkt neue Unternehmen in unmittelbarer Umgebung anzusiedeln und so einen eigenen Stadtteil mit überregionaler Bekanntheit entstehen zu lassen.[3] Im Vorfeld der Bauarbeiten wurden auf dem heutigen Gebiet der ICE-Stadt archäologische Grabungen durchgeführt, bei denen bedeutende Siedlungsspuren aus der Eis- und Jungsteinzeit gefunden wurden.[4] Die neu angelegten Straßen wurden nach europäischen Hauptstädten benannt.

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ICE-Stadt ist vollständig erschlossen. Um eine Ansiedlung für Unternehmen der New Economy interessant zu machen, erhielt die ICE-Stadt lange vor den übrigen Stadtteilen einen Breitband-Internetzugang über Glasfaser. Neben einer frühen Ansiedlung von Fast-Food-Restaurants, einer Tankstelle und eines Hotels und des Amts für Bodenmanagement haben sich bis heute jedoch nur einige Unternehmen ohne überregionale Bedeutung in der ICE-Stadt niedergelassen (Stand: Februar 2014). 2013 eröffnete die Krankenhausgesellschaft St. Vincenz dort ihr neues Logistik- und Dienstleistungszentrum.[5] Das am Bahnhof angrenzende Parkhaus der Stadt Limburg wurde 2011 offiziell in Betrieb genommen.[6] 2017 wurden eine Wasserstoff-Tankstelle sowie eine Schnellladestation für Elektrofahrzeuge des niederländischen Anbieters Fastned eröffnet.[7][8][9] In Planung befinden sich derzeit eine Großbäckerei sowie ein Baumarkt.[10][11]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der ICE-Stadt führt die B 8 mit direkter Anbindung an die Anschlussstelle Limburg Süd der A 3 vorbei.

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der namensgebende Bahnhof Limburg Süd an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main befindet sich im Siedlungsgebiet ICE-Stadt Limburg.

ÖPNV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Linie 580 (Bahnhof Limburg-Süd – Bahnhof Limburg (Lahn)-Südseite – DiezKatzenelnbogenSt. Goarshausen-Rheinfähre) der Martin Becker GmbH.
  • LM-5 (Bahnhof Limburg-Süd – Frankfurter Str./Pallottinerkloster – Am Meilenstein) der Stadtlinie Limburg.
  • LM-59 (Limburg – Bahnhof Limburg-Süd – Eschhofen – Runkel – Seelbach) der Stadtlinie Limburg.
  • 282 (Limburg(ZOB)–Bahnhof Limburg-Süd–Weilburg).
  • 283 (Limburg(ZOB)–Bahnhof Limburg-Süd–Bad Camberg).

Im Siedlungsgebiet ICE-Stadt Limburg befinden sich zwei Bushaltestellen für den Stadtbus- und Regionalbusverkehr, die Haltestelle Bahnhof Limburg Süd sowie die Haltestelle Limburg-Brüsseler Straße/Kopenhagener Straße.

Fernbusverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Fernbushaltestelle des Bahnhofs Limburg-Süd verkehren Busse von FlixBus und Onebus in Richtung Köln, Frankfurt am Main, Mainz und Wiesbaden.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Jahre diente das ICE-Gebiet jährlich als Treffpunkt für das Tuning-Treffen Carfreitag. Ab 2013 wurde diese Veranstaltung dort von der Stadt Limburg offiziell geduldet,[12][13] 2015 jedoch im Vorfeld von Stadt und Polizei in Kooperation mit dem Organisator abgesagt.[14] Seit 2016 findet das Treffen unter strengen Auflagen wieder statt.[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neue Beschilderung für Gewerbegebiete: Railport wird zur ICE-Stadt auf limburg.de, abgerufen am 15. Februar 2014
  2. DBProjekt GmbH Köln–Rhein/Main, Projektleitung (Hrsg.): Neubaustrecke Köln–Rhein/Main: Bauabschnitt Mitte Los B: Selters–Brechen, Broschüre (20 Seiten), Frankfurt am Main, Januar 1999, S. 4.
  3. Limburg Railport auf limburg.de, abgerufen am 15. Februar 2014
  4. Zeitspuren und Archäologische Denkmäler unter dem Dienstleistungszentrum am Limburger ICE-Bahnhof (Memento vom 7. März 2014 im Internet Archive) auf mobileslandschaftsmuseum.de, abgerufen am 25. Februar 2015
  5. Entlastung für Schafsberg. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Nassauische Neue Presse. 8. Dezember 2013, archiviert vom Original am 14. Dezember 2013; abgerufen am 26. Dezember 2013.
  6. Wie Pendler parken sollen auf nnp.de, abgerufen am 15. Februar 2014
  7. Fastned. In: Fastned. (fastned.de [abgerufen am 12. März 2018]).
  8. Stadt Limburg an der Lahn: E-Mobilität im ICE-Gebiet / Stadt Limburg an der Lahn. Abgerufen am 12. März 2018 (deutsch).
  9. Stadt Limburg an der Lahn: E-Mobilität im ICE-Gebiet / Stadt Limburg an der Lahn. Abgerufen am 12. März 2018 (deutsch).
  10. Nassauische Neue Presse: Vom Elbboden ins Limburger ICE-Gebiet: Bäckerei. (nnp.de [abgerufen am 12. März 2018]).
  11. Nassauische Neue Presse: OBI im ICE-Gebiet: An der Ampel geht’s zum Baumarkt | Nassauische Neue Presse. (nnp.de [abgerufen am 12. März 2018]).
  12. Dreckiger „Carfreitag“ (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive) auf nnp.de, abgerufen am 15. Februar 2014
  13. Carfreitag im ICE-Gebiet (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive) auf nnp.de, 28. März 2013, abgerufen am 15. Februar 2014
  14. Hit Radio FFH, 24. März 2015: „Carfreitag“ in Limburg von Stadt und Polizei abgesagt (Memento vom 28. März 2015 im Internet Archive)
  15. Stadt Limburg an der Lahn: »Carfreitag« am Karsamstag feiern / Stadt Limburg an der Lahn. Abgerufen am 12. März 2018 (deutsch).

Koordinaten: 50° 22′ 55,8″ N, 8° 5′ 32″ O