IESE Business School

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IESE Business School
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Gründung 1958
Trägerschaft Universität Navarra
Ort Barcelona, Madrid, New York, Sao Paolo, München
Land Spanien
Dekan Franz Heukamp
Studierende 1641 (2012)
Mitarbeiter 575
davon Professoren 163
Website www.iese.edu

Die IESE Business School (spanisch Instituto de Estudios Superiores de la Empresa, IESE) ist die Managementschule der vom Opus Dei geführten Universität Navarra. Die IESE unterhält Campusse in Barcelona, Madrid, New York, Sao Paolo sowie seit 2015 in München. Hier bietet sie neben dem "Advanced Management Program" (AMP) auch das "Program for Management Development" (PMD) an. Beide Programme betreffen den Bereich der Executive Education. Zudem befinden sich auf dem deutschen Campus zwei Forschungszentren auf dem Gebiet "Restrukturierung & Innovation" und "Familienunternehmen" in Planung. Die IESE Business School wird im internationalen Ranking der Financial Times 2015 bei Executive Education auf Platz 1 geführt.[1]

Hochschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

IESE ist die Abkürzung des 1958 von Josemaría Escrivá[2] in Spanien gegründeten Instituto de Estudios Superiores de la Empresa („Hochschule für Unternehmensführung“). Sie brachte als erste Business School Executive Education, also eine akademisch fundierte Zusatzausbildung für Führungskräfte, nach Europa.

Das internationale, bilinguale MBA-Programm (zweijährig) besteht seit 1964 und bildet ca. 250 Studenten pro Jahrgang aus. MBA-Austauschprogramme bestehen mit den Business Schools Wharton, Columbia Business School, Kellogg, Sloan, London Business School, China Europe International Business School (CEIBS), HEC und anderen. Eine enge institutionelle Zusammenarbeit besteht seit 1964 mit der Harvard Business School.

Die IESE Business School bietet weltweit Programme an (Haupt-Campus in Barcelona und weitere in Madrid und New York City, Programme in München, Warschau, Miami, São Paulo, Kairo, Lagos, Nairobi, Shanghai, Mumbai u. a.).

Die Schule wurde von der katholischen Organisation Opus Dei gegründet, deren Einfluss auf die Lehre Gegenstand von Kontroversen ist. Kritiker wie der Soziologe Alberto Moncada werfen der katholischen Laienorganisation vor, über die Hochschule fundamentalistische Positionen in Spitzenpositionen der Wirtschaft zu verankern und gut verdienende Mitglieder für die Organisation zu rekrutieren.[3]

Allerdings steht demgegenüber, dass an Einrichtung Professoren und Programmteilnehmer aus allen Kulturkreisen und Konfessionen vertreten sind. Im 2014er Ranking der Financial Times belegte IESE weltweit den 3. Platz bei den Executive Education Programmen, betrachtet wurden insgesamt 50 der besten Managementschulen auf der ganzen Welt. Auf dem ersten Platz landete sie sogar für die Diversität ihrer Fakultät und erhielt darüber hinaus besonders gute Bewertungen für den langfristigen Nutzen ihrer auf Unternehmensbedürfnisse zugeschnittenen „Custom Programs“, die Internationalität ihrer offenen Programme wie AMP (Advanced Management Program) und PMD (Management Development Program) und die Qualität ihrer Kooperationen mit Partnerinstitutionen.[4] Im den Financial Times Rankings von 2016 und 2017 belegte das Programm der IESE den 1. Platz.[5]

Studienangebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schule bietet offene Programme, Doktoranden-Programme und Firmenprogramme an. Zu den Kunden gehören u. a. BMW, Bertelsmann, die BT Group, Boeing, Dow Chemical, Fortis, Henkel, Oracle und Volkswagen. Die IESE hat derzeit mehr als 100 fest angestellte Professoren. Der Unterricht erfolgt in Englisch und/oder Spanisch. Im Januar 2016 wird erstmals der World Executive MBA in Kooperation mit der CEIBS stattfinden.[6]

Seit 2005 wird in München ein „Advanced Management Program“ (AMP) für die oberste Führungsebene und seit 2013 auch ein „Program for Management Development“ (PMD) für die zweite Führungsebene angeboten.

Die Studiengebühren belaufen sich für das zweijährige Masterstudium auf ca. 70.000 €. Das Durchschnittseinkommen der Absolventen betrug nach Angaben der Financial Times 2013 147.000 US-Dollar. Nach Evaluationen der Zeitschriften The Economist und Financial Times gilt die IESE als eine der führenden Hochschulen für die postgraduale Wirtschaftsausbildung.[7]

Alumni[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: IESE Business School – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Financial Times - http://www.ft.com/intl/cms/s/2/f3d38f18-f019-11e4-ab73-00144feab7de.html#axzz3bRAW6XSC
  2. IESE, UNIVERSITY OF NAVARRA AND OPUS DEI. In: iese.edu. Abgerufen am 23. Dezember 2017 (englisch).
  3. Karin Finkenzeller: Die Besten für den lieben Gott. Welt Online, 23. Oktober 2005 (Abgerufen am 6. Juli 2012). Vgl. auch das Interview mit Alberto Moncada, Todo el dinero del Opus Dei es dinero negro, http://www.rebelion.org/noticia.php?id=76831 2. Dezember 2008
  4. Financial Times: Executive Education - Customised - 2014
  5. Financial Times: Executive Education - Customised - 2017
  6. CEIBS und IESE mit neuem World Executive MBA - http://www.mba-journal.de/ceibs-und-iese-mit-neuem-world-executive-mba/
  7. Ranking der Financial Times 2013, Zugriff 22. Mai 2013
  8. Vgl. auch die von ihr und anderen erstellte Fallstudie Schlecker Contemplates Online Drugstore von 2001, in IESE insight