III Corps (Vereinigte Staaten)

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Schulterabzeichen des III. US-Korps

Das III Corps (U.S.) (deutsch III. US-Korps) ist ein Großverband der US Army. Der Verband hatte seit dem Zweiten Weltkrieg mehrere Spitznamen nebeneinander stehen: the Phantom Corps (dt. „Geister Korps“), America's Hammer (dt. „Amerikas Hammer“) und the Counterattack Corps (dt. „Gegenangriffskorps“).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das III Corps wurde als Teil der American Expeditionary Forces am 16. Mai 1918 an der Westfront in Nordfrankreich aufgestellt. Das Korpskommando wurde zunächst der französischen 8. Armee unterstellt, in deren Frontabschnitt die Ausbildung der unterstellten Divisionen erfolgte. Im Juli 1918 wurde das III Corps unter General Robert Lee Bullard während der Dritten Schlacht an der Aisne der französischen 10. Armee (General Charles Mangin) für die im Raum Villers-Cotterêts vorbereitete Gegenoffensive zugeteilt. Im Abschnitt des übergeordneten französischen XX. Korps (General Berdoulat) führte das Corps mit der 1. und 2. Division den Hauptangriff in Richtung auf Soissons. Die dabei angegriffene Front der deutschen 241. Division wurde im Süden aufgerollt. Am 2. August wurde Soissons durch die 1. Division (Generalmajor Charles P. Summerall) befreit und die Deutschen auf ihre alten Positionen entlang der Aisne und Vesle zurückgedrängt. Das Corps schloss an den Vesle-Abschnitt auf und übernahm dort das Kommando über die 3. und 28. Division.

Bei der Maas-Argonnen-Offensive ab 26. September 1918 bildete das III Corps den rechten Flügel der 1. US-Armee und wurde zwischen Bethincourt und Forges (nordwestlich von Verdun) gegen den Maas-Abschnitt angesetzt. Unterstellt waren dabei von links nach rechts, die 4. Division (Generalmajor John L. Hines), die 80. Division (Generalmajor Adelbert Cronkhite) und 33. Division (Generalmajor George Bell). Als Reserve fungierte die 3. Division (Generalmajor Beaumont Buck). Bis Mitte Oktober drängen die Truppen des Korps gegen die Höhen von Barricourt und den Maas-Abschnitt bei Sivry vor. Das III Corps blieb nach dem Waffenstillstand noch für mehrere Monate in Europa, bevor es in die Vereinigten Staaten zurückgekehrt in Camp Sherman, Ohio demobilisiert wurde.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

General James A. Van Fleet

Das III. Corps wurde am 18. Dezember 1927 wieder aktiviert und blieb in erster Linie als Ausbildungskommando tätig. Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde das Corps speziell mit der Ausbildung neu gebildeter Divisionen verwendet, das Hauptquartier lag in Camp Hood, Texas. Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor (Dezember 1941) verblieb das III Corps zum Schutz der amerikanischen Westküste gegenüber einer drohenden japanischen Landung zurück. Das Hauptquartier lag dabei in Monterey. Im Frühjahr 1942 verlegte das Korpskommando zum Training neuer Truppenteile kurzfristig nach Fort McPherson in Georgia. Am 19. August 1942 kehrte das Commando kehrte nach Monterey zurück um 33 Großverbände für den Krieg zu trainieren. Im Oktober 1943 übernahm Generalmajor John Milikin die Führung des III. Corps. Schließlich verlegte das Kommando am 23. August 1944 nach Camp Myles Standish in Massachusetts um sich auf die Einschiffung auf den europäischen Kriegsschauplatz vorzubereiten.

Am 5. September 1944 erfolgte die Landung in Cherbourg, das III. Corps wurde der 9. Armee der 12 Heeresgruppe in Nordfrankreich zugeteilt. Nach anfänglichen Versorgungsaufgaben wurde das III Corps am 10. Oktober der 3. US-Armee zugewiesen und nach Étain bei Verdun verlegt. Bei ersten Kämpfen im Raum Metz konnten Einheiten des Corps am 13. Dezember das Fort Jeanne d'Arc einnehmen. Am 16. Dezember wurde bei der deutschen Ardennenoffensive die Front des etwa 20 Kilometer nördlicher stehenden VIII Corps aufgerissen. Bei der am 22. Dezember eingeleiteten Gegenoffensive der 3. US-Armee unterstanden dem III. Corps (Milikin) die 26., 35. und 80. Infanterie-Division. Der Stoß der 4. Panzerdivision zielte auf Bastogne, wo die eingekesselte 101. Luftlande-Division entsetzt wurde.

Im Frühjahr 1945 in der Mitte der 1. US-Armee eingesetzt, konnte das Corps am 25. Februar einen östlichen Brückenkopf an der Rur errichten. In weiterer Folge stieß der nördliche Flügel des Corps in Richtung auf Bonn vor, während gleichzeitig am 7. März den südlichen Flügel die Einnahme der Ludendorff-Brücke über den Rhein bei Remagen glückte. Am 17. März 1945 übernahm Generalmajor James Van Fleet die Führung des Corps. Anfang April beteiligte sich das Corps am Sieg-Abschnitt am Angriff gegen die Südfront des Ruhrkessels. Ende April neu organisiert und der 3. US-Armee überwiesen erfolgte der Vormarsch durch Bayern nach Österreich. Am 2. Mai 1945 erreichte das III Corps den Inn.

Irakkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Korps war vom 14. Dezember 2006 bis zum 14. Februar 2008 als Multi-National Corps Iraq in Bagdad stationiert und war damit direkt der Multi-National Force Iraq unterstellt. Diese Aufgabe wurde anschließend dem XVIII. US-Luftlandekorps übertragen.[1]

Neueste Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Organigramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hauptquartier befindet sich in der Gegenwart in Fort Hood im US-Bundesstaat Texas.

Organigramm des III. US-Korps nach Abschluss der Heeresreform

Unterstellte Verbände und Einheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einheiten die ebenfalls in Fort Hood stationiert sind:

  • 504th Military Intelligence Brigade
    • Headquarters and Headquarters Company
    • 163rd Military Intelligence Battalion
    • 303rd Military Intelligence Battalion
  • 89th Military Police Brigade
  • 13th Sustainment Command

Kommandierende Generale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Generalleutnant Robert L. Bullard (Juli 1918 - Oktober 1918)
  • Generalmajor William M. Wright (Oktober 1918)
  • Generalmajor John L. Hines (Oktober 1918 - 1919)
  • Generalmajor John Milikin (Oktober 1943 - 17. März 1943)
  • Generalmajor James Van Fleet (17. März 1945 - )
  • Generalleutnant Sean B. MacFarland (2014 - )

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Allen, Robert S. Lucky Forward: The History of Patton's Third U.S. Army. New York: Vanguard Press, 1947.
  • American Battle Monuments Commission. American Armies and Battlefields in Europe. Washington: Government Printing Office, 1938. Reprint. Washington: Government Printing Office, 1992.
  • Cole, Hugh M. The Ardennes: Battle of the Bulge. United States Army in World War II. Washington: Government Printing Office, 1965.
  • The Lorraine Campaign. United States Army in World War II. Washington: Government Printing Office, 1950.
  • First United States Army Report of Operations, 23 February-8 May 1945. Washington: Government Printing Office, 1946.
  • Forty, George. Patton's Third Army at War. New York: Charles Scribner's Sons, 1978.
  • Historical Section, Army War College. Order of Battle of the United States Land Forces in the World War; American Expeditionary Forces; General Headquarters, Armies, Army Corps, Services of Supply, and Separate Forces. Washington: Government Printing Office, 1937. Reprint. Washington: Government Printing Office, 1988.
  • Le Mon, Warren J. „Tank Maneuver Country.“ Army Information Digest 21 (January 1966):45-5 1.
  • MacDonald, Charles B. The Last Offensive. United States Army in World War II. Washington: Government Printing Office, 1973.
  • McNamara, James C., et al. The Phantom Corps. Shreveport: General Printing Co., 1945.
  • Montgomery, John H., Jr. „The Remagen Bridgehead.“ Military Review 29 (July 1949):3-7.
  • „A Salute to the Army Corps.“ Army Information Digest 17 (September 1962):26-31.
  • Van Fleet, James A. „III Corps Operations.“ Army and Navy Journal 83 (7 December 1945):53ff.
  • Wallace, Brenton G. Patton and His Third Army. Harrisburg: Military Service Publishing Company, 1946.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. III Corps transfers authority to XVIII Airborne (MNF-Iraq.com vom 11. Februar 2008; englisch)