IMC Fachhochschule Krems

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Koordinaten: 48° 24′ 31″ N, 15° 35′ 18″ O

IMC Fachhochschule Krems
Logo
Motto Studying the international way – Die internationale Dimension des Studierens
Gründung 1994
Trägerschaft öffentlich
Ort Krems an der Donau, Österreich
Leitung Geschäftsführer: Ulrike Prommer und Karl Ennsfellner

Rektorin: Eva Werner

Studenten 2.500
Mitarbeiter über 500
Website www.fh-krems.ac.at

Die IMC Fachhochschule Krems ist eine niederösterreichische Fachhochschule mit 27 Studiengängen, 2600 Studierenden, 566 Lehrenden und 118 Partnerhochschulen in 36 Ländern (Stand: 2016). An zwei Kremser Standorten bietet sie Bachelor- und Master-Studiengänge in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Gesundheitswissenschaften und Life Sciences an. Die Studien können in Vollzeit und teilweise auch berufsbegleitend absolviert werden. Zusätzlich werden Weiterbildungslehrgänge in den Bereichen Sprachen und Krankenhaushygiene angeboten.

Die Abkürzung IMC steht für „Internationales Management Center“ und bezeichnet die Trägergesellschaft, die von 1994 bis 2002 Eigentümer der Fachhochschule war.

Im April 2002 wurde der Ausbildungseinrichtung durch das österreichische Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur der Titel „Fachhochschule“ verliehen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

IMC FH Krems Gebäude Trakt G

1994 nahm die IMC FH Krems mit dem englischsprachigen Diplom-Studiengang „Tourismusmanagement und Freizeitwirtschaft“ ihren Betrieb auf.

1999 wurde mit dem Diplomstudiengang „Exportorientiertes Management EU-ASEAN-NAFTA“ eine weitere Ausbildungsmöglichkeit angeboten. 2001 folgte die Eröffnung der Studiengänge „Gesundheitsmanagement“ und „Unternehmensführung & E-Business Management“ für KMU. Der zweitere wurde 2002 erstmals berufsbegleitend angeboten. Im selben Jahr nahm auch der nächste Studiengang – „Medical and Pharmaceutical Biotechnology“ – seinen Betrieb auf. Dafür wurde im März 2003 das Biotechnologiezentrum eröffnet. Im September 2003 startete mit 30 Studierenden der zweite berufsbegleitende Diplomstudiengang „Gesundheitsmanagement“.

2005 entstand der zweite Standort in Krems – die FH-Trakte D und G am neuen Campus. Seit 2006 werden die Studiengänge „Physiotherapie“ und „Hebammen“ angeboten. 2008 startete der Bachelor-Studiengang „Advanced Nursing Practice“, seit 2009 kann „Musiktherapie“ studiert werden. Im Mai 2011 erfolgte die Grundsteinlegung des neuen Gebäudes „Trakt G1“ am Campus Krems.

Seit September 2011 können fünf neue Master Studiengänge absolviert werden: „Marketing & Sales“, „Management von Gesundheitsunternehmen“, „Unternehmensführung für KMU“, „Management“ und „Regulatory Affairs“. Auch der  Bachelor Studiengang „Ergotherapie“ startete. Ein Jahr später nahmen die Bachelor Studiengänge „Gesundheits- und Krankenpflege[1]“ und die Master Studiengänge „Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement“[2] und „Musiktherapie“ ihren Betrieb auf. Seit September 2014 wird auch „Business Administration“ als Bachelor-Studium angeboten, seit September 2015 der Bachelor-Studiengang „International Wine Business“[3].

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Februar 1997: der FH Krems wird als erste FH in Österreich die ISO 9001 Zertifikation verliehen

April 2002: Verleihung des Titels „Fachhochschule“ durch das Bundesministerium Bildung, Wissenschaft und Kultur

2004: Auszeichnung mit dem Sokrates Qualitätssiegel Equality durch das Bundesministerium

2008: Das „Diploma Supplement Label“ der Europäischen Kommission, des Europarates und der UNESCO wird an die IMC FH Krems als nur eine von drei österreichischen Hochschulen verliehen.

2009: Die österreichischen UNESCO Kommission zeichnet die Junge Uni der IMC FH Krems als Dekadenprojekt aus

2009: Bei der größten europäischen Studenten-Umfrage des Marktforschungsinstituts trendence, die von 09/2008 bis 01/2009 mit 195.000 Studierenden aus 22 Ländern und 775 Bildungseinrichtungen durchgeführt wurde, schneidet die IMC FH Krems in den Kategorien Ausbildungsqualität, Karrierechancen und Arbeitsmarkt besonders gut ab.[4]

2009: Der „Lupe Award“ wird gewonnen– eine Auszeichnung für hervorragende Wissenschaftskommunikation im Rahmen der Langen Nacht der Forschung

2011: Verleihung des FIBAA Qualitätssiegels im Rahmen des „Institutional Audit“ und erfolgreich bestandene Institutionelle Evaluierung durch den österreichischen Fachhochschulrat

Sommer 2013: Die nationalen und internationalen Rankings bescheren der IMC FH Krems den ersten bzw. einen Platz unter den besten drei Hochschulen Österreichs

Frühjahr 2014: Zum dritten Mal erhält die IMC FH Krems das Diploma Supplement Label der Europäischen Kommission

Frühjahr 2016: Im EU initiierten „U-Multirank“, einem globalen Hochschulranking, bei dem 1.300 Universitäten und Hochschulen weltweit verglichen werden, erhält die IMC FH Krems in den Kategorien Studentenmobilität, internationales Personal und nicht-deutschsprachige Studien die Bestnote.[5]

Frühjahr 2016: Die englischsprachigen Bachelor- und Masterstudiengänge „Medical und Pharmaceutical Biotechnology“ der IMC Fachhochschule Krems landen beim CHE-Ranking, bei dem 300 Universitäten und Fachhochschulen im deutschsprachigen Raum nach unterschiedlichen Kriterien bewertet werden, in den verschiedenen zu bewertenden Kategorien 17 Mal in der Spitzengruppe.[6]

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftswissenschaften

  • Corporate Social Responsibility und Innovationsmanagement: Dieser Forschungsschwerpunkt untersucht, wie sich die gesellschaftliche Verantwortung von mittelständischen Unternehmen („Corporate Responsibility“) auf deren Innovationsprozesse auswirkt. Gleichzeitig werden für die Unternehmen geeignete Instrumente und Tools zur Implementierung und/oder Optimierung der Innovationsprozesse entwickelt.
  • Digital Business Transformation: Darunter werden Veränderungen verstanden, mit denen Unternehmen aufgrund der Globalisierung und Digitalisierung konfrontiert sind. Aktuelle Forschungsarbeiten der IMC FH Krems beschäftigen sich mit neuen Arbeitsweisen, Arbeitsumfeldern und Arbeitsmodellen („New World of Work“), Kooperationsmodellen zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen („Corporate Entrepreneurship & Corporate Innovation“) sowie Transformationsprozessen in Unternehmen und Organisationsdesign („Enterprise 4.0“). Wissenstransfer in die Praxis großer, mittlerer und kleiner Unternehmen ist eine primäre Aufgabe des Forschungsschwerpunktes sowie der Aufbau eines internationalen New World of Work ExpertInnen-Netzwerks.
  • Tourism Factory: Die Tourism Factory versteht sich als Think Tank der Tourismusbranche, der ExpertInnen, PraktikerInnen und Studierende zusammenführt, die Unternehmen bei der Umsetzung von Tourismusprojekten unterstützen. Die Leistungen reichen von Marktforschung, Potenzialanalysen und Konzepterstellung bis zur Projektumsetzung.

Gesundheitswissenschaften 

Im Bereich Gesundheitswissenschaften konzentriert sich die IMC FH Krems auf Themen wie Prävention, Kuration (medizinische Behandlungen), Rehabilitation, dem Leben mit chronischen Erkrankungen sowie der professionellen Begleitung am Lebensende.

  • Interventions-, Implementations- und Outcomeforschung: Ziel dieses Forschungsbereichs ist es, Interventionen (Einsatz medikamentöser, apparativer bzw. chirurgischer Behandlungsmaßnahmen im Rahmen einer Erkrankung) zu entwickeln, zu testen, zu implementieren und zu evaluieren. Um Forschung und Praxis einander anzunähern, werden die unterschiedlichen Perspektiven der PatientInnen und deren Angehörigen, der GesundheitsprofessionistInnen und sonstigen Beteiligten berücksichtigt.
  • Stress- und Regulationsforschung: Ausgangspunkt dieses Forschungsschwerpunkts ist die molekularbiologische Erkenntnis, dass die Selbstheilungskräfte eines Menschen nur im „Vagotonus“ – also Entspannungszustand – voll zur Geltung kommen können. Ziele sind die Entwicklung interdisziplinärer therapeutischer Modelle im Bereich klinischer Stressprävention und -Behandlung, die Etablierung des Faktors „Regulationsfähigkeit des Organismus“ als relevanter Indikator für den Therapie- bzw. Betreuungserfolg und die Entwicklung des Modells einer „gesunden Hochschule“ mit Schwerpunkt auf „gesunder“ Stressverarbeitung.

Life Sciences

Forschungsschwerpunkte liegen hier vor allem im Bereich neuer Behandlungsmöglichkeiten und Identifizierung von Wirkstoffen gegen Krebs und Erkrankungen des Immunsystems. Dazu zählen auch die Entwicklung von bioanalytischen Methoden zur Untersuchung der Nebenwirkungen von Medikamenten oder die Herstellung von Biologika. 2014 ist die IMC FH Krems zum Beispiel eine Forschungskooperation mit dem Pharma- und Biotechunternehmen Baxter (heute: Baxalta) eingegangen[7]; im September 2015 wurde diese Kooperation erweitert.[8]

Im Bereich „Life Sciences“ forscht die IMC FH Krems vor allen in diesen beiden Bereichen:

  • Medizinische Biotechnologie: Der Schwerpunkt der Forschung liegt auf der Entwicklung von innovativen Strategien zur Identifizierung, Optimierung und vorklinischen Validierung  von neuen synthetischen und biologischen Wirkstoffen.[9] 
  • Bioprocess Engineering: Der Forschungsschwerpunkt Bioprocess Engineering beschäftigt sich mit der Entwicklung und Verbesserung biotechnologischer Herstellungsverfahren von pharmazeutischen Wirkstoffen.

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die IMC FH Krems kooperiert mit ihren Absolventen (Alumni), diversen Unternehmen und internationalen Hochschulen:

  • IMC Alumni Network: Das IMC Fachhochschule Krems Alumni Network versteht sich als zentrale Anlaufstelle für Alumni. Das Ziel ist die Bindung, die bereits während des Studiums entstanden ist, durch soziale Vernetzung, Intensivierung des Wissenstransfers sowie die Einbindung in Studiengangsentwicklung und Mitarbeit an (Forschungs)Projekten fortzusetzen.
  • IMC Career Center: Das IMC Career Center dient der systematischen Weiterentwicklung und Pflege des Netzwerkes von Unternehmen und Organisationen der IMC Fachhochschule Krems. Für Studierende und JungabsolventInnen werden karrierebezogene Services zur Verfügung gestellt. Ebenso bildet die Betreuung der Studierenden vor, während und nach dem Berufspraktikum/Angewandten Training- und Forschungssemester einen Schwerpunkt des Bereiches.
  • Andere Hochschulen: Die FH Krems kooperiert mit über 119 Partnerhochschulen in 36 Ländern (Stand: Mai 2016).
  • Initiativen für Kinder: Seit 2006 bietet die IMC FH Krems mit der Jungen Uni der FH Krems die erste Kinder- und Jugenduniversität für 12 bis 14-Jährige in Niederösterreich an.
  • Initiativen für ältere Personen: Im Herbst 2012 hat die IMC Fachhochschule Krems die erste Senioren-Uni an einer Fachhochschule in Niederösterreich gegründet.

Internationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die IMC FH Krems ist eine Hochschule mit internationalem Fokus.[10] Sie hat als erste Hochschule in Österreich Studienprogramme komplett in Englisch angeboten. Die IMC FK Krems hat weltweit 118 Partnerhochschulen, an denen die Studierenden Auslandssemester belegen können. Auch Forschungs- und Berufspraktika können weltweit bei über 1000 Partnerunternehmen absolviert werden. Pro Studienjahr gibt es 150 Outgoing (Studenten, die mindestens ein Semester an einer Partnerhochschule im Ausland studieren) und 150 Incoming Studierende (Studenten aus dem Ausland, die mindestens ein Semester an der IMC FK Krems studieren). Auch setzt die IMC FH Krems zahlreiche transnationale Programme und Projekte im Bereich internationaler Ausbildung im asiatischen und arabischen Raum um.

ÖH IMC Krems[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ÖH IMC Krems ist die offizielle Vertretung aller Studierenden und ihre Verbindung zu den Lehrenden, der Administration, dem Rektorat sowie der Geschäftsführung. Sie bietet den Studierenden Beratung in Bezug auf rechtliche, soziale und finanzielle Angelegenheiten. Sie besteht aus Studierenden, die demokratisch gewählt sind und ehrenamtlich auf verschiedenen Ebenen der Studierendenvertretung arbeiten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bachelor in Gesundheits- und Krankenpflege: IMC FH Krems erweitert Studienangebot! Abgerufen am 27. Mai 2016.
  2. Master in „Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement“. Abgerufen am 27. Mai 2016.
  3. Neuer Studiengang "International Wine Business" an der IMC FH Krems. Abgerufen am 27. Mai 2016.
  4. IMC FH Krems zählt zu Europas Top-Ausbildungsstätten. Abgerufen am 27. Mai 2016.
  5. Gute Noten für die FH Krems. Abgerufen am 27. Mai 2016.
  6. IMC FH Krems im CHE Ranking top bewertet: Medizinische und Pharmazeutische Biotechnologie erzielt sensationelle Ergebnisse. Abgerufen am 27. Mai 2016.
  7. Baxter und IMC FH Krems: Forschungskooperation. Abgerufen am 27. Mai 2016.
  8. Baxalta und IMC FH Krems erweitern Forschungskooperation. Abgerufen am 27. Mai 2016.
  9. IMC FH Krems als Hot Spot der Biotechnologie. Abgerufen am 27. Mai 2016.
  10. IMC FH Krems feierte 20-jähriges Jubiläum und ehrte Gründungsvater Dr.h.c. Mag. Heinz Boyer. Abgerufen am 27. Mai 2016: „Internationalität - eine Vision wird zum Erfolgsrezept: Mit 45 Studienplätzen startete die IMC FH Krems 1994 ihren ersten Studiengang. Ständiges Wachstum folgte, fast jährlich wurden neue Studienplätze, aber auch neue Studiengänge geschaffen. Bereits 1997 erhielt die IMC FH Krems als erste Fachhochschule Österreichs ein ISO 9001 Zertifikat. Die Verleihung des Titels "Fachhochschule" erfolgte 2001, die Gründung des Campus Krems 2005 und die Umsetzung der ersten transnationalen Programme unmittelbar danach. Unter Dr. Boyers Führung konnte sich die IMC FH Krems in den letzten Jahren auch im Bereich der Forschung international positionieren. Der Bildungsexport wurde in den vergangenen Jahren massiv vorangetrieben. 2010 schrieb die IMC FH Krems sogar österreichische Bildungsgeschichte - mit dem größten Bildungsexport der Republik in den Oman und dem Auftrag, eine Universität in Buraimi nach dem Kremser Vorbild aufzubauen. Andere Regionen, in denen die FH aktiv ist und wo ihre Studiengänge angeboten werden, sind China, Vietnam, Aserbaidschan und Serbien.“