iMessage

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iMessage

IMessage logo (Apple Inc.).png
Basisdaten

Entwickler Apple
Erscheinungsjahr 12. Oktober 2011
Aktuelle Version ab iOS 5.0, ab OS X Mountain Lion
(19. September 2012, 25. Juli 2012)
Betriebssystem iOS, macOS
Kategorie Instant Messaging
Lizenz proprietär
deutschsprachig ja
www.apple.com/de/ios/messages/
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iMessage ist ein Instant-Messaging-Dienst von Apple, der unter iOS und macOS über die App Nachrichten verfügbar ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

iMessage wurde am 6. Juni 2011 im Rahmen der WWDC-Tagung von Scott Forstall vorgestellt. Am 12. Oktober 2011, mit der Freigabe von iOS 5.0, wurde iMessage für jeden Nutzer dieser iOS-Version verfügbar. Seit der Veröffentlichung von OS X 10.8 ist iMessage auch auf dem Macintosh verfügbar.[1]

Funktionalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

iMessage erlaubt es, zwischen zwei oder mehr Geräten mit iOS oder macOS Textnachrichten, Bilder, Videos, Kontakte und andere Dateien auszutauschen. Das Senden und Empfangen der Nachrichten geschieht über das Internet (WLAN oder Mobilfunk) und ist mit den Kosten für die Datenübertragung abgegolten. Im Gegensatz zu SMS oder MMS fallen keine Gebühren für einzelne Nachrichten an.

Endgeräte mit iOS können bis zu 10 MB große Nachrichten senden und empfangen, unter macOS beträgt die Grenze 100 MB.[1] Im Zuge der Registrierung für den iMessage-Dienst wird die Apple-ID des Nutzers bzw. dessen Telefonnummer verwendet. Für die erstmalige Aktivierung auf dem iPhone wird eine SMS an einen zentralen Server mit einer Telefonnummer in Großbritannien verschickt. Hierfür fallen einmalig Kosten an, die meist nur im Ausland auf der Rechnung des Nutzers erscheinen, da im Inland die Mobilfunkanbieter den Kunden die Registrierung kostenlos ermöglichen.

Nutzer von iMessage können sowohl unter ihrer Apple-ID als auch ihrer Telefonnummer angeschrieben werden. Mit iOS 6 wurde die Möglichkeit eingeführt, Nachrichten unabhängig von der gewählten Variante zwischen allen Geräten zu synchronisieren, sodass z. B. auch an die Telefonnummer gesendete Mitteilungen auf einem Macintosh-Computer erscheinen. Nachrichten über iMessage können mit der jeweiligen Nachrichten-App in iOS und macOS versendet und empfangen werden. Damit eine Unterscheidung zwischen kostenpflichtiger SMS/MMS und kostenloser iMessage möglich ist, werden letztere farblich markiert (blau). Sofern die Nutzung von iMessage nicht möglich ist, weil das jeweilige Endgerät momentan keinen Zugang zum Internet hat, wechseln iPhone-Endgeräte automatisch zur Übertragung einer Mitteilung als klassische SMS/MMS (grün), sofern der iPhone-Nutzer dem Übertragungswechsel zur SMS/MMS im iPhone zugestimmt hat.

Nutzer können sehen, ob der Gesprächspartner im Moment eine Antwort schreibt. Für gesendete Nachrichten wird angezeigt, ob sie erfolgreich zugestellt und ob sie gelesen wurden. Letzteres setzt voraus, dass der Empfänger dies erst aktiviert. Über versendete, aber nicht zugestellte Nachrichten wird der Absender durch ein rotes Ausrufezeichen neben der Nachricht informiert; eine Zustellung zu einem späteren Zeitpunkt findet nicht automatisch statt.[2] Solange eine Nachricht nicht als iMessage versendet wurde, hat der Anwender unter iOS die Möglichkeit, sie nachträglich als SMS zu verschicken, indem er einige Sekunden auf die Nachricht tippt und dann die Option „Als SMS senden“ wählt.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scott Forstall äußerte während der Vorstellung von iMessage, der Dienst baue auf Apples Push-Benachrichtigungssystem auf.[3] Nach Aussagen des Apple-Blogs Apple Insider baut iMessage auf dem XMPP-Protokoll PubSub (Publish and Subscribe) auf,[4] genau wie die Pushbenachrichtigungen.

Mit iOS 5 hat Apple mithilfe von PubSub die Push-, iMessage- und Facetime-Benachrichtigungen in einem einheitlichen System untergebracht. Das bringt auch den Vorteil mit sich, dass nur eine einzige Verbindung zum Server aufrechterhalten werden muss.

Apple gibt an[5], dass die gesamte Kommunikation über iMessage mit einem 128 Bit starken AES-Schlüssel Ende-zu-Ende-verschlüsselt erfolgt.[6] Da Apple die Funktionsweise von iMessage bisher nicht vollständig offengelegt hat, konnte die Sicherheit bisher nicht von unabhängigen Wissenschaftlern überprüft werden.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Funknetzbetreiber e*Message, der unter anderem den E*Cityruf anbietet, wehrt sich seit 2018 in einem Verfahren vor dem Landgericht Braunschweig gegen Apple. Das Unternehmen sieht eine Verwechslungsgefahr mit dem Kurznachrichtendienst iMessage. E*Message nutzt seine Marke seit dem Jahr 2000, Apple brachte das Produkt iMessage erst 2011 auf den Markt. Funknetzbetreiber e*Message hat also die älteren Rechte – was beim Markenschutz eine Rolle spielt. E*Message will erreichen, dass Apple den Namen iMessage nicht für professionelle Anwendungen verwendet. Im November 2018 wies das Landgericht Braunschweig die Klage mit der Begründung ab, dass da das E vor dem Message einfach nur Electronic bedeute, wären Namen insgesamt welche ein E angehängt bekommen, wie zB. auch eBook, nicht schutzfähig. Außerdem würde man schon wegen des Klangs (das E spricht man wie ein “i”, das I wie ein “ai”) die beiden Namen nicht verwechseln können.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Andreas Floemer: OS X 10.8 Mountain Lion: 10 versteckte neue Funktionen. (Nicht mehr online verfügbar.) In: t3n. Archiviert vom Original am 6. August 2012; abgerufen am 4. August 2012.
  2. Patrick Beuth: Auch Apple kann die SMS nicht ablösen. In: Zeit online. 29. November 2011, abgerufen am 8. September 2018.
  3. Apple WWDC 2011 (Jun 6, 2011) - (6/8). (Memento vom 24. April 2014 im Internet Archive) Youtube; abgerufen 11. November 2011.
  4. Daniel Eran Dilger: Inside Apple’s move to open up SMS-style messaging to non-mobile clients. In: appleinsider.com. 7. Juni 2011, abgerufen am 11. November 2011.
  5. Apple Whitepapier iOS Security February 2014
  6. Apple’s Commitment to Customer Privacy. In: apple.com. 16. Juni 2013, abgerufen am 17. Juni 2013.
  7. Leo Becker: iMessage: Berliner Firma e*Message scheitert mit Klage gegen Apple. In: Heise online. Abgerufen am 12. August 2019.