IS-Serie

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IS-2 (Vordergrund) und IS-3

Als IS-Serie oder Stalinpanzer wird eine nach Iossif Stalin (deutsch: Josef Stalin) benannte Serie schwerer sowjetischer Kampfpanzer bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab Frühjahr 1942 wurde der IS-85 als Nachfolger und Ersatz für die veraltetenden Panzer der KW-Serie auf deren Grundlage entwickelt. Die Panzer der IS-Serie sind jedoch Neukonstruktionen, vor allem Wanne und Turm.

Die neuen Fahrzeuge vermieden die typischen Nachteile des KW, hatten bei etwa 3,5 t geringerem Gewicht eine stärkere Panzerung und verfügten über wesentlich größere Kanonen.

Die erste Serienversion IS-1 (IS-85) begründete eine neue Generation kampfstarker sowjetischer Panzer, die noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg im Einsatz bleiben sollte. Die definitiv letzte Ausführung IS-10 (als Prototypen IS-8 und IS-9) wurde nach Stalins Tod 1953 in T-10 umbenannt.

Der T-10 war der letzte schwere Panzer der sowjetischen Armee. Einige Versionen erschienen, obwohl wegen des Alters längst obsolet, noch Anfang der 1980er Jahre bei Manövern (IS-2M) und wurden erst im Jahre 1995 endgültig außer Dienst gestellt.

Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • IS-85 = IS-1 (Objekt 237, KWK D-5T)
  • IS-100 (KWK D-10T)
  • IS-122 = IS-2 (Objekt 240)
    • IS-2M (Objekt 240M)
    • IS-2T: Panzerzugmaschine auf Basis des IS-2[1]
  • IS-3 (Objekt 703)
    • IS-3M (Objekt 240M)
  • IS-4 (Objekt 701-6)
  • IS-5
  • IS-6 (Objekt 252)
  • IS-7 (Objekt 260, KWK S-70 (130-mm-Marinegeschütz B-13))
IS-7
  • IS-8 bis IS-10 = T-10[2] (Objekt 730)
    • T-10A
    • T-10B
    • T-10M (Objekt 272, Kirowwerk Leningrad und Objekt 734, Tscheljabinsker Traktorenwerk)

Die IS-100, IS-5, IS-6, IS-7, IS-8 und IS-9 blieben Prototypen. Auf Basis des T-10 wurden noch die Prototypen Objekt 266, 277 und 278 entwickelt.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. W. Karpenko: Sowjetisch-Russische Panzer. 1905–2003. Hrsg.: Rudi Meier. Elbe-Dnjepr, Klitzschen 2004, ISBN 3-933395-44-5, S. 418–435 (russisch: Обозрение отечественной бронетанковой техники (1905–1995 гг.). Übersetzt von Rudi Meier).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b A. W. Karpenko: Sowjetisch-Russische Panzer. 1905–2003. Hrsg.: Rudi Meier. Elbe-Dnjepr, Klitzschen 2004, ISBN 3-933395-44-5, S. 421 (russisch: Обозрение отечественной бронетанковой техники (1905–1995 гг.). Übersetzt von Rudi Meier).
  2. Jewgeni Boldirew: Last Heavy Tanks of the USSR. battlefield.ru, 18. September 2011, archiviert vom Original am 2. November 2013; abgerufen am 22. August 2014 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: IS-Serie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien