Ian Brown

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Dieser Artikel beschreibt den Rockmusiker. Für andere Personen siehe Ian Brown (Begriffsklärung).
Brown im Jahr 2010
Brown im Jahr 2010
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1][2]
Unfinished Monkey Business
  UK 4 14.02.1998 (24 Wo.)
Golden Greats
  UK 14 20.11.1999 (6 Wo.)
Music of the Spheres
  UK 3 13.10.2001 (5 Wo.)
Solarized
  UK 7 25.09.2004 (6 Wo.)
The Greatest
  UK 5 01.10.2005 (16 Wo.)
The World Is Yours
  UK 4 06.10.2007 (6 Wo.)
My Way
  UK 8 10.10.2009 (5 Wo.)
Singles[1][2]
My Star
  UK 5 24.01.1998 (4 Wo.)
Corpses
  UK 14 04.04.1998 (4 Wo.)
Can't See Me
  UK 21 20.06.1998 (3 Wo.)
Be There (mit Unkle)
  UK 8 20.02.1999 (6 Wo.)
Love Like a Fountain
  UK 23 06.11.1999 (3 Wo.)
Dolphins Were Monkeys
  UK 5 19.02.2000 (4 Wo.)
Golden Gaze
  UK 29 17.06.2000 (2 Wo.)
F.E.A.R.
  UK 13 29.09.2001 (4 Wo.)
Whispers
  UK 33 23.02.2002 (2 Wo.)
Keep What Ya Got
  UK 18 02.10.2004 (3 Wo.)
Reign (mit Unkle)
  UK 40 27.11.2004 (2 Wo.)
Time Is My Everything
  UK 15 29.01.2005 (4 Wo.)
All Ablaze
  UK 36 17.09.2005 (2 Wo.)
Illegal Attacks
  UK 16 29.09.2007 (2 Wo.)
Stellify
  UK 31 22.08.2009 (3 Wo.)

Ian Brown (* 20. Februar 1963 in Warrington, Cheshire) ist ein britischer Rock-Musiker.

Leben[Bearbeiten]

Von 1984 bis 1996 war Brown Sänger der Band Stone Roses, die zusammen mit den Happy Mondays, den Charlatans und Inspiral Carpets die wichtigste und erfolgreichste Band der „Madchester-Bewegung“ waren. Mit seinem Leadgitarristen John Squire hatte er persönliche Differenzen.[3] Nach Auflösung der Stone Roses begann Brown eine erfolgreiche Solo-Karriere. Er schaffte es mit zwei Singles (My Star, 1998, und Dolphins Were Monkeys, 2000) und all seinen Alben – mit Ausnahme von Golden Greats (1999) – in die Top Ten der UK Top 40.

Bei den NME Awards 2006 wurde ihm der Godlike Genius Award verliehen. Brown hatte außerdem einen versteckten Auftritt in dem Kinofilm Harry Potter und der Gefangene von Askaban.[4][5]

Wenn ihm nach pulsierendem Leben ist, hält er sich in seiner Londoner Wohnung auf, als ruhiges Ausweichquartier dient ihm und seiner Familie das ruhige Haus am Stadtrand von Manchester.[3]

Stil[Bearbeiten]

Über das erste Album schrieb die Musik Woche, es warte mit „angenehm unprätentiösen Midtempo-Songs“ auf, „mit sanften Melodien, anschmiegsamen Grooves und bissig ironischen Texten“. In einigen Liedern würden die Gitarren hinter „elektrischen Spielereien“ zurücktreten.[6]

Laut.de vermerkt, dass das zweite Album einen veränderten Klang habe, nämlich „[m]ehr Gitarren und zugleich mehr Dancefloor-Beats“.[5]

Album Nummer drei, Music of the Spheres, sei „Trip Pop“, manchmal mehr Ambient, bisweilen sogar Techno, einmal auch Bombast, lautet – zusammengefasst – die Beschreibung im Eclipsed.[7]

Das darauffolgende Solarized sei „sphärisch“ und „groovig“, gibt Kathrin Fink in ihrer Plattenkritik auf Laut.de an. In der „vernebelten Traumlandschaft“, die streckenweise eintönig klinge, seien aber auch mal „[d]üstere Gitarrenklänge, Trompeten-Fanfaren und Synthie-Geraschel“ zu hören.[8]

Auf The World is Yours kommt ein 30-köpfiges Orchester zum Einsatz. In der Laut.de-Biografie heißt es: „Zu lässig eingängigen, funky groovenden Midtempo-Arrangements greift der Mann mit dem prägnanten Organ wieder Themen auf, die die Welt bewegen, etwa die globale Armut oder den Irak-Krieg.“[5] Laut.de-Mitarbeiter Eberhard Dobler geht in seiner Album-Rezension genauer darauf ein. Es lägen entspannte, doch auch wieder zur Eintönigkeit neigende, Midtempo-Nummern vor. Es gäbe ein „Hip Hop-lastiges Beat-Fundament, viele Streicher und Bläser, elektronische Ergänzungen, dazu das ein oder andere Gitarrenlick“.[9]

Michael Schuh meinte in seiner Laut.de-Rezension von My Way (2009), Brown überzeuge „mit pompös aufgeblasenen Indie/Electro/Dub-Songs“.[10] Jürgen Ziemer hielt dafür im Rolling Stone die auf den Mitsingcharakter (speziell nach einem Pub-Besuch auf dem Nachhauseweg) bezogene Bezeichnung „britischer Street-Pop“ für angebracht.[11] Für eine Selbstüberschätzung hielt Stephan Rehm das Album, das er dem „Groove-Pop“ zuordnete, im Musikexpress.[12]

Auf Browns Gesamtwerk bezogen, bemüht Allmusic die Begriffe Electronic, Alternative Pop, Indie-Rock und Britpop.[4]

Diskografie[Bearbeiten]

mit den Stone Roses[Bearbeiten]

Solokarriere[Bearbeiten]

  • 1998: Unfinished Monkey Business
  • 1999: Golden Greats
  • 2001: Music of the Spheres
  • 2002: Remixes of the Spheres
  • 2004: Solarized
  • 2005: The Greatest (Best-of-Album)
  • 2007: The World is Yours
  • 2009: My Way

Features[Bearbeiten]

  • 1998: Be There EP (UNKLE feat. Ian Brown)
  • 2003: Reign EP (UNKLE feat. Ian Brown)

Trivia[Bearbeiten]

  • Der Song Be There sollte eigentlich auf dem UNKLE-Album Psyence Fiction erscheinen. Da Brown bei den Aufnahmen aufgrund seiner Inhaftierung nach einer Randale in einem Flugzeug nicht anwesend sein konnte, kam der Track unter dem Namen Unreal ohne Browns Gesang auf das Album.[13][14]
  • Der Song Just Like You wird seit 2010 als Titellied der deutschen Talkshow Stuckrad-Barre verwendet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b British Hit Singles & Albums, 18th Edition, Guinness World Records Limited 2005, ISBN 978-1-904994-00-8
  2. a b UK-Chartstatistik
  3. a b  Steffen Rüth: „Die Straßen sind voll von gescheiterten Solo-Existenzen aus eist erfolgreichen Bands“. In: Musikexpress. Nr. 648, Januar 2010, S. 20.
  4. a b John Bush: Ian Brown. Biography by John Bush. In: allmusic.com. Abgerufen am 22. August 2015 (englisch).
  5. a b c Ian Brown. Porträt. Laut.de-Biographie. In: laut.de. Abgerufen am 22. August 2015.
  6.  Ian Brown. Unfinished Monkey Business. In: Musik Woche. Das Nachrichtenmagazin für die Musikbranche. Nr. 6/1998, 2. Februar 1998, Neuheiten, S. 19.
  7.  C[arsten] A[gthe]: Ian Brown „Music of the Spheres“ (Polydor). In: Eclipsed. Rock-Magazin. Nr. 40, März 2002, PLatten Reviews, S. 44.
  8. Kathrin Fink: Ian Brown. Solarized. Laut.de-Kritik. Eine Reise ins Groove-Nirvana. Review von Kathrin Fink. In: laut.de. Abgerufen am 22. August 2015.
  9. Eberhard Dobler: Ian Brown. The World is Yours. Laut.de-Kritik. Satte Melancholie und lässiger Pathos aus einem Guss. Review von Eberhard Dobler. In: laut.de. Abgerufen am 22. August 2015.
  10. Michael Schuh: Ian Brown. My Way. Laut.de-Kritik. Indie-Elektro-Bling Bling – fehlt nur noch die Goldkette. Review von Michael Schuh. In: laut.de. Abgerufen am 22. August 2015.
  11.  Jürgen Ziemer: Kampfansage. Auch auf seinem neuen Album gibt Ian Brown nur allzu gern den proletarischen englischen Populisten. In: Rolling Stone. Nr. 182, Dezember 2009, Rock&Roll. Musik, S. 23.
  12.  Stephan Rehm: Ian Brown. My Way. In: Musikexpress. Nr. 646, November 2009, Platten, S. 84.
  13. plattentests.de Rezension; Zeilen 6f.
  14. Midi Mechanics Blog-Eintrag, 3. Absatz (Memento vom 11. Juli 2012 im Webarchiv archive.is)

Weblinks[Bearbeiten]