Ibadan

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Ibadan
Ibadan (Nigeria)
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Koordinaten 7° 23′ N, 3° 53′ OKoordinaten: 7° 23′ N, 3° 53′ O
Basisdaten
Staat Nigeria

Bundesstaat

Oyo
Höhe 239 m
Fläche 3080 km²
Einwohner 3.306.000 (Berechnung 2017)
Metropolregion 5.881.345 (Berechnung 2012[1])
Dichte 1.073,4 Ew./km²
Gründung 1829
Postleitzahl 200211 – 200285
Website www.oyostate.gov.ng (Englisch)
Politik
Gouverneur Adebayo Alao-Akala
Partei PDP
Ibadan
Ibadan
Cocoa House

Ibadan ist eine Stadt in Nigeria. Sie ist die Hauptstadt des Bundesstaates Oyo und mit ihren 3.306.000 Einwohnern (Berechnungsstand 2017) neben Lagos, Benin-Stadt und Kano eine der größten Städte des Landes. Die Bevölkerungsmehrheit bilden die Yoruba.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenszene in Ibadan

Ibadan liegt im Südwesten des Landes, nördlich der Metropole Lagos und östlich der Grenze zu Benin. Ungefähr zehn Kilometer östlich befindet sich der Asejire-Stausee. Im Norden der Stadt liegt der kleinere Eleyele-Stausee, der vom Fluss Alaputa gespeist wird. Der Fluss Ona und sein Zufluss Ogunpa entspringen in der Nähe der Stadt und fließen nach Süden. Auf dem Gebiet von Ibadan befinden sich mehrere Hügel, im Stadtzentrum beispielsweise der Mapo.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Mitte der 1950er Jahre hinein, als es von Lagos überholt wurde, war Ibadan die größte Stadt des Landes. Dennoch hat sich die Bevölkerung der Stadt seit dem Jahre 1950 mehr als versechsfacht. Die Metropolregion Ibadan wächst weiterhin rasant. Bis 2050 wird mit 8,7 Millionen Einwohnern in der Agglomeration gerechnet.

Bevölkerungsentwicklung der Agglomeration laut UN

Jahr Einwohnerzahl[2]
1950 450.000
1960 570.000
1970 809.000
1980 1.186.000
1990 1.739.000
2000 2.236.000
2010 2.816.000
2017 3.306.000

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ibadan wurde wahrscheinlich 1829 als Feldlager gegründet. Zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte die schnell wachsende Stadt etwa 150.000 Einwohner[3] und war die größte Stadt in Schwarzafrika. 1893 kam Ibadan unter britische Herrschaft. Die Einführung der Kakaoproduktion durch die Briten brachte wachsenden Wohlstand. Von 1946 bis 1960 war Ibadan die Hauptstadt des britischen Protektorates Süd-Nigeria und nach der Unabhängigkeit zwei Jahre lang Hauptstadt der Western Region. Erst in den 1960er Jahren wurde Ibadans Einwohnerzahl von der Hauptstadt Lagos übertroffen.

Im Jahr 1959 entstand die erste nigerianische Fernsehstation in Ibadan. Die Stadt entwickelte sich auch zu einer Literaturmetropole. Sie ist ferner ein Zentrum des Jùjú-Musikstils, dessen Popularität in den 1940er Jahren begann und noch anhält.[4]

In jüngster Vergangenheit kam es wiederholt zu ethnischen Zusammenstößen und es gibt Berichte über Menschenrechtsverletzungen. Die hygienischen Verhältnisse sind schlecht. Am 23. Dezember 2001 wurde Justizminister Bola Ige in seinem Haus in Ibadan erschossen, der sich gegen die Einführung der Scharia in nigerianischen Bundesstaaten und für die Demokratisierung des Landes aussprach.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt einen bekannten Markt und einen Zoo. Das Stadtbild wird hauptsächlich durch zwei Wahrzeichen geprägt: Durch das Cocoa House, das erste Hochhaus Afrikas und durch den Bower’s Tower, einen durch die Briten errichteten Aussichtsturm auf Oke Aàre (der Hügel des Aàre). Weitere Sehenswürdigkeiten beinhalten die Universität von Ibadan und die Mapo Hall, das im Kolonialstil gebaute Rathaus.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ibadan zählt zu den Wirtschaftszentren des Landes. So gibt es u. a. Nahrungs-, Zigaretten- und Druckereigewerbe. Die Universität von Ibadan (gegründet 1948) ist die älteste des Landes. Daneben gibt es eine weitere Universität und das internationale Institut für Tropenlandwirtschaft.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ibadan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsdaten der Metropolregion Ibadan (Memento des Originals vom 29. Dezember 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bevoelkerungsstatistik.de
  2. World Urbanization Prospects - Population Division - United Nations. Abgerufen am 23. Juli 2018.
  3. Salami, B. Olawale: Ibadan Slaves and Ibadan Wars in Pre-Colonial South Western Nigeria, 1835. In: IOSR Journal Of Humanities And Social Science (IOSR–JHSS), Bd. 7, Nr. 3, Januar–Februar 2013, S. 32–38, hier S. 35
  4. Vgl. Christopher A. Waterman: “I'm a Leader, Not a Boss”: Social Identity and Popular Music in Ibadan, Nigeria. In: Ethnomusicology, Bd. 26, Nr. 1 (25th Anniversary Issue) Januar 1982, S. 59–71