Ich-Dystonie

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Ich-Dystonie (auch ichdyston, egodyston oder ego-dyston) bedeutet allgemein, dass eine Person ihre Gedanken, Impulse oder Gemütserregungen als nicht zu ihrem Ich gehörend erlebt. Ich-dyston können sowohl krankheitswertige Phänomene sein (z. B. Panikattacken) als auch nicht-krankhafte Abweichungen wie z. B. die sexuelle Orientierung (siehe Ichdystone Sexualorientierung).

Psychische Zustände und Symptome werden also nicht als zu der eigenen Person gehörend wahrgenommen, sondern als fremd und störend erlebt. Der Betreffende sieht sie folglich nicht als Bestandteil der eigenen Persönlichkeit an und empfindet daher Leidensdruck. Das Gegenteil davon stellt die Ich-Syntonie dar.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinweise auf ich-dystone Phänomene sind Selbstaussagen, Gedanken und Gefühle der Betroffenen wie: Krank, eigenartig, unverständlich, ich will das (wieder) loswerden, ich weiß gar nicht, was da mit mir passiert, normalerweise bin ich gar nicht so, ich verstehe mich selber nicht usw.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Psychopathologische Symptome und Störungen wie Panikzustände, Depression, Zwangsstörung und viele Persönlichkeitsstörungen gehen in der Regel mit Ich-Dystonie einher – bei letzteren mit Ausnahme der selbstunsicher-vermeidenden Persönlichkeitsstörung. Wahn und Psychosen sind dagegen grundsätzlich ich-synton.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • C. Scharfetter: Allgemeine Psychopathologie. Thieme, Stuttgart 2002, ISBN 3-13-531505-3.
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