Ich war noch niemals in New York (Film)

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Filmdaten
OriginaltitelIch war noch niemals in New York
ProduktionslandDeutschland, Österreich
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2019
Länge129 Minuten
AltersfreigabeFSK 0[1]
JMK 0[2]
Stab
RegiePhilipp Stölzl
DrehbuchAlexander Dydyna,
Philipp Stölzl,
Jan Berger
ProduktionRegina Ziegler,
Sebastian Werninger,
Nico Hofmann,
Christoph Müller
MusikChristoph Israel
KameraThomas Kiennast
SchnittSven Budelmann
Besetzung

Ich war noch niemals in New York ist ein deutsch-österreichischer Spielfilm aus dem Jahr 2019 von Philipp Stölzl mit Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu, Katharina Thalbach, Uwe Ochsenknecht, Michael Ostrowski und Pasquale Aleardi. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Musical von Gabriel Barylli und Christian Struppeck mit Liedern von Udo Jürgens (2007). Kinostart war in Deutschland, Österreich und der Schweiz am 17. Oktober 2019.[3][4] Premiere war am 9. Oktober 2019 im Kölner Cinedom.[5]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lisa Wartberg ist eine erfolgsverwöhnte Fernsehmoderatorin, für sie steht ihr Beruf an erster Stelle. Sie hat weder Zeit, sich um ihr brachliegendes Liebesleben zu kümmern, noch um ihre einsame Mutter Maria. Nachdem die Einschaltquoten von Lisas Sendung sinken, droht sie ihren Job zu verlieren. Eigentlich sollte sie sich in dieser Situation um ihre Karriere kümmern, allerdings verliert ihre Mutter nach einem Sturz in ihrer Wohnung das Gedächtnis. Maria wird ins Krankenhaus eingeliefert und kann sich nur noch daran erinnern, dass sie noch nie in New York war. Sie flieht aus dem Krankenhaus und schmuggelt sich als blinder Passagier auf ein luxuriöses Kreuzfahrtschiff.

Lisa macht sich gemeinsam mit ihrem Maskenbildner Fred auf die Suche nach ihrer Mutter und findet diese an Bord der MS Maximiliane. Bevor die drei das Schiff verlassen können, legt der Ozeandampfer ab und so treten sie unfreiwillig eine Reise über den Atlantik an. In der Folge werden sie als blinde Passagiere entlarvt und zum Putzdienst verdonnert. An Bord lernt Lisa Axel Staudach und dessen Sohn Florian kennen, Axel und Lisa kommen sich näher. Währenddessen trifft Maria auf den Eintänzer Otto, der behauptet, eine gemeinsame Vergangenheit mit ihr zu haben, was Maria aufgrund ihres Unfalls und der fehlenden Erinnerung nicht überprüfen kann. Fred dagegen verliebt sich in den griechischen Bordzauberer Costa.[4][6][7]

Produktion und Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden vom 30. April bis zum 26. Juni 2018 statt, gedreht wurde in den MMC Studios in Köln, im Studio Babelsberg und in Sofia (Bulgarien).[8]

Produziert wurde der Film von UFA Fiction (Sebastian Werninger und Nico Hofmann), Ziegler Film (Regina Ziegler), Mythos Film (Christoph Müller), in Ko-Produktion mit Freddy Burger, Universal Pictures Productions und der österreichischen Graf Film des Kärntner Produzenten Klaus Graf.[9]

Unterstützt wurde die Produktion von der Film- und Medienstiftung NRW, der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH, der Mitteldeutschen Medienförderung GmbH, der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, der Filmförderungsanstalt und dem Deutschen Filmförderfonds.[3]

Für den Ton zeichnete Max Meindl verantwortlich, für das Szenenbild Matthias Müsse, für die Kostüme Nora Bates und Thomas Oláh und für die Maske Gerhard Zeiss. Die Choreografie stammt von Christopher Tölle.[3][8] Die Zaubertrixxer waren für die Illusionen zuständig, die der griechische Bordzauberer Costa gemeinsam mit dem Maskenbildner Fred zum Besten gibt und coachten die Darsteller Pasquale Aleardi und Michael Ostrowski.[10] Das Budget betrug rund 12 Millionen Euro.[11]

Gegenüber der Bühnenvorlage wurde die Handlung des Kinofilms stark überarbeitet, so wurden etwa komplette Figurenbiografien und -beziehungen geändert.[7]

Musiktitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vielen Dank für die Blumen – Heike Makatsch, Cornelius Obonya und Michael Ostrowski[12]
  2. Aber bitte mit Sahne – Stefan Kurt, Katharina Thalbach, Heike Makatsch und Michael Ostrowski
  3. Griechischer Wein – Pasquale Aleardi, Michael Ostrowski, Andreja Schneider und Katharina Thalbach
  4. Alles, was gut tut – Uwe Ochsenknecht und Mat Schuh
  5. Mit 66 Jahren – Katharina Thalbach
  6. Gib mir deine Angst – Moritz Bleibtreu
  7. Siebzehn Jahr, blondes Haar – Uwe Ochsenknecht und Katharina Thalbach
  8. Liebe ohne Leiden – Marlon Schramm
  9. Zeig mir den Platz an der Sonne – Katharina Thalbach, Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu, Uwe Ochsenknecht, Mat Schuh, Pasquale Aleardi und Michael Ostrowski
  10. Was ich dir sagen will – Uwe Ochsenknecht
  11. Ich will, ich kann– I Can, I Will – Moritz Bleibtreu und Heike Makatsch
  12. Bleib doch bis zum Frühstück – Marlon Schramm, Moritz Bleibtreu und Heike Makatsch
  13. Illusionen – Katharina Thalbach, Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu, Uwe Ochsenknecht, Pasquale Aleardi und Michael Ostrowski
  14. Ich war noch niemals in New York – Katharina Thalbach
  15. Ich weiß, was ich will – Uwe Ochsenknecht, Pasquale Aleardi und Heike Makatsch
  16. Merci, Chérie – Moritz Bleibtreu
  17. Immer wieder geht die Sonne auf – Uwe Ochsenknecht und Katharina Thalbach
  18. Heute beginnt der Rest deines Lebens – Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu, Marlon Schramm, Pasquale Aleardi, Michael Ostrowski, Uwe Ochsenknecht und Katharina Thalbach
  19. Ich war noch niemals in New York – Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu, Pasquale Aleardi, Uwe Ochsenknecht und Katharina Thalbach
  20. Liebe ohne Leiden – Pasquale Aleardi, Heike Makatsch, Uwe Ochsenknecht, Katharina Thalbach, Moritz Bleibtreu, Marlon Schramm und Andreja Schneider
  21. Was wichtig ist – Heike Makatsch

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oliver Kube bezeichnete den Film auf filmstarts.de als die deutsche Antwort auf Mamma Mia! und befand, dass das Musical nach einem nahezu komplett versiebten Auftakt doch noch die Kurve bekomme. „Es wird locker und schwungvoll gesungen und getanzt, während die Stimmung im Kinosaal mächtig steigen dürfte.“ Die ersten 20 bis 25 Minuten seien teilweise sehr anstrengend, Lieder wie Vielen Dank für die Blumen und das Titellied würden in kurzen, durch Sprechpassagen unterbrochenen Fragmenten verschenkt. Das erste Lied, das tatsächlich funktioniere, sei Griechischer Wein, charismatisch dargeboten von Pasquale Aleardi. Ab da liefe der Film deutlich runder bis hin zum großen Finale, mit Laune machenden Nummern wie Mit 66 Jahren, Gib‘ mir deine Angst und Alles, was gut tut.[7]

Ähnlich urteilte Andreas Fischer im Weser Kurier, der ebenfalls meinte, dass man die ersten 20 Minuten erstmal überstehen müsse: „Da hetzt eine unerträgliche TV-Tussi durch die Szenen, da werden fantastische Lieder verplempert und unzählige Figuren hektisch eingeführt. [...] Doch irgendwann fährt der Dampfer ab, und dann kommt Ich war noch niemals in New York in ruhigere Fahrwasser und nimmt trotzdem Fahrt auf. Dann singt man mit, schunkelt, klatscht, ist selig und beschwingt.“ Philipp Stölzl inszeniere den Film als einen schwungvollen Rausch aus knallbunten Farben und aberwitzigen Choreografien. Alles sei erlaubt, solange es Spaß mache und mit einem Songzitat belegt werden könne.[13]

Peter Zander bezeichnete Ich war noch niemals in New York in der Berliner Morgenpost als „Gute-Laune-Film des Jahres“, auch der letzte Jürgens-Verächter würde sich im Kinodunkel dabei ertappen, dass er irgendwann heimlich mitsummt. Dass die Protagonisten durch die Zeit an Bord dazu gezwungen werden, darüber nachzudenken, wie sehr sie in ihrem bisherigen Leben gefangen sind und am wirklichen Leben vorbeileben, sei ein Subtext, den man in einem solch leichten Unterhaltungsmetier nicht unbedingt erwarten würde. Das ganz große Meisterwerk sei der Film allerdings nicht geworden, dafür wäre er etwas zu lange geraten, am Ende fehle auch das ganz große Sing- und Tanzfinale.[14]

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

  • Prädikat „besonders wertvoll“[6]

Bambi-Verleihung 2019

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Ich war noch niemals in New York. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 191692/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Ich war noch niemals in New York. Jugendmedien­kommission.
  3. a b c Ich war noch niemals in New York. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 4. Oktober 2019.
  4. a b Ich war noch niemals in New York. In: film.at. Abgerufen am 4. Oktober 2019.
  5. Rauschende Premiere von „Ich war noch niemals in New York“. In: filmecho.de. 10. Oktober 2019, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  6. a b Deutsche Filmbewertung und Medienbewertung FBW: Ich war noch niemals in New York. Abgerufen am 4. Oktober 2019.
  7. a b c Oliver Kube: Ich war noch niemals in New York: Die deutsche Antwort auf "Mamma Mia!" In: filmstarts.de. Abgerufen am 5. Oktober 2019.
  8. a b Ich war noch niemals in New York bei crew united. Abgerufen am 4. Oktober 2019.
  9. Ich war noch niemals in New York: Erster Trailer ist da. In: film.tv. 30. Juli 2019, abgerufen am 5. Oktober 2019.
  10. Martina Welt: "Zaubertrixxer" aus Niederkassel: Diese Zauberer bringen den Filmstars die Tricks bei. In: General-Anzeiger. 16. Oktober 2019, abgerufen am 19. Oktober 2019.
  11. Martin Schwickert: “Ich war noch niemals in New York”: Liebe ohne Leiden. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung/RND. 15. Oktober 2019, abgerufen am 15. Oktober 2019.
  12. Soundtrack: Alle Lieder aus der Musical-Verfilmung "Ich war noch niemals in New York" mit Songtext. In: songtexte.com. 9. November 2019, abgerufen am 10. November 2019.
  13. Andreas Fischer: Aus allen Zwängen flieh'n. In: Weser Kurier. 10. Oktober 2019, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  14. Peter Zander: Udo-Jürgens-Musical: „Ich war noch niemals in New York“ - Aber bitte mit Schmackes. In: Berliner Morgenpost. 14. Oktober 2019, abgerufen am 15. Oktober 2019.
  15. Drei Bambis für den deutschen Film – das sind die Nominierten. In: Focus.de. 23. Oktober 2019, abgerufen am 25. Oktober 2019.