Ich war zuhause, aber…

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Filmdaten
OriginaltitelIch war zuhause, aber…
ProduktionslandDeutschland, Serbien
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2019
Länge105 Minuten
AltersfreigabeFSK 6[1]
Stab
RegieAngela Schanelec
DrehbuchAngela Schanelec
ProduktionAngela Schanelec[2]
KameraIvan Marković
SchnittAngela Schanelec
Besetzung

Ich war zuhause, aber… ist ein deutsch-serbischer Spielfilm von Angela Schanelec aus dem Jahr 2019.

Das Familiendrama wurde am 12. Februar 2019 im Wettbewerb der 69. Berlinale uraufgeführt.[3]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 13-jährige Phillip verschwindet spurlos. Erst nach einer Woche taucht der Junge wortlos wieder auf. Was genau Phillip dazu gebracht hat, darüber können seine alleinerziehende Mutter Astrid und die Lehrer nur spekulieren. Als eine mögliche Ursache wird der Tod des Vaters angesehen. Dennoch bleibt sein Verhalten für alle rätselhaft. In der Folge sieht sich Phillips Umfeld mit existenziellen Fragen konfrontiert, die die gesamte Sicht auf das Leben verändern.[4][5] Astrid schaut in der Folge aus einem anderen Blickwinkel auf ihr bürgerliches Leben, ihre Arbeit im Berliner Kulturbetrieb und stellt auch ihre bisherige Kunstauffassung in Frage. Ihr fällt es schwerer, damit zurechtzukommen, dass Phillip ein eigenes Leben führt. Als ihr Sohn mit einer Blutvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wird, beginnt Astrid die Nerven zu verlieren. Phillip und seine kleine Schwester halten aber dennoch zu ihr.[6]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten des Films fanden vom 30. September bis 7. November 2017 in Berlin statt. Produziert wurde Ich war zuhause, aber… von der Berliner Produktionsfirma Nachmittagfilm und der serbischen Dart Film & Video.[7] Als Koproduzenten traten die Fernsehsender ZDF und 3sat auf. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, und das Medienboard Berlin-Brandenburg finanzierten den Film mit 250.000 bzw. 100.000 Euro.[8] Das serbische Film Center Serbia unterstützte die Produktion mit 42.377 Euro.[7] Der deutsche Kinostart ist voraussichtlich am 15. August 2019.[9] Ende September, Anfang Oktober 2019 soll er beim New York Film Festival gezeigt werden.[10]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt im internationalen Kritikenspiegel der britischen Fachzeitschrift Screen International 2,3 von vier möglichen Sternen und belegte damit gemeinsam mit dem italienischen Beitrag Paranza – Der Clan der Kinder einen 8. Platz unter allen 16 Berlinale-Wettbewerbsfilmen. Emin Alpers Kız Kardeşler und Nadav Lapids Synonymes (je 3,0) führten die Rangliste an.[11]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Ich war zuhause, aber… konkurrierte Angela Schanelec erstmals bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin um den Goldenen Bären, den Hauptpreis des Festivals. Sie wurde dort mit dem Regiepreis ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Ich war zuhause, aber…. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; April 2019; Prüfnummer: 189 051 K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. ICH WAR ZUHAUSE, ABER …. In: germanfilmsquarterly.de (abgerufen am 21. Januar 2019).
  3. Wettbewerb und Berlinale Special: Agnès Varda, Agnieszka Holland, Hans Petter Moland, Isabel Coixet und Wang Quan'an im Wettbewerbsprogramm / Regiedebüt von Chiwetel Ejiofor im Berlinale Special. In: berlinale.de, 10. Januar 2019 (abgerufen am 10. Januar 2019).
  4. Ich war zuhause, aber (2019). In: kino-zeit.de (abgerufen am 21. Januar 2019).
  5. I Was at Home, But. In: cineuropa.org (abgerufen am 21. Januar 2019).
  6. Profil bei berlinale.de (abgerufen am 31. Januar 2019).
  7. a b Petkovic, Vladan: Serbia funds new projects by Puiu, Schanelec, Komandarev and Bartas. In: cineuropa.org, 4. Juni 2018 (abgerufen am 21. Januar 2019).
  8. Projektdaten. In: crew-united.com (abgerufen am 21. Januar 2019).
  9. Ich war zuhause, aber… In: filmdienst.de. Filmdienst, abgerufen am 6. April 2019.
  10. Kate Erbland: NYFF Announces 2019 Main Slate, Including 'Parasite', 'Portrait of a Lady on Fire', and More. In: indiewire.com, 6. August 2019.
  11. Dalton, Ben: Two films tie for top spot on Screen's final Berlin jury grid. In: screendaily.com, 15. Februar 2019 (abgerufen am 16. Februar 2019).