Igensdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Igensdorf
Igensdorf
Deutschlandkarte, Position des Marktes Igensdorf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 37′ N, 11° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Forchheim
Höhe: 336 m ü. NHN
Fläche: 28,85 km²
Einwohner: 5025 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 174 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91338
Vorwahlen: 09192, teilweise 09126 (Eckental)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: FO, EBS, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 74 140
Marktgliederung: 25 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Forchheimer Straße 7
91338 Igensdorf
Webpräsenz: www.igensdorf.de
Bürgermeister: Wolfgang Rast (Igensdorfer Umland)
Lage des Marktes Igensdorf im Landkreis Forchheim
Landkreis Nürnberger Land Erlangen Landkreis Bamberg Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Bayreuth Bamberg Landkreis Bamberg Wiesenttal Igensdorf Hiltpoltstein Gräfenberg Hallerndorf Forchheim Hausen (bei Forchheim) Heroldsbach Eggolsheim Weißenohe Wiesenthau Weilersbach (Oberfranken) Unterleinleiter Pretzfeld Poxdorf (Oberfranken) Pinzberg Obertrubach Neunkirchen am Brand Leutenbach (Oberfranken) Langensendelbach Kunreuth Kleinsendelbach Kirchehrenbach Hetzles Gößweinstein Effeltrich Ebermannstadt Dormitz IgensdorfKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Igensdorf ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Forchheim.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Igensdorf liegt in der Fränkischen Alb am Südwestrand des Naturparks Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst und ist geprägt durch die Talauen der Schwabach, der Lillach und des Rüsselbachs. Die höchsten Erhebungen sind der Hetzleser Berg (549 m ü. NN), der Eberhardsberg (533,5 m ü. NN) mit dem Naturdenkmal Teufelstisch und der Küheberg (521 m ü. NN) mit dem westlichen Bergsporn Mitteldorfer Berg (507 m ü. NN und dem Burgstall Hainburg). Tiefster Punkt ist der Bereich um die Kläranlage Obere Schwabach mit zirka 314 m ü. NN.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind von Norden beginnend im Uhrzeigersinn Gräfenberg, Weißenohe, Schnaittach, Eckental, Kleinsendelbach, Neunkirchen am Brand, Hetzles und Kunreuth

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde gliedert sich in 25 Ortsteile[2]:

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der günstigen klimatischen Lage liegt Igensdorf in einem der größten Kirschenanbaugebiete Deutschlands.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 14. April 1109 wurde Igensdorf als „Diedungsdorf“, wohl nach einem Stammesführer namens Dieto benannt, in der Bestätigungsbulle, betr. die Stiftung des Klosters Weißenohe, erlassen von Papst Paschalis II., erstmals erwähnt. Es gehörte vom Beginn des 16. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zum nürnbergischen Pflegamt Hiltpoltstein. Am 30. Januar 1804 wurde Igensdorf preußisch, da es dem preußischen Stützpunkt Baiersdorf zugeschlagen wurde. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. 1809 wurde Igensdorf kurzzeitig österreichisch, danach bis 1811, als es zu Gräfenberg kam und somit wieder bayerisch wurde, französisch.

Bildung der neuen Gemeinde Igensdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Dachstadt, Rüsselbach und Stöckach im Zuge der Gemeindegebietsreform in die neu gebildete Gemeinde Igensdorf eingegliedert.[3] Lediglich Frohnhof wurde ab dem 1. Juni 1972 aufgrund einer Abstimmung dem Markt Eckental zugeordnet. Ursprünglich sollte die Gemeinde Igensdorf der Verwaltungsgemeinschaft Gräfenberg zugeteilt werden. Der hiesige Gemeinderat erkannte in diesem Vorhaben keine bürgernahe Lösung, zumal entscheidende Verwaltungsaufgaben in Gräfenberg wahrgenommen wurden und die Bürger sich zu einer Anfahrt dorthin genötigt sahen, um ihre Anliegen bearbeiten zu lassen. Mit dem Argument, dass eine Gemeinde von rund 3000 Einwohnern nicht zu klein sei, um funktionsgerecht arbeiten zu können, wurde von Seiten der Gemeindevertreter eine erneute Selbstständigkeit angestrebt und am 1. Januar 1980 auch erreicht. Dies wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst feierlich begangen.

Die Verleihung des Marktrechts am 23. August 1980 für die Gemeinde Igensdorf[4] stellte den Abschluss dieser Entwicklung dar.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Rüsselbach im Zuge der Gemeindegebietsreform in die Gemeinde Igensdorf eingegliedert, am 1. Januar 1975 folgte die bis dahin selbständige Gemeinde Pommer.[5]

Panorama Igensdorf Mitteldorf SK 0001.jpg

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktgemeinderat von Igensdorf hat 16 Mitglieder zuzüglich des Bürgermeisters.

CSU Igensdorfer Umland SPD Freie Wählergruppe Junge Bürger Bündnis 90 / Die Grünen Ortsverband Igensdorf (Grüne) Bürger Union Igensdorf (BUI) Gesamt
2014 3 6 2 1 1 2 1 16 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtszeit Name Partei
1972–2008 Erwin H. Zeiß (am 11. Januar 2009 Ernennung zum Ehrenbürger des Marktes Igensdorf) CSU
2008– Wolfgang Rast Igensdorfer Umland

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Unter rotem Schildhaupt, darin ein durchgehendes silbernes Balkenkreuz, gespalten; vorne in Gold ein halber schwarzer Adler am Spalt, hinten in Silber zwei rote Kirschen an einem Ast mit zwei Blättern.“

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Martin-la-Plaine

Am 26. September 1992 wurde in einem Festakt die Partnerschaft zwischen der Gemeinde Saint-Martin-la-Plaine und dem Markt Igensdorf geschlossen. Seither bestehen rege Kontakte auf den Gebieten der Kultur, des Vereinslebens und des Schüler- und Jugendaustausches.

St. Martin la Plaine liegt etwa 25 Kilometer südwestlich von Lyon und hat etwa 3500 Einwohner. Seine Fläche beträgt etwa 970 Hektar. Die durchschnittliche Höhe beträgt 430 Meter über dem Meeresspiegel. Die Gegend um St. Martin la Plaine ist geprägt von landwirtschaftlicher Nutzung, Obst- und Weinbau. Die Partnergemeinde hat eine lange Tradition im Schmiedehandwerk. Heute sind die meisten Werkstätten geschlossen, man betätigt sich nur noch mit Kunstschmiedearbeiten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Georgskirche in Igensdorf, Baumeister war Johann Trost 1687

Die Gemeinde Igensdorf ist Träger einer Sing- und Musikschule. Alljährlich findet der Igensdorfer Kultursommer mit zahlreichen Konzertveranstaltungen mit überwiegend klassischer Musik statt.

In den Ortsteilen Oberrüsselbach und Pettensiedel haben sich einige Künstler niedergelassen. Sehenswert ist die 1687 erbaute und 2006 renovierte St.-Georgs-Kirche, vor allem ihre Innenausstattung.

Ein neuer kultureller Höhepunkt ist der Sonnen- und Planetenweg. In verkleinertem Maßstab werden die Entfernungen zwischen den einzelnen Planeten und der Sonne gezeigt. Die Elemente wurden von dem Künstler Dieter Erhard projektiert.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 2 und an der Gräfenbergbahn (R21). In Igensdorf zweigt die Staatsstraße 2236 nach Forchheim ab. Bahnhöfe befinden sich in Weidenbühl (Bahnhof Rüsselbach), Igensdorf und Weißenohe.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111102/205711&attr=OBJ&val=1204
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 462.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 685.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 683.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Igensdorf – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien