Igney (Vosges)

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Igney
Wappen von Igney
Igney (Frankreich)
Igney
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Épinal
Kanton Châtel-sur-Moselle
Gemeindeverband Agglomération d’Épinal
Koordinaten 48° 16′ N, 6° 24′ OKoordinaten: 48° 16′ N, 6° 24′ O
Höhe 286–373 m
Fläche 7,66 km2
Einwohner 1.174 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 153 Einw./km2
Postleitzahl 88150
INSEE-Code

Rathaus Igney

Igney ist eine französische Gemeinde mit 1174 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Vosges in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Épinal, zum Kanton Châtel-sur-Moselle und seit 2012 zum Kommunalverband Agglomération d’Épinal.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Igney im Département Vosges

Igney liegt an der oberen Mosel, zehn Kilometer nördlich von Épinal, der Hauptstadt (chef-lieu) des gleichnamigen Arrondissements.

Zur 7,66 km² großen Gemeinde Igney gehört ein ca. 30 ha umfassendes Teichgebiet auf der rechten Seite einer Moselschlinge, der überwiegende Teil erstreckt sich vom linken Moselufer bis auf die bewaldeten Hügel westlich des Ortskerns, die das Flussbett der Mosel um fast 80 Meter überragen. Links der Mosel verläuft parallel der Canal des Vosges mit zwei seiner insgesamt 93 Schleusen auf dem Gebiet Igneys.

Die Lagen im Moseltal werden landwirtschaftlich genutzt oder sind von Wohn- und Gewerbegebieten geprägt. Der Waldanteil am Gemeindegebiet beläuft sich auf etwa 40 %.

Nachbargemeinden von Igney sind Nomexy im Norden, Vaxoncourt im Osten, Thaon-les-Vosges im Süden, Oncourt im Südwesten sowie Frizon im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reste einer Römerstraße in Richtung Bois de la Héronnière, einem Waldgebiet westlich von Igney, deuten auf eine frühe Besiedlung.

Für das 10. Jahrhundert ist die Existenz einer Pfarrei überliefert, die den Zehnten an das Kloster Remiremont einzog. Igney gehörte bis zur Französischen Revolution zum Herrschaftsbereich der Familie Mitry, eines alten lothringischen Adelsgeschlechtes.

Nahe Igney tobte Anfang 1814 eine Schlacht der Befreiungskriege, die die Franzosen gegen ein Kosakenheer für sich entscheiden konnten.

Ab Ende des 19. Jahrhunderts hielt wie im gesamten oberen Moseltal auch in Igney die Textilindustrie mit einer Weberei und einer Spinnerei Einzug. Der Höhepunkt der Beschäftigtenzahl wurde in den 1960er Jahren mit 600 erreicht. Mit der Schließung der Firma Boussac stieg die Arbeitslosigkeit in Igney und es kam zu verstärkter Abwanderung. In den nachfolgenden Jahrzehnten konnte allmählich eine neue Wirtschaftsstruktur aufgebaut werden.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2014
Einwohner 1308 1310 1307 1171 1075 1090 1112 1174

Die Auswirkungen des Niederganges der Textilindustrie waren bis in die 1980er Jahre an der Entwicklung der Einwohnerzahlen Igneys abzulesen, seitdem erholt sie sich wieder.

Kirche Saint-Nicolas in Igney

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land- und Forstwirtschaft spielen wie in den anderen Gemeinden im oberen Moseltal heute nur noch eine untergeordnete Rolle, wobei in Igney ein Rinderzuchtbetrieb ansässig ist. Im Süden der Gemeinde Igney besteht das 4 ha große Gewerbegebiet (Zone industrielle) ZI de Fontenay. Neben Handwerks- und Handelsbetrieben haben sich einige überregional agierende Metallbauunternehmen angesiedelt. Zu ihnen gehören SA Coanus, Portalys und Joel Deloy.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Nomexy zweigt die Départementsstraße 41 (nach Sanchey) von der Départementsstraße 157 ab, die am linken Moselufer entlangführt. Die zweispurige Nationalstraße 57 von Nancy nach Épinal verläuft mit einer Anschlussstelle durch das Gemeindegebiet von Igney. Der Haltepunkt Igney liegt an der dem Moseltal folgenden Bahnlinie Nancy-Épinal-Remiremont, die vom Unternehmen TER Lorraine betrieben wird.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag auf culture.gouv.fr. Abgerufen am 14. Januar 2011 (französisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]