Igor Achba

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Igor Achba (links) mit Dmitri Medwedew

Igor Achba (abchasisch Игор Мурат-иҧа Ахба/Igor Murat-ipa Achba; russisch Игорь Муратович Ахба/Igor Muratowitsch Achba; * 5. Februar 1949 in Suchumi, Sowjetunion) ist ein abchasischer Politiker und Diplomat. Er war 2004 kurze Zeit Außenminister der international nicht anerkannten Republik Abchasien und ist seit 2009 deren erster Botschafter in Russland.

1971 schloss Achba sein Studium an der Juristischen Fakultät der Moskauer Lomonossow-Universität ab und 1975 seine Aspirantur am Institut für Staat und Recht der Akademie der Wissenschaften der UdSSR im Fach Staats- und Völkerrecht. Von 1976 bis 1989 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Moskauer Lenin-Bibliothek. Von 1989 bis 1992 war er Referent beim Obersten Sowjet der UdSSR.

Achba beteiligte sich an der Gründung der Gesellschaft für abchasische Kultur, sowie einer abchasischen Zeitung und einer abchasischen Sonntagsschule in Moskau. 1992 wurde er vom Präsidenten der Republik Abchasiens, die sich in diesem Jahr für unabhängig erklärt hatte, zum offiziellen Vertreter Abchasiens in der Russischen Föderation ernannt. Nach dem Rücktritt des abchasischen Außenministers Sergei Schamba im Sommer 2004 kehrte Igor Achba nach Abchasien zurück um dessen Amt zu übernehmen. Schon im Dezember 2004 musste er jedoch auf Geheiß des neu gewählten abchasischen Präsidenten Sergei Bagapsch sein neues Amt wieder an Schamba abtreten. Achba kehrte daraufhin zurück nach Moskau. Nach der Anerkennung der abchasischen Unabhängigkeit durch die russische Regierung im August 2008 wurde er auch offiziell Botschafter Abchasiens in Russland.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stanislav Lakoba: Abchazija posle dvuch imperij XIX-XXI vv. Materik, Moskva 2004, ISBN 5-85646-146-0, S. 155f.