Igor Anatoljewitsch Ledjachow

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Igor Ledjachow
Igor Ledyakhov 2011.jpg
Igor Ledyakhov 2011
Personalia
Name Igor Anatoljewitsch Ledjachow
Geburtstag 22. Mai 1968
Geburtsort SotschiUdSSR
Größe 188 cm
Position Mittelfeldspieler
Junioren
Jahre Station
0000–1985 SKA Rostow
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1986–1987 Torpedo Taganrog 7 0(0)
1988–1989 SKA Rostow 64 0(1)
1990 Dnipro Dnipropetrowsk 5 0(1)
1991–1992 Rotor Wolgograd 34 0(2)
1992–1993 Spartak Moskau B 3 0(2)
1992–1994 Spartak Moskau 65 (21)
1994–2002 Sporting Gijón 206 (40)
1998 → Yokohama Flügels (Leihe) 23 (15)
2002–2003 SD Eibar 19 0(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1992 GUS 7 0(1)
1993–1994 Russland 9 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2007 FK Rostow (Sportdirektor)
2008–2009 Spartak Moskau (Jugend- und Co-Trainer)
2008 → Spartak Moskau (Interim)
2009–2010 Schinnik Jaroslawl
2011–2013 Spartak Moskau (Co-Trainer)
2013 Rotor Wolgograd
2013 FC Terek Grozny
2018 Baltika Kaliningrad
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Igor Anatoljewitsch Ledjachow (russisch И́горь Анато́льевич Ледя́хов, * 22. Mai 1968 in Sotschi) ist ein russischer Fußballtrainer und ehemaliger Mittelfeldspieler. Er war zuletzt 2009/10 Cheftrainer des russischen Erstdivisionisten Schinnik Jaroslawl, davor war er in verschiedenen Positionen im Trainerstab des Rekordmeisters Spartak Moskau angestellt, darunter im Sommer 2008 für einige Wochen als Interimscheftrainer. Als Mittelfeldspieler während der Zeit des Transition der UdSSR war er einer der besten Spieler von Spartak Moskau, während seiner Zeit dort wurde er dreimal in Folge russischer Meister, 1992 russischer Fußballer des Jahres und nahm als Nationalspieler an der Weltmeisterschaft 1994 teil. Im Anschluss wechselte er zum spanischen Erstligisten Sporting Gijón, bei dem er bis kurz vor Ende fast ein Jahrzehnt blieb.

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von seinem Jugendverein SKA Rostow wechselte er 1986 für zwei Jahre zum sowjetischen Drittligisten Torpedo Taganrog, bevor er 1988/89 wieder für SKA Rostow erstmals in der zweiten sowjetischen Liga zum Einsatz kam und schnell Stammspieler wurde.[1] 1990 spielte er für Dnipro Dnipropetrowsk erstmals erstklassig, bevor er nach einer kurzen Zwischenstation bei Rotor Wolgograd während des Übergangs vom sowjetischen zum russischen Ligabetrieb beim dominierenden Hauptstadtclub Spartak Moskau unter Vertrag genommen wurde.[2] Bei Spartak war als Abwehrspieler sehr torgefährlich und gewann die drei ersten russischen Meisterschaften und war gleichzeitig Nationalspieler (zuerst GUS dann Russland); er gehörte sowohl zum Kader für die EURO 1992, wie für die Weltmeisterschaft 1994.[3] Nach der WM wechselte er in die spanische Primera División zu Sporting Gijón, wo er zu den Stars des Teams gehörte, bevor er 1998 für einige Monate an den japanischen Club Yokohama Flügels ausgeliehen wurde.[2] Zurück in Spanien bei Sporting Gijón war seine sportliche Bilanz durchwachsen, er fiel eher durch Disziplinlosigkeit auf: so wurde er 2000 für sechs Spiele wegen Tätlichkeiten gegen Gegenspieler und den Schiedsrichter gesperrt und wegen Verstößen gegen die Disziplin von Gijón entlassen, nach einer Klage gegen den Verein deswegen verglich man sich in Höhe von ca. 500.000 Euro.[2] Nach Gijón spielte er noch eine Saison für den spanischen Zweitligisten SD Eibar, bevor er seine Karriere beendete.[3]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Frühjahr 2007 wurde Ledjachow Sportdirektor beim FK Rostow.[4] 2008 und 2009 arbeitete er im Trainerstab bei Spartak Moskau, im Sommer 2008 wurde er für wenige Wochen Interimscheftrainer des Clubs, bevor Anfang September Michael Laudrup neuer Chef wurde.[5] Kurz vor Weihnachten 2009 engagierte der 1.-Divisionist Schinnik Jaroslawl Ledjachow als Cheftrainer, nach dem neunten Spieltag und dem 18. Tabellenplatz der Saison 2010 wurde der Vertrag jedoch wegen Erfolglosigkeit einvernehmlich wieder aufgelöst.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andrei Moros: Ledjachow, Igor Anatoljewitsch. (Nicht mehr online verfügbar.) In: klisf.info. Klub Ljubitelei Istorii in Statistiki Futbola, archiviert vom Original am 26. September 2007; abgerufen am 6. Januar 2010 (russisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.klisf.info
  2. a b c Qué fue de… Lediakhov. In: 20minutos.es. 15. Oktober 2008, abgerufen am 27. Mai 2010 (spanisch).
  3. a b Igor Ledjachow. In: rusteam.com (Memento vom 12. Februar 2006 im Internet Archive). Abgerufen am 6. Januar 2010 (russisch).
  4. Ledjachow nasnatschen sportiwnym dipektorom FK Rostow. In: Gazeta.ru. 6. März 2007, archiviert vom Original am 4. August 2012; abgerufen am 6. Januar 2010 (russisch).
  5. Anton Solomin: "Moskwa" oderschala wolewuju pobedu nad "Spartakom". In: Sport-Express. 13. September 2008, abgerufen am 17. Januar 2010 (russisch).
  6. Michail Kontujew, Radmila Subjenko: Igor Ledjachow i Schinnik rastorgli dogowor po oboiudnomu soglassiu. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Komsomolskaja Prawda. 11. Mai 2010, archiviert vom Original am 6. Juni 2014; abgerufen am 27. Mai 2010 (russisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/yar.kp.ru