Igor Dawidowitsch Oistrach

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Igor Oistrach (2010)

Igor Dawidowitsch Oistrach (ukrainisch Ігор Давидович Ойстрах Ihor Dawydowytsch Ojstrach; russisch Игорь Давидович Ойстрах, wiss. Transliteration Igor Davidovič Ojstrach; * 27. April 1931 in Odessa; † 14. August 2021 in Moskau[1]) war ein sowjetischer bzw. ukrainischer Geiger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Igor Oistrach war der Sohn von Dawid Oistrach und einer der bedeutendsten Schüler seines Vaters.

Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 6 Jahren begann er, wie auch sein Vater, Violine zu spielen. Er nahm Unterricht bei Waleri Merenblum und Pjotr Stoljarski und studierte am Moskauer Konservatorium unter anderem in der Meisterklasse seines berühmten Vaters Dawid, mit dem er ein Vierteljahrhundert lang ein gefeiertes Duo bildete. 1947 gaben sie ein erstes gemeinsames Konzert mit Bachs d-Moll-Konzert und Mozarts Sinfonia concertante, die zum Markenzeichen gemeinsamen Musizierens wurden.

Konzertlaufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Debüt in der westlichen Welt gab er an der Royal Albert Hall. Es folgten Konzerttourneen durch die USA, Europa, Russland, Kanada, Südamerika, Japan und Australien. Er trat zusammen mit den bedeutendsten Orchestern und Dirigenten der Welt auf und konzertierte mit Pablo Casals und Yehudi Menuhin. Seit 1968 betätigt er sich auch als Orchesterdirigent und Bratscher.

Dawid Oistrach, Franz Konwitschny und Igor Oistrach 1957.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Preise gewann Igor Oistrach beim internationalen Wettbewerb in Budapest 1949 und beim Internationalen Henryk-Wieniawski-Violinwettbewerb 1952 in Posen.

Für die Einspielung sämtlicher Beethoven-Sonaten zusammen mit seiner Frau, der Pianistin Natalia Serzalowa, wurde das Künstlerpaar 1970 mit der Ehrenmitgliedschaft des Beethoven-Hauses in Bonn ausgezeichnet. Für die Einspielung aller Violinsonaten Mozarts mit ihnen als Interpreten wurde ihnen von Ariola-Eurodisc die Wiener Flötenuhr verliehen.

Nach ihm und seinem Vater wurde 2003 ein Asteroid benannt: (42516) Oistrach.[2]

Pädagogische Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1996 war Igor Oistrach Professor am Königlichen Konservatorium Brüssel. Sein Sohn Waleri Oistrach (* 19. September 1961), ebenfalls ein bekannter Violinist, setzt die Familientradition in dritter Generation fort.

Viele seine Schüler sind heutzutage bedeutende Künstler, darunter auch die slowakisch-österreichische Geigensolistin Jela Špitková.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Igor Oistrach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ушел из жизни выдающийся с&#. In: ClassicalMusicNews.Ru. 1. September 2021, abgerufen am 2. September 2021 (russisch).
  2. Igor Dawidowitsch Oistrach in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).Vorlage:JPL Small-Body Database/Wartung/Alt