Iguerande

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Iguerande
Iguerande (Frankreich)
Iguerande
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Saône-et-Loire
Arrondissement Charolles
Kanton Chauffailles
Gemeindeverband Canton de Semur-en-Brionnais
Koordinaten 46° 12′ N, 4° 5′ OKoordinaten: 46° 12′ N, 4° 5′ O
Höhe 245–425 m
Fläche 21,43 km2
Einwohner 1.002 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 47 Einw./km2
Postleitzahl 71340
INSEE-Code

Iguerande – Ortsbild

Iguerande ist eine französische Gemeinde mit 1002 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Saône-et-Loire in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Iguerande liegt in einer Höhe von etwa 270 Metern ü. d. M. auf dem Ostufer der Loire in der alten Kulturlandschaft des Brionnais im Süden Burgunds. Der Ort befindet sich etwa 34 Kilometer (Fahrtstrecke) südlich von Paray-le-Monial und etwa 22 Kilometer nördlich von Roanne. Die sehenswerten Orte Marcigny, Semur-en-Brionnais, Saint-Julien-de-Jonzy und Charlieu befinden sich allesamt im Umkreis von nur etwa 10–15 Kilometern.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 1.034 1.078 1.033 1.026 921 917 988

Im 19. Jahrhundert hatte der Ort lange Zeit über 1.200 Einwohner.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die hügelige Umgebung von Iguerande war schon immer landwirtschaftlich geprägt, wobei der bis ins 19. Jahrhundert hinein betriebene Weinbau nach der Reblauskrise gänzlich aufgegeben wurde. Heutzutage spielt die Viehzucht (Charolais-Rinder) eine größere Rolle. Der Ort selbst fungierte bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein als Handwerks-, Handels- und Dienstleistungszentrum für mehrere Weiler und Einzelgehöfte in der Umgebung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte des Ortes und seiner Umgebung reicht weit zurück: Bei Arbeiten an der Eisenbahnstrecke wurden im Jahr 1880 altsteinzeitliche Feuersteinfunde sowie eine polierte Axt aus grünem Porphyr aus der Jungsteinzeit entdeckt. In keltischer Zeit verlief hier die Grenze zwischen dem Siedlungsgebiet der Häduer und dem der Segusiavi. Bereits in einer Urkunde des 10. Jahrhunderts wird eine Kirche erwähnt. Im hohen Mittelalter gehörte der Ort zum cluniazensischen Priorat von Marcigny, das hier ein weiteres Priorat einrichtete.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Iguerande – Prioratskirche

Kirche Saint-André und Saint-Marcel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kirchenbauwerk ist seit dem Jahr 1913 als Monument historique anerkannt.[1]

Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auf einem nahegelegenen Hügel (colline du colombier) steht ein großes rundes Taubenhaus (pigeonnier oder colombier) aus dem 18. Jahrhundert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Iguerande – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Église, Iguerande in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)