Ihlowerfehn

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Koordinaten: 53° 23′ 50″ N, 7° 25′ 23″ O

Ihlowerfehn
Gemeinde Ihlow
Höhe: 2 (0,8–2) m ü. NN
Einwohner: 1964 (2013)
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 26632
Vorwahl: 04929, teilweise 04928
Fehnkanal mit Klappbrücken

Fehnkanal mit Klappbrücken

Die Windmühle in Ihlowerfehn

Ihlowerfehn ist der Hauptort der Gemeinde Ihlow im Landkreis Aurich in Ostfriesland und hatte im August 2013 1964 Einwohner.[1] Der Ort wurde im Jahre 1780 als Fehnsiedlung gegründet und entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zum Mittelpunkt dessen, was heute die Gemeinde Ihlow ist. Ihlowerfehn ist über die Kreisstraße 111 mit der Kreisstadt Aurich sowie mit der Anschlussstelle Riepe an der A 31 verbunden.

Lage und Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihlowerfehn (Ihlow) (Niedersachsen)
Ihlowerfehn (Ihlow)
Ihlowerfehn (Ihlow)
Lage von Ihlowerfehn in Niedersachsen

Ihlowerfehn liegt im Zentrum der Gemeinde Ihlow, etwa neun Kilometer südsüdwestlich von Aurich. Im Ortsgebiet dominieren Gley-Podsol-Böden, die auf Höhen von 0,8 bis 1,4 m ü. NN ansteigen. Im Westen dehnt sich Bereich mit Hochmoor und Deckkulturbodenauflage aus, im Osten dominiert Gley-Grund.[2] Östlich des Ortes erstreckt sich der Ihlower Forst, ein zirka 350 Hektar großes Waldstück, der ein beliebtes Naherholungsgebiet ist. Inmitten des Forstes liegen die Überreste des Klosters Ihlow, eines Zisterzienserklosters, das von 1228 bis 1528 bestand. In den 1990er Jahren wurde im Ort das Freizeitgebiet Ihler Meer geschaffen: ein künstlicher See, um den sich Wohngebiete und Freizeiteinrichtungen gruppieren.

In Ihlowerfehn befinden sich das Rathaus der Gemeinde,[3] eine Mehrzweckhalle[4] sowie die Hermann-Tempel-Gesamtschule[5], die das Schulzentrum der Gemeinde darstellt. In den vergangenen Jahren wurde die Infrastruktur durch die Ansiedlung von Einzelhandelsgeschäften deutlich ausgebaut.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lammert Harms Aden, Haye Gerdes Aden, Siebe(rt) Ecken Wultzen, Lücke Claessen und Otto Claessen gründeten die Fehnsiedlung 1780 in einem ehemals dem Kloster Ihlow zugehörigen Hochmoor westlich des Ihlower Forstes. Ihren Ursprung hat die Siedlung an einen nördlichen Seitenarm des Krummen Tiefs, den unteren Abschnitt des Reihertiefs.[6] Dieser wurde ausgebaut und später nach Westen ausgedehnt. 1804 wird der Ort erstmals als „Ihlower Vehn“ bezeichnet. Die heutige Schreibung ist seit 1852 belegt. Die Fehn-Siedlung wurde benannt nach dem alten Klostersitz Ihlow.[2] In kirchlicher Hinsicht gehörte Ihlowerfehn von 1780 bis 1790 zur Kirchengemeinde Weene und von 1790 bis 1899 zur Kirchengemeinde Bangstede.[7] Die Gründung der eigenständigen Kirchengemeinde Ihlow erfolgte am 22. Juni 1899.[8] Die Grundsteinlegung der Ihlower Kirche fand am 6. August 1901 und die Einweihung am 9. Februar 1902 statt.[8] Ende März 1902 wurde die Pfarrkollaboratur in eine eigenständige Pfarrstelle umgewandelt, am 29. April 1902 das Pfarrhaus fertiggestellt und im Mai 1902 Pastor Siefkes eingeführt.

Am 1. Juli 1972 wurde Ihlowerfehn in die neue Gemeinde Ihlow eingegliedert.[9] Der Gemeinderat wählte den Ort am 4. Dezember 1972 mit einer Stimme Mehrheit zum Hauptsitz der Gemeindeverwaltung.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ihlowerfehn “Aktuell”. Gemeinde Ihlow. Abgerufen am 15. Oktober 2013.
  2. a b Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: Ihlowerfehn, Verwaltungssitz der Gemeinde Ihlow, Landkreis Aurich (PDF; 762 kB), eingesehen am 27. Februar 2012.
  3. a b Ihlow.de: Ihlow stellt sich vor, eingesehen am 27. Februar 2012.
  4. Ihlow.de: Mehrzweckhalle und Veranstaltungshalle, eingesehen am 27. Februar 2012.
  5. Ihlow.de: Hermann-Tempel-Gesamtschule, eingesehen am 27. Februar 2012.
  6. Ihlow.de: Aus der Geschichte Ihlowerfehns, eingesehen am 27. Februar 2012.
  7. Genealogie-Forum: Ihlowerfehn, gesehen 10. Februar 2012.
  8. a b Johannes Bunger: Chronik der Kirchengemeinde Ihlowerfehn und Ludwigsdorf, gesehen 10. Februar 2012.
  9. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 261.