Iivo Niskanen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Iivo Niskanen Skilanglauf
20190227 FIS NWSC Seefeld Medal Ceremony 850 5369 Iivo Niskanen.jpg

Voller Name Iivo Henrik Niskanen
Nation FinnlandFinnland Finnland
Geburtstag 12. Januar 1992 (27 Jahre)
Geburtsort Oulu, Finnland
Karriere
Verein Puijon Hiihtoseura
Trainer Olli Ohtonen
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
JWM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Nationale-Medaillen 5 × Gold 3 × Silber 2 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Gold0 2014 Sotschi Teamsprint
0Gold0 2018 Pyeongchang 50 km klassisch
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
0Gold0 2017 Lahti 15 km klassisch
0Bronze0 2017 Lahti Teamsprint
0Bronze0 2019 Seefeld in Tirol 15 km klassisch
FIS Nordische Junioren-Ski-WM
0Bronze0 2011 Otepää Staffel
0Gold0 2014 Val di Fiemme 15 km klassisch
Logo des Finnischen Skiverbandes Finnische Meisterschaften
0Silber0 2014 Vantaa Sprint
0Bronze0 2014 Vaajakoski 10 km Freistil
0Gold0 2016 Ruka 50 km klassisch
0Silber0 2016 Taivalvaara 7,5 km klassisch
0Silber0 2016 Taivalvaara Verfolgung
0Gold0 2018 Taivalvaara 50 km klassisch
0Bronze0 2018 Taivalvaara Sprint klassisch
0Gold0 2019 Ylitornio 50 km Freistil
0Gold0 2019 Äänekoski 15 km Freistil
0Gold0 2019 Äänekoski Verfolgung
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 12. März 2011
 Weltcupsiege im Einzel 3  (Details)
 Gesamtweltcup 14. (2016/17)
 Sprintweltcup 24. (2017/18)
 Distanzweltcup 4. (2016/17)
 U23-Weltcup 4. (2014/15)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Distanzrennen 3 3 1
 Etappenrennen 0 0 1
 Teamsprint 0 0 1
Platzierungen im Continental Cup (COC)
 Debüt im Continental Cup 3. Januar 2009
 Continental-Cup-Siege 2  (Details)
 SCAN-Gesamtwertung 20. (2016/17)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 SCAN-Einzelrennen 2 0 0
letzte Änderung: 20. April 2019

Iivo Henrik Niskanen (* 12. Januar 1992 in Oulu) ist ein finnischer Skilangläufer. Seine bisher größten Erfolge sind die Olympiasiege 2014 im Teamsprint und 2018 über 50 Kilometer.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niskanen trat bei den Juniorenweltmeisterschaften 2010 in Hinterzarten erstmals in Erscheinung. Über 10 km klassisch erreichte er den siebten Platz. In der Saison 2010/11 nahm er am Scandinavian-Cup teil, wo er aber nur Platzierungen im Mittelfeld erreichte. Trotzdem bekam er am Ende der Saison sein Weltcupdebüt in Lahti. Das 20 km Skiathlonrennen musste er aber vorzeitig beenden, da er überrundet wurde. Einen Tag später belegte er den 66. Platz im Sprint. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2011 in Otepää holte er Bronze mit der Staffel.

In der Saison 2011/12 nahm er an einigen Rennen des Scandinavian Cups und Juniorenrennen teil. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2012 in Erzurum wurde er Vierter über 10 km klassisch. Niskanen nahm an der finnischen Juniorenmeisterschaft teil und gewann zweimal Gold und einmal Silber. Zum Saisonbeginn 2012/13 war der 40. Platz über 15 km seine beste Platzierung. Es folgten Teilnahmen am Scandinavian Cup und nationale Meisterschaften. Bei der finnischen Juniorenmeisterschaft 2013 gewann er zweimal Gold.

In der Saison 2013/14 trat Niskanen zunächst beim Scandinavian Cup an. Im Januar 2014 gewann er Silber im Sprint bei den finnischen Skilanglaufmeisterschaften. Ende Januar holte er Gold über 15 km klassisch bei den U23-Weltmeisterschaften im Val di Fiemme. Er durfte dann Anfang Februar wieder am Weltcup teilnehmen und erreichte in Toblach über 15 km klassisch den achten Platz und damit erstmals Weltcuppunkte. Durch diese guten Ergebnisse wurde er für das finnische Olympiateam nominiert. Bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi belegte er den vierten Platz über 15 km klassisch und verpasste um 0,2 Sekunden eine Medaille. Beim Teamsprint gewann er Gold zusammen mit Sami Jauhojärvi. Zum Auftakt der Saison 2014/15 in Ruka holte er über 15 km klassisch seinen ersten Weltcupsieg. Es folgten Platzierungen im Mittelfeld. Die Tour de Ski 2015 beendete er vorzeitig. Bei den Weltmeisterschaften 2015 in Falun kam er auf den 26. Platz im Skiathlon und den achten Rang mit der Staffel. In der U23 Wertung erreichte er den vierten Platz. Zu Beginn der Saison 2015/16 errang er den 27. Platz bei der Nordic Opening in Ruka. Seine beste Saisonplatzierung im Weltcup war der 12. Platz im 50 km Massenstartrennen in Oslo. Anfang April 2016 wurde er bei den finnischen Meisterschaften in Taivalvaara über 7,5 km klassisch und im Verfolgungsrennen jeweils Zweiter. Eine Woche später wurde er in Ruka finnischer Meister über 50 km.

Beim ersten Weltcup der Saison 2016/17 in Ruka holte Niskanen über 15 km klassisch seinen zweiten Weltcupsieg. Es folgte der zehnte Platz bei der Weltcup Minitour in Lillehammer. Im Januar 2017 gewann er in Lahti über 15 km klassisch sein erstes Rennen im Scandinavian Cup. Im folgenden Monat wurde er beim Weltcup in Otepää Zweiter über 15 km klassisch. Beim Saisonhöhepunkt, den Weltmeisterschaften 2017 in Lahti, gewann er die Bronzemedaille zusammen mit Sami Jauhojärvi im Teamsprint und die Goldmedaille über 15 km klassisch. Zudem errang er mit der Staffel den fünften Platz. Zum Saisonende belegte er im 50 km Massenstartrennen in Oslo den zweiten Platz und erreichte den 14. Platz im Gesamtweltcup und den vierten Rang im Distanzweltcup. Zu Beginn der Saison 2017/18 errang er den sechsten Platz beim Ruka Triple. Dabei wurde er Dritter über 15 km klassisch. Es folgten sieben Top-Zehn-Platzierungen, darunter Platz drei in Lahti über 15 km klassisch und erreichte damit den 15. Platz im Gesamtweltcup und den 13. Rang im Distanzweltcup. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang gewann er die Goldmedaille über 50 km im klassischen Stil. Im April 2018 wurde er im Taivalvaara finnischer Meister über 50 km klassisch.

Nach Platz sieben beim Lillehammer Triple zu Beginn der Saison 2018/19, siegte Niskanen beim Scandinavian-Cup in Vuokatti und beim Weltcup in Otepää jeweils über 15 km klassisch. Zudem errang er in Lahti den dritten Platz zusammen mit Ristomatti Hakola im Teamsprint und in Cogne den zweiten Platz über 15 km klassisch und erreichte damit den 20. Platz im Gesamtweltcup und den 13. Rang im Distanzweltcup. Beim Saisonhöhepunkt, den Weltmeisterschaften 2019 in Seefeld in Tirol, gewann er als Titelverteidiger über 15 Kilometer in der klassischen Technik die Bronzemedaille hinter dem Norweger Martin Johnsrud Sundby und dem Russen Alexander Bessmertnych, nachdem er vier Tage zuvor im Skiathlon als Vierter noch knapp eine Medaille verpasst hatte. Bei den finnischen Meisterschaften in Äänekoski und Ylitornio triumphierte er über 15 km klassisch, im Verfolgungsrennen über 15 km Freistil und über 50 km Freistil.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 30. November 2014 FinnlandFinnland Ruka 15 km klassisch Individualstart
2. 27. November 2016 FinnlandFinnland Ruka 15 km klassisch Individualstart
3. 20. Januar 2019 EstlandEstland Otepää 15 km klassisch Individualstart

Siege bei Continental-Cup-Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin Serie
1. 8. Januar 2017 FinnlandFinnland Lahti 15 km klassisch Individualstart Scandinavian Cup
2. 5. Januar 2019 FinnlandFinnland Vuokatti 15 km klassisch Individualstart Scandinavian Cup

Teilnahmen an Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014 Sotschi: 1. Platz Teamsprint klassisch 4. Platz 15 km klassisch, 6. Platz Staffel, 10. Platz 50 km Freistil Massenstart, 25. Platz 30 km Skiathlon
  • 2018 Pyeongchang: 1. Platz 50 km klassisch Massenstart, 4. Platz Staffel, 14. Platz Sprint klassisch, 19. Platz 30 km Skiathlon

Nordische Skiweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015 Falun: 8. Platz Staffel, 26. Platz 30 km Skiathlon
  • 2017 Lahti: 1. Platz 15 km klassisch, 3. Platz Teamsprint klassisch, 5. Platz Staffel
  • 2019 Seefeld in Tirol: 3. Platz 15 km klassisch, 4. Platz Staffel, 4. Platz 30 km Skiathlon, 7. Platz Teamsprint klassisch

Platzierungen im Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup-Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt die erreichten Platzierungen im Einzelnen.

  • Platz 1.–3.: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Hinweis: Bei den Distanzrennen erfolgt die Einordnung gemäß FIS.
Platzierung Distanzrennena Skiathlon
Verfolgung
Sprint Etappen-
rennenb
Gesamt Team
≤ 5 km ≤ 10 km ≤ 15 km ≤ 30 km > 30 km Sprint Staffel
1. Platz 3 3
2. Platz 2 1 3
3. Platz 2 2 1
Top 10 2 12 1 2 3 3 3 26 1 3
Punkteränge 4 19 1 4 9 10 4 51 1 5
Starts 2 7 21 4 5 13 20 5 77 1 5
Stand: Saisonende 2018/19
a inkl. Individualstarts und Massenstarts gemäß FIS-Einordnung
b Gesamtes Rennen, nicht Einzeletappen, z. B. Tour de Ski, Nordic Opening, Saison-Finale

Weltcup-Gesamtplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Distanz Sprint
Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz
2013/14 130 50. 122 31. 8 90.
2014/15 169 40. 161 24. 8 78.
2015/16 85 66. 63 43. 14 73.
2016/17 567 14. 476 4. 40 42.
2017/18 456 15. 290 13. 86 24.
2018/19 379 20. 305 13. 2 92.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niskanens Schwester Kerttu ist ebenfalls im Langlauf-Sport aktiv.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Iivo Niskanen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien