Ikke Hüftgold

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Ikke Hüftgold (* 1976 in Limburg an der Lahn; bürgerlich Matthias Distel[1]) ist ein deutscher Party-Schlager-Sänger.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ikke Hüftgold stammt aus dem Limburger Stadtteil Eschhofen. Unter seinem bürgerlichen Namen Matthias Distel machte er Abitur, absolvierte 1996 seinen Zivildienst in der Altenpflege und begann zu studieren, bevor er mit einem Partner in seiner Heimatstadt einen Gartenbaubetrieb aufbaute. Er brachte sich autodidaktisch mehrere Instrumente bei und war von 1993 bis 2006 Frontmann diverser Rockbands (u.a. Scarabäus, MARIUS). Ab 2007 schrieb und produzierte er Kinderhörspiele (u.a. Manolito, Die Reise beginnt), bis er aufgrund einer verlorenen Wette sein Talent für Partyschlager entdeckte. Mit seiner ersten Single Saufen ist Scheiße, doch wir machen's trotzdem gelang ihm der Sprung nach Mallorca und er absolvierte dort 2009 seinen ersten Auftritt im Bierkönig. Dort wurde er schnell zur Kultfigur und absolviert mittlerweile jährlich über 150 Auftritte auf Mallorca und im deutschsprachigen Europa. Auf Mallorca ist er der meistgebuchte deutsche, männliche Künstler mit 3 Auftritten in der Woche. Seine Markenzeichen sind der Trainingsanzug und der erhobene Mittelfinger von ihm und seinen Fans, wenn er die Bühne betritt.

2014 gelang ihm mit Dicke Titten, Kartoffelsalat der Durchbruch. Der Titel wurde zum Mallorcahit. Viele weitere folgten.

Als Songwriter und Produzent für Sänger wie Willi Herren, Jürgen Milski, Mia Julia, Menderes Bagci, Hans Entertainment, Carsten Spengemann, Thomas Anders, Jörg und Dragan (Die RTL-Autohändler), Killermichel, Lorenz Büffel uva. gehört er seitdem gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Dominik de Leon zu den erfolgreichsten Partyschlagerproduzenten Deutschlands. 2015 und 2016 kamen die Partyschlagerhits des Jahres auch von den beiden (Mia Julia - Mallorca, da bin ich daheim / Lorenz Büffel - Johnny Däpp).

2012 gewann er den Ballermann-Award in der Kategorie „Bester Newcomer“. 2014 stieg er zusammen mit Willi Herren mit dem Titel So gehn die Gauchos (So gehn die Deutschen) zum ersten Mal in die deutschen Charts ein. Die deutsche Fußballnationalmannschaft hatte das Lied nach dem Gewinn des Weltmeistertitels gegen Argentinien bei der Rückkehrfeier in Berlin gesungen. Es basiert auf dem Kinderlied Ich kenne einen Cowboy.[2]

2017 sorgte sein Song Urensohn für große öffentliche Aufmerksamkeit. Der im Refrain dargebotene Text „Imo Erner ist kein Urensohn“ ist eine unmissverständliche Anspielung auf bereits zuvor verbreitete Schmähgesänge gegen den deutschen Fußball-Nationalspieler Timo Werner [3]. Obwohl der Text aus rein formaler Sicht diesen Schmähgesängen widerspricht („... ist kein ...“), wurde Ikke Hüftgold von zahlreichen Medien vorgeworfen, mit seinem Song eine weitere Verbreitung der Schmähgesänge gegen Werner bewusst in Kauf zu nehmen oder gar zu beabsichtigen. Ikke Hüftgold widersprach diesen Vorwürfen: Er betonte den Satire-Charakter des Songs und versicherte, er habe Werner damit sogar in Schutz nehmen wollen. [4][5][6]

Als Künstler und Musikexperte steht Ikke Hüftgold unter anderem regelmäßig für RTL Explosiv, Sat 1 Akte, Taff auf Pro7 vor der Kamera.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
So gehn die Gauchos (so gehn die Deutschen) (vs. Willi Herren)
  DE 99 08.08.2014 (1 Wo.) [7]
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Alben

  • Ballerpunk (2016)

Singles

  • Fußballgötter / Ikke Hüftgold feat. Hepatitis (2010)
  • Wir wollen feiern (… wohohohohoho) / Ikke Hüftgold und DJ Düse (2011)
  • Pik Pik Pik (Finger in den A…) (2011)
  • Brigütte - Komm mit mir in die Hütte (2011)
  • Bongiorno / Ikke Hüftgold, Peter Wackel (2012)
  • Ich will Sex mit dir Carmen / Ikke Hüftgold und Lorenz Büffel (2012)
  • Der Mickie Krause Song (2013)
  • Der gecoverte Coversong (2013)
  • Dicke Titten, Kartoffelsalat (2014)
  • So gehn die Gauchos (So gehn die Deutschen) / Ikke Hüftgold und Willi Herren (2014)
  • Salz auf die Eier / Ikke Hüftgold feat. Carsten Spengemann
  • Leck die Tussy / Ikke Hüftgold und DJ Düse (2015)
  • Wenn ich wieder nüchtern bin (2015)
  • Hose runter! / Ikke Hüftgold und Sandy Sahne (2015)
  • Quellkartoffel & Dupp Dupp (2015)
  • Dicke Titten, Kartoffelsalat (Feat. Volksmetal) (2016)
  • Wir sind Mallorca / Mia Julia & Ikke Hüftgold (2016)
  • Wir sind der Ballermann / Mia Julia & Ikke Hüftgold (2016)
  • Wir sind der Bierkönig / Mia Julia & Ikke Hüftgold (2016)
  • Vor, zurück / Ikke Hüftgold & Willi Herren (2016)
  • So gehn die Deutschen (So gehen die Holländer: EM 2016 Mix) / Willi Herren vs. Ikke Hüftgold (2016)
  • So wie in alten Tagen / Ikke Hüftgold und Rick Arena (2016)
  • Huuh (2016)
  • Alle Blau (2016)
  • Don't Take Me Home (2017)
  • Urensohn (2017)
  • Modeste Song / Ikke Hüftgold & VFL Eschhofen feat. Kreisligalegende (2017)

Coversongs

  • Hackevoll durch die Nacht (Cover zu Atemlos durch die Nacht) (2014)
  • An Tagen wie diese (Cover zu An Tagen wie diesen der Toten Hosen) (2015)
  • You'll never walk alone (Bierkönig Version) (Cover zu You'll never walk alone)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neues von Ikke Hüftgold, Nassauische Neue Presse, 12. März 2012
  2. “Gaucho-Song”: Willi Herren und Ikke Hüftgold haben einen neuen Party-Hit, klatsch-tratsch.de, 19. Juli 2014
  3. Der Umgang mit Timo Werner ist entwürdigend, welt.de, 10.01.2017
  4. Er macht aus Timo Werner „imo erner urensohn“, welt.de, 19.05.2017
  5. Ballermann-Sänger verhöhnt Werner, sport1.de, 19.05.2017
  6. Ikke Hüftgold würde Timo Werner gerne ein Bier ausgeben, rp-online.de, 12.06.2017
  7. Willi Herren vs. Ikke Hüftgold - So gehn die Gauchos (So gehn die Deutschen) - swisscharts.com

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]