Ildikó Enyedi

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Ildikó Enyedi bei der Berlinale 2017

Ildikó Enyedi [ˈildikoː ˈɛɲɛdi] (* 15. November 1955 in Budapest) ist eine ungarische Filmregisseurin und Gewinnerin des Goldenen Bären 2017.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Enyedi studierte zunächst Betriebswirtschaft, dann Filmregie in Budapest und Montpellier. Mit ihrem Erstlingsfilm Mein 20. Jahrhundert begeisterte sie 1989 Kritik und Publikum auf dem Filmfestival in Cannes und erhielt die Caméra d’Or für den besten Nachwuchsfilm. Dieser Film ebenso wie ihre späteren großen Arbeiten, insbesondere Simon Magus und Magic Hunter (eine Variante des „Freischütz“) sind durch eine ganz eigene Mischung von poetischer Leichtigkeit und Melancholie gekennzeichnet.

Für ihren fünften Spielfilm Testről és lélekről (dt: „Körper und Seele“), ein romantisches Melodram,[1] erhielt Enyedi 2017 den Goldenen Bären der 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Der Film spielt in einem Schlachthaus in Budapest und handelt von der jungen Qualitätsprüferin Mária (dargestellt von Alexandra Borbély), die sich in ihren älteren Vorgesetzten, den verschlossenen Endre (Géza Morcsányi), verliebt.[2]

2017 wurde sie in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) aufgenommen, die jährlich die Oscars vergibt.[3] Im selben Jahr wurde Enyedi auch in die Wettbewerbsjury der 74. Internationalen Filmfestspiele von Venedig eingeladen.

Seit 1989 ist sie mit dem in Ungarn lebenden deutschen Germanisten Wilhelm Droste verheiratet und hat mit ihm zwei Kinder.

Filmographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1989: Mein 20. Jahrhundert (Az én XX. századom)
  • 1994: Freischütz – Magic Hunter (Bűvös vadász)
  • 1997: Winterliebe (Tamás és Juli)
  • 1999: Simon mágus
  • 2004: Európából Európába 8 (Kurzfilm)
  • 2008: Első szerelem (Kurzfilm)
  • 2012–2014: Terápia (Fernsehserie)
  • 2017: Testről és lélekről

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ildikó Enyedi – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ildikó Enyedi is back with On Body and Soul bei cineuropa.org, 23. Juni 2015 (abgerufen am 16. Dezember 2016).
  2. Profil bei berlinale.de (abgerufen am 18. Februar 2017).
  3. „Class of 2017“. Zugegriffen 30. Juni 2017. http://www.app.oscars.org/class2017/.