Ilisos

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Ilisos
Ιλισός
Ansicht des Ilissos mit dem Tempel des Zeus Olympios. Zeichnung von Edward Dodwell (1821)

Ansicht des Ilissos mit dem Tempel des Zeus Olympios. Zeichnung von Edward Dodwell (1821)

Daten
Lage Athen (Griechenland)
Flusssystem Ilisos
Quelle am Hymettos
Mündung in die Bucht von Faliro (Saronischer Golf)Koordinaten: 37° 56′ 23″ N, 23° 40′ 51″ O
37° 56′ 23″ N, 23° 40′ 51″ O

Der Ilisos (griechisch Ιλισός, auch Ιλισσός, Ilissos) ist ein kleiner, meist wasserarmer, die Ebene von Athen durchströmender Fluss in Griechenland. Er entspringt am Hymettosgebirge, fließt nach Südwesten, berührt dabei das antike Zentrum der Stadt und mündet bei Paleo Faliro in den Saronischen Golf. Heute ist der Fluss durch mehrere wichtige Straßenachsen überbaut.

Unweit des Verlaufs des Ilisos fand man vor einigen Jahren die vermutlichen Überreste der Schule des Aristoteles, des Lykeion. In der griechischen Mythologie spielt der Fluss eine besondere Rolle: So berichtet Platon im Phaidros, dass an seinem Ufer Oreithyia, die Tochter des Athener Königs Erechtheus spielte, als sie von Boreas entführt wurde. Boreas zu Ehren wurde später von den Athenern in der Nähe des Flusses ein Altar errichtet und ein Fest namens Boreasmos eingeführt, wie Pausanias (Buch I 19,1) und Apollonios von Rhodos (Argonautika, I 212ff.) berichten. Daneben spielte der Fluss eine Rolle bei den kleineren Mysterien von Eleusis, der Myesis. Im Rahmen dieses Initiationsrituals reinigten sich die Priester nach der Opferung eines Schweines im Ilisos.

Am Ilisosufer liegt ein Heiligtum, in dem unter anderem auch eine Statue der Aphrodite gefunden wurde. Es wird als Heiligtum der Artemis Agrotera identifiziert. Ebenfalls am Ufer des Ilisos und in unmittelbarer Nähe zu dem Heiligtum befand sich das antike Panathenäische Stadion (heute aufgrund der Marmorausstattung auch Kallimarmaro genannt), das für die ersten modernen Olympischen Spiele 1896 wieder aufgebaut wurde.

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