Illesheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Illesheim
Illesheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Illesheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 29′ N, 10° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Burgbernheim
Höhe: 321 m ü. NHN
Fläche: 21,41 km2
Einwohner: 906 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91471
Vorwahl: 09841
Kfz-Kennzeichen: NEA, SEF, UFF
Gemeindeschlüssel: 09 5 75 133
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 30
91471 Illesheim
Webpräsenz: www.illesheim.de
Bürgermeister: Heinrich Förster (Freie Bürger)
Lage der Gemeinde Illesheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
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Über dieses Bild
Urfersheim, die evangelisch-lutherische Pfarrkirche Sankt Bartholomäus

Illesheim ist eine Gemeinde im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Mittelfranken. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Burgbernheim.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Siedlungsgebiet Illesheims liegt am Südufer der kurz davor entspringenden Aisch.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Bad Windsheim, Obernzenn, Oberdachstetten, Marktbergel und Burgbernheim.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illesheim hat sieben amtlich benannte Ortsteile:[3]

Die Penleinsmühle ist kein amtlich benannter Ortsteil.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1136 als Hillinsheim erstmals urkundlich belegt. Der Ortsname enthält den Personennamen Hillin, der als Gründer der Siedlung angesehen werden kann.[4]

Östlich von Illesheim lag die Burg Röllinghausen, Sitz der Herren von Gailingen, die 1381 in einer Fehde des Raubritters Eppelein von Gailingen mit dem Nürnberger Burggrafen zerstört und nach Wiederaufbau im Bauernkrieg von 1525 endgültig zerstört wurde.[5][6]

Das Kloster Heilsbronn erwarb in Illesheim nur wenige Gefälle.[7]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Illesheim 41 Haushalte, von denen 19 der Reichsstadt Windsheim, 17 dem Rittergut Illesheim, einer dem Hofkastenamt Ansbach, einer der Pfarrei Ottenhofen und drei der Pfarrei Illesheim unterstanden. Die Dorfs- und Gemeindeherrschaft hatten die Reichsstadt Windsheim und das Rittergut Illesheim gemeinsam inne.[8] 1801 gab es im Ort 40 Haushalte.[9]

Im Jahre 1810 kam Illesheim an das neue Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es 1811 dem Steuerdistrikt Schwebheim zugewiesen. 1817 wurde die Ruralgemeinde Schwebheim gebildet, zu der Illesheim gehörte. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) löste sich Illesheim mit der Aisch-, Eisen- und Gackenmühle und bildete eine eigene Ruralgemeinde.[10] Die Ruralgemeinde Illesheim unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Windsheim und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ipsheim. Die freiwillige Gerichtsbarkeit und die Polizei für 14 Anwesen hatte jedoch bis 1848 das Patrimonialgericht Illesheim inne.[11] Ab 1862 wurde Illesheim von dem Bezirksamt Uffenheim (ab 1938 Landkreis Uffenheim) und ab 1856 von dem Rentamt Windsheim (ab 1920 Finanzamt Windsheim) verwaltet. Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Windsheim, ab 1880 Amtsgericht Windsheim. Die Gemeinde hatte 1961 eine Gebietsfläche von 5,305 km².[12]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1975 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Urfersheim und Westheim eingegliedert.[13]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Illesheim

Jahr 1818 1840 1852 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1961 1970 1987 2005 2011 2016
Einwohner 276 297 283 288 270 281 264 273 295 286 297 287 275 265 270 272 298 1434 594 821 517 425 849 902 954 906
Häuser[14] 52 56 64 56 56 53 92 99 224 303
Quelle [15] [16] [17] [18] [17] [19] [17] [17] [20] [17] [17] [21] [17] [17] [17] [22] [17] [17] [17] [23] [12] [24] [25] [26] [26]

Ort Illesheim

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 258 280 266 260 272 260 254 795 501 413 353
Häuser[14] 49 54 52 52 50 88 95 102
Quelle [15] [16] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [12] [24] [25]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Kommunalwahlen 2014 führte zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Schwarz über einem fünfspeichigen silbernen Rad schräg gekreuzt ein gestürztes goldenes Messer und ein goldener Kreuzstab.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illesheim hat einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Neustadt (Aisch)–Steinach bei Rothenburg. Illesheim liegt östlich am Schnittpunkt der Bundesstraßen 13 mit der 470, die direkt nördlich am Ortsrand vorbeiführt. Die Kreisstraße NEA 39 führt nach Urfersheim. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schwebheim.

Militär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde befinden sich der Flugplatz Illesheim mit den Storck Barracks, ein großer Hubschrauberstützpunkt, der von der United States Army betrieben wird. Am 29. April 2015 gab die United States Army im Zusammenhang mit der Umstrukturierung der 12. Kampfhubschrauberbrigade eine umfangreiche Truppenreduzierung bekannt.[27]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kaspar Bundschuh: Illesheim. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 12 (Digitalisat).
  • Reinhold Hoeppner (Hrsg.): Landkreis Uffenheim. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1972, DNB 730115267, S. 67.
  • Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 104 (Digitalisat). Ebd. S. 213 (Digitalisat).
  • Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 383 (Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
  • Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Uffenheim (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 22). Deutscher Kunstverlag, München 1966, DNB 457879262, S. 121–123.
  • Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 110.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Illesheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Illesheim im BayernAtlas
  3. Illesheim in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  4. W.-A. v. Reitzenstein, S. 110.
  5. Eugen Schöler: Historische Familienwappen in Franken, 1982, S. 48
  6. H. K. Ramisch, S. 122.
  7. G. Muck, Bd. 2, S. 383.
  8. H. H. Hofmann, S. 104.
  9. J. K. Bundschuh, Bd. 3, Sp. 12.
  10. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 73 (Digitalisat). H. H. Hofmann S. 227.
  11. H. H. Hofmann, S. 213.
  12. a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 829 (Digitalisat).
  13. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 723.
  14. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  15. a b Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann meherer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 45 (Digitalisat). Für die Gemeinde Illesheim zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Aischmühle (S. 4), Eisenmühle (S. 22) und Gackenmühle (S. 28).
  16. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 261 (Digitalisat). Laut Historischem Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 298 Einwohner.
  17. a b c d e f g h i j k l Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S. 185, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  18. a b Joseph Heyberger (Hrsg.): Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabethischem Ortslexikon. Literar.-artist. Anst. der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1096, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  19. a b kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarr-, Schul- u. Postzugehörigkeit. … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt, Sp. 1263, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  20. a b Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1198 (Digitalisat).
  21. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1271 (Digitalisat).
  22. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1309 (Digitalisat).
  23. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1132 (Digitalisat).
  24. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 175 (Digitalisat).
  25. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 340 (Digitalisat).
  26. a b Illesheim: Amtliche Statistik des LfStat
  27. U.S. Army Europe Public Affairs: Umstrukturierung der 12. Kampfhubschrauberbrigade. In: www.army.mil. Abgerufen am 2. Mai 2015.