Illschwang

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Illschwang
Illschwang
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Illschwang hervorgehoben

Koordinaten: 49° 27′ N, 11° 41′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-Sulzbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Illschwang
Höhe: 488 m ü. NHN
Fläche: 54,21 km2
Einwohner: 1985 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92278
Vorwahl: 09666
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 131
Gemeindegliederung: 32 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Dorfplatz 2
92278 Illschwang
Website: www.illschwang.de
Erster Bürgermeister: Dieter Dehling[2] (CSU)
Lage der Gemeinde Illschwang im Landkreis Amberg-Sulzbach
Auerbach in der OberpfalzKönigstein (Oberpfalz)Hirschbach (Oberpfalz)EtzelwangWeigendorfBirglandKastl (Lauterachtal)EdelsfeldEdelsfeldVilseckNeukirchen bei Sulzbach-RosenbergSulzbach-RosenbergEichen (gemeindefreies Gebiet)FreihungHirschauGebenbachSchnaittenbachHahnbachIllschwangFreudenberg (Oberpfalz)UrsensollenEbermannsdorfEnsdorf (Oberpfalz)KümmersbruckRieden (Oberpfalz)HohenburgSchmidmühlenPoppenrichtAmmerthalAmbergLandkreis Neustadt an der WaldnaabWeiden in der OberpfalzLandkreis SchwandorfLandkreis BayreuthLandkreis Nürnberger LandLandkreis Neumarkt in der OberpfalzKarte
Über dieses Bild

Illschwang ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach sowie deren Hauptort.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Oberpfälzer Jura etwa 15 Kilometer westlich von Amberg und ca. 50 Kilometer östlich von Nürnberg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 32 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals im Jahr 1086 unter dem Namen Ilswank urkundlich erwähnt. Zunächst war er im Besitz des Klosters Kastl. Durch Markgraf Diepold III. von Vohburg wurde er 1118 dem Kloster Reichenbach geschenkt, das hier eine Propstei errichtete. Die Klosterzugehörigkeit dauerte bis zur Aufhebung des Klosters in der Säkularisation 1803 an.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der kommunalen Neuordnung Bayerns wurden am 1. Juli 1972 die Gemeinde Dietersberg[4] und am 1. Juli 1976 die Gemeindeteile Bachetsfeld, Bodenhof und Schwand der aufgelösten Gemeinde Bachetsfeld eingegliedert. Am 1. Januar 1978 folgten die Gemeinden Augsberg, Teile der Gemeinde Angfeld sowie der Gemeindeteil Götzendorf der aufgelösten Gemeinde Götzendorf.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1.591 auf 1.985 um 394 Einwohner bzw. um 24,8 %. Am 31. Dezember 2008 zählte Illschwang 2.130 Einwohner.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort gibt es die Simultankirche St. Vitus (Veit). Illschwang zählt zu den neun Gemeinden im Nordwesten der Oberpfalz, in der die Bevölkerung mehrheitlich evangelisch ist.[6]

Politik und Öffentliche Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Illschwang.

Gemeinderatswahl 2020[7]
(in %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,34
33,51
16,15
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a CSU einschließlich BV
aktuelle Sitzverteilung im Gemeinderat Illschwang (15. März 2020)
   
Insgesamt 14 Sitze

CSU einschließlich BV

St. Vitus in Illschwang

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Dieter Dehling (CSU-BV).[8] Bei der Bürgermeisterwahl vom 15. März 2020 wurde er mit 74,82 % der Stimmen wiedergewählt.[9]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 14 Mitglieder. Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Erste Bürgermeister. Bei der Gemeinderatswahl vom 15. März 2020 haben von den 1.661 stimmberechtigten Einwohnern in der Gemeinde Illschwang 1.260 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 75,86 % lag.[10]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Illschwang
Blasonierung: „Über blauem Schildfuß, darin eine silberne heraldische Lilie, in Gold ein roter Drache.“[11]

Dieses Wappen wird seit 1986 geführt.

Wappenbegründung: Der Drache symbolisiert die historische Zugehörigkeit der Propstei Illschwang zum Kloster Reichenbach; die Propstei hatte die Rechte einer Hofmark. Der Drache ist das apokryphe Wappen Markgraf Diepolds III. von Vohburg, der Illschwang um 1120 an das von ihm gegründete Benediktinerkloster schenkte. Die Lilie stammt aus dem Wappen des Klosters Kastl, das seit spätestens 1139 das Zehntrecht in der Pfarrei Illschwang besaß und dem die Pfarrei 1325 inkorporiert wurde. Die Farben Silber und Blau im Schildfuß erinnern an die Landesherrschaft der Wittelsbacher seit dem 14. Jahrhundert.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbeitsplätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 gab es in der Gemeinde 294 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 881 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 587 Personen größer als die der Einpendler. 19 Einwohner waren arbeitslos.

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2016 gab es 60 landwirtschaftliche Betriebe. Von der Gemeindefläche waren 2161 Hektar landwirtschaftlich genutzt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt

  • eine Kindertageseinrichtung mit 85 genehmigten Plätzen und 62 angemeldeten Kindern (Stand 1. März 2018) und
  • die Grundschule Illschwang mit 135 Schülern und sieben Lehrern (Schuljahr 2018/19).[12]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illschwang ist ein vielfach prämiertes Dorf und erhielt 1990 den Bundespreis "EUROPA NOSTRA" für eine mustergültige und nachhaltige Dorferneuerung. Eine internationale Jury verlieh Illschwang 1992 den Europäischen Dorferneuerungspreis. Das Ortsbild wird bestimmt durch die in Bayern einzigartige Simultanpfarrkirche St. Vitus bzw. St. Veit, die von Reichenbacher Mönchen im 12. Jahrhundert errichtet wurde. Sie steht auf einem von weitem sichtbaren Hügel und ist von einer burgartigen Maueranlage umgeben.

Blick auf Illschwang

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Simultankirche St. Magdalena in Götzendorf und die barocke Simultankirche St. Margareth im Gemeindeteil Frankenhof.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden führt die Bundesautobahn 6 durch das Gemeindegebiet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pater Leo König SJ (* 11. Mai 1852 in Illschwang; † 19. April 1928 in Kalksburg/Österreich), Geschichtsforscher, Komponist, Professor
  • Johann Christian Heinrich Seidel, evangelischer Pfarrer und Liederdichter (1743–1787)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Illschwang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Erster Bürgermeister der Gemeinde Illschwang. Gemeinde Illschwang, abgerufen am 6. April 2021.
  3. Gemeinde Illschwang in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 28. Juli 2020.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 578.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 639 und 640.
  6. Mariä Himmelfahrt: Kein Feiertag in neun Oberpfälzer Gemeinden, BR24, abgerufen am 15. August 2020.
  7. Ergebnis Kommunalwahl 2020. OK.VOTE, 15. März 2020, abgerufen am 16. Mai 2020.
  8. Erster Bürgermeister der Gemeinde Illschwang. Gemeinde Illschwang, abgerufen am 24. August 2020.
  9. Ergebnis Kommunalwahl 2020. OK.VOTE, 15. März 2020, abgerufen am 16. Mai 2020.
  10. Ergebnis Kommunalwahl 2020. OK.VOTE, 15. März 2020, abgerufen am 16. Mai 2020.
  11. Eintrag zum Wappen von Illschwang in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  12. Grundschule Illschwang in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 28. Juli 2020.