Ilmmünster

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ilmmünster
Ilmmünster
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ilmmünster hervorgehoben
Koordinaten: 48° 29′ N, 11° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Pfaffenhofen an der Ilm
Verwaltungs­gemeinschaft: Ilmmünster
Höhe: 451 m ü. NHN
Fläche: 13,89 km2
Einwohner: 2127 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 153 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85304
Vorwahl: 08441
Kfz-Kennzeichen: PAF
Gemeindeschlüssel: 09 1 86 130
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Freisinger Straße 3
85304 Ilmmünster
Webpräsenz: ilmmuenster.123cms.de
Bürgermeister: Anton Steinberger (CSU)
Lage der Gemeinde Ilmmünster im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Ingolstadt Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Dachau Landkreis Eichstätt Landkreis Freising Landkreis Kelheim Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Baar-Ebenhausen Ernsgaden Geisenfeld Gerolsbach Hettenshausen Hohenwart Ilmmünster Jetzendorf Manching Münchsmünster Pfaffenhofen an der Ilm Pörnbach Reichertshausen Reichertshofen Rohrbach (Ilm) Scheyern Schweitenkirchen Vohburg an der Donau WolnzachKarte
Über dieses Bild

Ilmmünster ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ilmmünster.

Basilika St. Arsatius Ilmmünster

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren folgende Gemarkungen: Ilmmünster, Ilmried.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ilmmünster gehörte zum im 8. Jahrhundert gegründeten Stift Ilmmünster. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete bis zur Aufhebung 1803 eine geschlossene Hofmark, deren Sitz das Stift war. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Ilmried eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden diese Einwohnerzahlen ermittelt:

  • 1960: 1307 Einwohner
  • 1961: 1314 Einwohner
  • 1970: 1429 Einwohner
  • 1980: 1511 Einwohner
  • 1990: 1732 Einwohner
  • 1995: 1909 Einwohner
  • 2000: 1968 Einwohner
  • 2005: 2160 Einwohner
  • 2010: 2102 Einwohner
  • 2011: 2097 Einwohner
  • 2012: 2073 Einwohner
  • 2013: 2082 Einwohner
  • 2014: 2075 Einwohner
  • 2015: 2127 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Anton Steinberger (CSU).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau zwei schräg gekreuzte silberne Krummstäbe, an der Kreuzung überdeckt von einem wachsenden goldenen Kirchturm mit Treppengiebel.“

Für Ilmmünsters Geschichte war das auf eine frühmittelalterliche Gründung zurückgehende Chorherrenstift von sehr großer Bedeutung. Nach der Übertragung des Stiftes an das Kollegiatstift beim Dom in München (1494) war letzteres als Grundherrschaft der bestimmende Faktor in der Entwicklung des Ortes. Ein eindrucksvolles Denkmal dafür ist der heute noch die Gemeinde beherrschende Bau der Arsatius-Kirche mit dem charakteristischen Treppengiebel. Das Wappen stellt die Leitlinien der Ortsgeschichte dar, indem es den heraldisch stilisierten Turm mit Treppengiebel mit dem Hinweis auf die Grundherrschaft des Stiftes (Krummstäbe) kombiniert. Die Farben Silber und Blau weisen außerdem darauf hin, dass schon seit dem 12. Jh. das Haus Wittelsbach als bayerische Landesherrschaft mit Ilmmünster in enger Verbindung stand.

1969 wurde von Max Reinhart aus Passau der Entwurf eines neuen Gemeindewappens angefertigt. Es wurde von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns am 22. Juli 1970 fachgutachtlich befürwortet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wahrzeichen, die Basilika bei Nacht (November 2012)

Die dreischiffige Basilika St. Arsatius wurde 1210/20 erbaut und ist das Wahrzeichen von Ilmmünster. Sie war die Stiftskirche des Stiftes Ilmmünster.

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 250 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 733. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 45 Betriebe, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 48 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 756 ha, davon waren 439 ha Ackerfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hallertauer Hopfentour, ein Radweg durch die Hallertau, verläuft durch die Gemeinde.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 551.
  3. Radweg Hallertauer Hopfentour. Hopfenland Hallertau Tourismus e. V., abgerufen am 6. Oktober 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ilmmünster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien