Ilsank

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Historische Karte von Engedey (Engedein), mit dem Anwesen Illsank. Der heutige Ortsteil Ilsank liegt östlich davon (etwa wo Hollereben eingezeichnet ist, und weiter östlich).

Ilsank ist eine Siedlung in der Gemeinde Bischofswiesen im Landkreis Berchtesgadener Land.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ilsank ist direkt an einem rund 460 Meter langen Streckenabschnitt der Ramsauer Straße (Bundesstraße 305, hier Teil der Deutschen Alpenstraße) zwischen Ramsau und Berchtesgaden gelegen und nimmt eine Fläche von rund 3,7 Hektar ein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Bekanntmachung des Flächennutzungsplans am 17. Mai 2011 und der zuvor vom Gemeinderat am 19. April 2011 beschlossenen Festlegung seiner Grenzen im Innenbereich wurde es als eigenständiger Ortsteil der Gemeinde Bischofswiesen ausgewiesen.[1] Es wurde jedoch kein neuer Name für einen amtlich benannten Gemeindeteil erteilt. Damit ist Ilsank nach wie vor Teil des Gemeindeteils (Gnotschaft) Engedey.[2][3]

Seinen Namen erhielt der neue Ortsteil vom historischen Anwesen (ganzer Hof) Illsank, bzw. Illsankmühle nach der statistischen Übersicht von 1698, damals eines von 20 Anwesen bzw. von 16 ganzen Höfen.[4] Die Illsankmühle stand jedoch 200 Meter weiter westlich als das westlichste Gebäude des heutigen Ortsteils, unmittelbar westlich des Bachmanngrabens nahe dessen Mündung in die Ramsauer Ache.

1817 wurde für die Soleleitung von Berchtesgaden über Ramsau nach Bad Reichenhall von Georg Friedrich von Reichenbach in der Siedlung Ilsank ein Brunnhaus mit der von ihm bereits 1810 entwickelten Wassersäulenhebemaschine eingerichtet, die zum höher gelegenen Brunnhaus Söldenköpfl einen Höhenunterschied von 360 m zu überwinden vermochte. Die Reichenbachpumpe war von 1817 bis 1927 in Betrieb, danach wurde sie durch eine Änderung der Streckenführung nicht mehr benötigt.[5] Auf dem alten Soleleitungsweg sind u. a. in Ilsank noch heute die seinerzeit genutzten Holzrohre (Deicheln) zu sehen.[5]

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Soleleitung
  • Bachmann-Kapelle am Vierradweg, offener Bau mit Vordach und Ausstattung aus dem 17./18. Jahrhundert[7]
  • Historische und denkmalgeschützte Bauernhäuser: Bachmann-Lehen, Geisstall, Schobertiefenlehen, Stadlhäusl, Schneckenlehen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

mit Wohnsitz in Ilsank

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtsblatt Nr. 20 vom 17. Mai 2011 (PDF; 1,7 MB) Bekanntmachung 4, Seite 4
  2. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern Gebietsstand: 25. Mai 1987, München, 1991, S. 70
  3. behoerdenwegweiser.bayern.de
  4. Statistische Übersicht nach dem Stand von 1698. 1. Land= und Pfleggericht Berchtesgaden. Gnotschaft Bischofswiesen. Sechster Gnotschafterbezirk = heutige Gnotschaft Engedey (Engedei)
  5. a b ramsau.de Die alte Soleleitung von Berchtesgaden über Ramsau nach Bad Reichenhall
  6. SpVGG Engedey, Sitz der SpVGG Engedey in Ilsank.
  7. books.google.de Wilhelm Neu, Volker Liedke, Otto Braasch: Oberbayern: Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler, S. 129

Koordinaten: 47° 37′ N, 12° 57′ O