Ilse Willers

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ilse Willers (* 1912 in Galbrasten) ist eine deutsche Malerin und Grafikerin, die in Hamburg lebt und arbeitet. Ihr Schaffen steht in der Tradition des Surrealismus und Expressionismus.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ilse Willers zog nach dem Abitur in Insterburg zum Studium nach Berlin. Sie schrieb sich an der Kunstgewerbeschule in Berlin-Charlottenburg ein und setzte ihr Ausbildung nach einem Semester an der Staatlichen Kunstschule in Berlin-Schöneberg fort. Wiederum nach einem Semester entschloss sich Willers, ihr Studium an der Kunstakademie in Königsberg unter Heinrich Wolff fortzusetzen. Es folgte die Vertreibung aus Ostpreußen, worauf sie sich in Norddeutschland niederließ.

Im Laufe ihres Lebens bildete sie sich künstlerisch weiter fort und besuchte in Hamburg Kurse bei Karl Kluth, Eduard Hopf, Eylert Spars, Fritz Husmann, Erich Wessel oder war Schülerin des Expressionisten Oskar Kokoschka[1] und Johnny Friedländer[2] in der Sommerakademie in Salzburg. Von letzterem erlernte sie die Technik der Farbradierung. In den 1960er Jahren zeichnete sie u. a. Inszenierungen am Thalia-Theater in Hamburg.

Im Jahr 1987 erreichte Willers den 3. Platz für Graphik beim Grand Prix d’Arc in Nürnberg. 1995 erhielt sie den Arnold-Fiedler-Preis in Hamburg. 1981 gab das Kulturgeschichtliche Museum Osnabrück einen Katalog aller bis dato geschaffenen Radierungen, Holzschnitte und Gemälde heraus.

Ihre Arbeiten in verschiedenen Museen und Kunstvereinen gezeigt, darunter im Märkischen Museum Witten, Kunsthaus Hamburg, in der Kunsthalle Wilhelmshaven, im Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück, Kunstverein Salzgitter, Museum Husum oder Kubus Hannover. Werke von ihr befinden sich in verschiedenen deutsche Museen, u. a. im Museumsberg Flensburg und ihr Nachlass an Theaterzeichnungen in der Theatersammlung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.[3]

Einzelausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolff-Thomsen, Ulrike: Lexikon schleswig-holsteinischer Künstlerinnen. Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens, Heide 1994.
  • Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg (Hg.): Künstler in Hamburg. Christians Verlag, Hamburg 1982.
  • Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück (Hg.): Ilse Willers. Verlag Rasch, Bramsche 1981.
  • Märkisches Museum Witten (Hg.): Ilse Willers. Farbradierungen, Ölbilder. Verlag des Märkischen Museums, Witten 1975.
  • Kunsthalle Wilhelmshaven (Hg.): Kriemhild Flake, Anna Maria Strackerjan, Ilse Willers. Verlag der Kunsthalle Wilhelmshaven, Wilhelmshaven 1973.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. in das Ostpreussenblatt
  2. Artikel in der Augsburger Allgemeine
  3. Webseite der Theatersammlung der SUB Hamburg
  4. Ausstellungsankündigung in Die Weltkunst
  5. Ausstellungsankündigung in Die Kunst und das Schöne Heim