Im Dutzend billiger (1950)

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Film
Deutscher TitelIm Dutzend billiger
OriginaltitelCheaper by the Dozen
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1950
Länge 86 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Walter Lang
Drehbuch Lamar Trotti
Produktion Lamar Trotti
Musik Cyril J. Mockridge
Kamera Leon Shamroy
Schnitt J. Watson Webb
Besetzung
Synchronisation
Chronologie

Nachfolger →
Im Dutzend heiratsfähig

Im Dutzend billiger (Cheaper by the Dozen) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahre 1950. Regie führte Walter Lang. Für das Drehbuch adaptierte Lamar Trotti das Buch gleichen Namens von Frank Bunker Gilbreth Jr. und Ernestine Gilbreth Carey. Die Hauptrollen spielten Clifton Webb, Myrna Loy und Jeanne Crain.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film beginnt mit einem Bild von Providence im Jahre 1921. Dort, so Ann Gilbreth aus dem Off, lebte sie zu dieser Zeit. Der Film aber sei über ihre Familie, vor allem über ihren Vater Frank Gilbreth, einem Experten für Effizienz, und ihre Mutter Lillian.

Frank kehrt von einer Reise nach Hause zurück und ruft seine elf Kinder zusammen, wobei er misst, wie lange sie dafür brauchen. Nachdem er sie einzeln begrüßt hat, verkündet er, dass die Familie nach Montclair umziehen wird. Der Umzug erfolgt mit der kompletten Familie im Familienwagen. Bei der Anmeldung in der neuen Schule müssen alle Kinder mit, auch die, die diese Schule gar nicht besuchen werden und es peinlich finden, dorthin mitzugehen. Der Grund: Die Familie muss vorgezeigt werden. Dabei demonstriert Frank – natürlich vollständig bekleidet und auf bzw. vor einem Stuhl sitzend – den anwesenden Lehrerinnen, wie man sich effizient wäscht.

Frank und die meisten seiner Kinder müssen sich die Mandeln entfernen lassen. Dies muss in der Wohnung der Familie geschehen (nicht im Krankenhaus), damit die Operationen gefilmt werden können. Anhand der Filmaufnahmen will Frank den Ärzten dann erklären, wie sie effektiver arbeiten können. Bei den Kindern geschieht dies unter Narkose, doch bei Frank geht dies nicht – wie sonst könnte er das Filmen beaufsichtigen? Als er nach seiner Operation völlig erschöpft in sein Schlafzimmer geführt wird, gesteht ihm der Kameramann, dass er vergessen hat, einen Film einzulegen.

Das zwölfte Kind wird geboren. Damit ist die geplante Anzahl erreicht. Lillian macht klar, dass es nun genug ist. Bei der Vorstellung des Jungen in der Familie wird ein Familienfoto erstellt.

Eine Mrs. Amelia Mebane besucht Lillian und fragt an, ob diese die Vorsitzende der örtlichen Gruppe einer Organisation zur Geburtenkontrolle sein möchte. Lillian holt ihren Gatten zu dem Gespräch. Dieser ruft die Kinder zusammen (dieses Mal sind sie schneller als beim letzten Mal), woraufhin Mrs. Mebane geschockt die Flucht ergreift.

Im Urlaub auf Nantucket beginnt Ann, sich gegen die ihrer Meinung nach altmodischen Ansichten ihres Vaters bezüglich der Bekleidung und der Frisuren seiner Töchter aufzulehnen. Sie setzt dies auch zu Hause fort. Als sie zu einem Schulball eingeladen wird, setzt Frank durch, dass er mitkommt. Zunächst erntet er dort Kopfschütteln von vielen der Schüler. Später überrascht er Ann aber, indem er mit mehreren ihrer Mitschülerinnen und schließlich auch mit ihr tanzt.

Frank verabschiedet sich von seiner Familie. Er will auf Tagungen in Prag und London Vorträge über Effizienzsteigerungen halten. Allerdings hat er bereits am Bahnhof einen tödlichen Herzanfall. Der Familienrat tritt zusammen, und sie beschließen, dass Lillian Franks Arbeit übernehmen soll, während die Kinder ihr beim Haushalt helfen. Die Familie soll zusammen bleiben und auch nicht zur Großmutter ziehen. Aus dem Off erzählt Ann, dass Lillian die Vorträge für Frank gehalten hat und später zur führenden Kapazität auf diesem Gebiet wurde.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Produktionsfirmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde von 20th Century Fox produziert.

Literaturvorlage und Familiengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dem Buch Im Dutzend billiger erzählen die Autoren in humorvoller Weise Episoden aus ihrer Kindheit und Jugend bis zum Tod ihres Vaters 1924.

In der wirklichen Familiengeschichte verstarb die zweitälteste Tochter Mary bereits im Alter von sechs Jahren. Im Film wird sie eher nebensächlich dargestellt, und sie hat auch keinen Text.[1] Robert wird als jüngstes Kind der Familie gezeigt. In Wirklichkeit war er aber der zweitjüngste, die jüngste war Jane.[1]

Schauspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clifton Webb, der 1949 eine Oscarnominierung für die Rolle des Lynn Belvedere im Film Belvedere räumt auf (Sitting Pretty) erhalten hatte, schien die Idealbesetzung für die Rolle des Frank Gilbreth Sr zu sein. Auf die Ähnlichkeit der beiden Rollen wies Bosley Crowther in seiner Filmkritik hin.[2]

Für Myrna Loy war mit ihren 45 Jahren die Zeit der Hauptrollen vorbei. Sie wurde gewarnt, dass die Rolle der Mutter von zwölf Kindern ihre Karriere beenden könne. Doch sie bewunderte die reale Lillian Gilbreth und nahm daher die Rolle an.[3] Diese Rolle war ihre letzte größere Hauptrolle.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dutzend billiger wurde synchronisiert von der Elite Film Franz Schröder GmbH. Konrad Wagner schrieb das Dialogbuch und führte auch Synchronregie.[4][5]

Rolle Schauspieler Synchronsprecher
Frank B. Gilbreth Sr. Clifton Webb Alfred Balthoff
Lillian Gilbreth Myrna Loy Friedel Schuster
Ann Gilbreth Jeanne Crain Bettina Schön
Dr. Burton Edgar Buchanan Walter Altenkirch

Uraufführungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Welturaufführung war am 31. März 1950 in New York.[6][2] Die deutsche Uraufführung war am 20. September 1951.[7] Vertrieben wurde der Film von 20th Century Fox.

Am 16. März 2004 wurde der Film auf DVD veröffentlicht.[8]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dutzend billiger wurde als „angenehm anzuschauen“[9], als „witzig–nostalgische Familiengeschichte“[10] oder auch als „charmante Unterhaltung für die ganze Familie“[7] bezeichnet. Es habe Wärme, Charme und echte Lacher[11] und sei ein „spaßiger und manchmal bizarrer Familienfilm“,[8] ein „Blick zurück in die Zeit als Vater noch der König seiner Burg war“.[8] Zur Veröffentlichung wurde der Film auch als einer der „frischesten … Familienfilme“ bezeichnet,[12] zur DVD-Veröffentlichung 2004 wurde er allerdings als „nicht mehr frisch“ betrachtet.[9] Gerade wegen des diktatorischen Vaters habe der Film ein Verfallsdatum.[11]

Es wird dem Film vorgeworfen, er sei „episodisch anstatt handlungsgetrieben“,[2][3] es sei also keine zusammenhängende Geschichte.[11] Es geschehe einfach „eine kleine Sache nach der anderen in einem Haus mit vielen Kindern“.[2] Die Regie wird als etwas steif empfunden[8] und das ganze sei „geistiger Kaugummi“.[9]

Clifton Webb wird zumeist gelobt. Er spiele den Vater perfekt bis in die Details.[11] Der Film sei „getragen von einem wunderbaren Hauptdarsteller“[7] oder gar „kunstvoll um den triumphierenden Mr. Webb gestaltet“.[2] Allerdings wird auch angemerkt, dass „Clifton Webb durchschnittlich als Vater des Hauses war“.[9]

Nachwirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 5. Juli 1951 sendete das Lux Radio Theatre eine Hörspielfassung. Als Frank Gilbreth Senior trat Clifton Webb auf.[13]

Im Jahre 1952 entstand mit Im Dutzend heiratsfähig die Fortsetzung des Films, basierend auf einer Fortsetzung des Buches.

Die Komödien Im Dutzend billiger aus dem Jahre 2003 und Im Dutzend billiger 2 – Zwei Väter drehen durch mit Steve Martin und Bonnie Hunt basieren nur sehr lose auf den Büchern bzw. den Originalfilmen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Cheaper by the Dozen (1950) Trivia. In: Turner Classic Movies. Archiviert vom Original am 11. September 2018; abgerufen am 20. März 2016 (englisch).
  2. a b c d e Bosley Crowther: Cheaper by the Dozen (1950). In: The New York Times. 1. April 1950 (online [abgerufen am 20. März 2016]).
  3. a b Margarita Landazuri: Cheaper by the Dozen (1950) Articles. In: Turner Classic Movies. Archiviert vom Original am 11. September 2018; abgerufen am 20. März 2016 (englisch).
  4. Im Dutzend Billiger (1950). In: synchrondatenbank.de. Abgerufen am 20. März 2016.
  5. Im Dutzend billiger. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 20. März 2016.
  6. Im Dutzend billiger Release Info. In: IMDb. Abgerufen am 20. März 2016 (englisch).
  7. a b c Im Dutzend billiger. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 20. März 2016. 
  8. a b c d Jeff Ulmer: Cheaper by the Dozen (1950). In: digitally Obsessed! 16. März 2004, abgerufen am 20. März 2016 (englisch).
  9. a b c d John Sinnott: Cheaper by the Dozen (1950). In: DVD Talk. 22. Februar 2004, abgerufen am 20. März 2016 (englisch).
  10. Im Dutzend billiger. In: cinema. Abgerufen am 20. März 2016.
  11. a b c d Craig Butler: Cheaper by the Dozen (1950). In: AllMovie. Abgerufen am 20. März 2016 (englisch).
  12. Hal Erickson: Cheaper by the Dozen (1950) Review Summary. In: The New York Times Online. Abgerufen am 20. März 2016 (englisch).
  13. lux Radio theatre (745) cheaper by the dozen. In: Old Time Radio Downloads. Abgerufen am 20. März 2016.