Imitation (Musik)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Mit „Imitation“ (lateinisch imitatio ‚Nachahmung‘) wird in der Musik das Auftreten eines Themas (soggetto) oder Motivs in einem Musikstück nacheinander in verschiedenen Stimmen bezeichnet. Dabei kann das Thema auch leicht verändert auftreten, wobei der Beginn des Themas meist exakt beibehalten wird.

Vor allem in den Epochen Barock und Renaissance war dies ein beliebtes Kompositionsprinzip. Dabei erscheint das Thema zuerst in einer Stimme und durchwandert in der Folge meist alle weiteren Stimmen. Das Imitationsprinzip findet sich noch bis weit in die Klassik hinein, nimmt dort aber bereits deutlich ab.

Gattungen, für die die Imitation bestimmend ist, sind insbesondere Kanon, Fuge und Ricercar. Imitationen sind aber ein allgemein verwendbares Stilmittel und kommen deshalb auch in vielen weiteren Gattungen vor (z. B. Madrigal oder Motette).

Eine besonders kunstvolle Verwendung der Imitation findet sich in Choralbearbeitungen im Stil Johann Pachelbels (Pachelbel-Form). Hier wird der Beginn jeder Choralzeile in allen Stimmen in kurzen Notenwerten zitiert (sogenannte „Vorimitation“), bevor in der Cantus-firmus-Stimme die ganze Choralzeile in langen Notenwerten erscheint.