Important Project of Common European Interest

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Die Important Projects of Common European Interest (IPCEI) sind strategische Förderprojekte der Europäischen Kommission unter dem Dach der Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU (DG GROW) zur Innovation in ressourcenintensiven Kernmarktsegmenten.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 2018 geschaffene Strategic Forum for IPCEI koordiniert die Einrichtung der Projekte. Es soll die Kommission bei einer „gemeinsamen Vision der zentralen Wertschöpfungsketten Europas“ unterstützen, Vereinbarungen für gemeinsame Investitionen in die identifizierten Bereiche forcieren und die Kooperation zwischen öffentlichen Einrichtungen und sonstigen Stakeholdern der EU-Mitgliedstaaten befördern.[1]

IPCEI sollen „signifikanten Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit oder Wertschöpfung in der EU nehmen“, wo bisher ein Marktversagen vorzuliegen schien, und dabei einen Effekt über die beteiligten Mitgliedstaaten und Unternehmen haben. Vorhaben sollen neue Produkte oder Produktionsprozesse mit hohen Bedarf an Forschung, Entwicklung und Innovation schaffen und kofinanziert werden. Bis zu einer gewissen Höhe sollen sich teilnehmende Unternehmen die anfallenden Kosten inklusive des Roll-Outs dadurch vollständig erstatten lassen können.[2] Die beabsichtigten Erfolge müssen dabei deutlich über den Stand der Technik hinausgehen.[3]

Auflistung bisheriger IPCEI[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thema Einrichtung Fokusthemen Beteiligte (Auswahl)
Mikroelektronik 2018 Energieeffiziente Chips, Leistungshalbleiter, Smart Sensors, Optische Komponenten, Verbundmaterialien CEA-Leti, Globalfoundries, Soitec, ST Microelectronics, X-FAB, Elmos, Infineon, Murata, Bosch, Semikron, TDK-Micronas, AMTC, Zeiss, Azur Space Solar Power, Osram
Batteriezellen 2019 Roh- und Werkstoffe, Zellen und Module, System, Umnutzung, Recycling und Raffination BASF, Solvay, Umicore, BMW, FAAM, Varta, Fortum
Wasserstoff In Vorbereitung tba N.N.
Pharmazeutische Industrie deutsch-französischer Vorschlag[4] Gesundheitsvorsorge, resiliente Wertschöpfungsketten N.N.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Strategic Forum for Important Projects of Common European Interest (IPCEI) (Strategic Forum for IPCEI). In: EU Monitor. PDC, abgerufen am 10. Februar 2021 (englisch).
  2. What's an IPCEI? In: Hydrogen for Climate Action Coalition. Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU, Hydrogen Europe, abgerufen am 10. Februar 2021 (amerikanisches Englisch).
  3. Häufig gestellte Fragen zum "Important Project of Common European Interest (IPCEI)". Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 10. Februar 2021.
  4. 3. Deutsch-Französischer Technologiedialog. Stärkung der Widerstandsfähigkeit der europäischen Medizin- und Pharmaindustrie. Pressemitteilung 185. In: Die Bundesregierung. 31. Mai 2021, abgerufen am 4. Juni 2021.