Indolin

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Strukturformel
Strukturformel von Indolin
Allgemeines
Name Indolin
Andere Namen
  • 2,3-Dihydro-1H-Indol
  • 1H-Indolin
  • 1-Azaindan
  • Benzopyrrolidin
Summenformel C8H9N
CAS-Nummer 496-15-1
PubChem 10328
Kurzbeschreibung

bei Raumtemperatur farblose Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse 119,16376 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,069 g·cm−3[1]

Siedepunkt

230 °C[1]

Löslichkeit
  • löslich in organischen Lösungsmitteln[1]
  • wenig löslich in Wasser[1]
Brechungsindex

1,5922[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
07 – Achtung
H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338​‐​302+352​‐​321​‐​405​‐​501Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][3]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 22​‐​36/37/38
S: 23​‐​26​‐​36/37
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Indolin ist eine chemische Substanz und kommt als Strukturfragment in vielen Naturstoffen vor.

Darstellung[Bearbeiten]

Indolin kann durch Reduktion von Indol mit Zinkstaub und 85%-iger Phosphorsäure dargestellt werden. Im Gegensatz zu früheren Synthesen kommt es hierbei kaum zu Polymerisation als Nebenreaktion.[5]

Verwendung[Bearbeiten]

Indolin wird verwendet zur Herstellung von Pharmazeutika und Farbstoffen.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Eintrag zu Indolin. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 14. Juni 2014.
  2. T. Tóth, Á. Gerecs: Indole and Indole Derivatives, IX in Acta Chimica Hungarica: a Journal of the Hungarian Academy of Sciences, 67, Nr. 2, 1971, S. 229–239
  3. a b c Datenblatt Indolin bei AlfaAesar, abgerufen am 4. Mai 2013 (JavaScript erforderlich).
  4. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist nur noch auf Altbeständen zu finden und von rein historischem Interesse.
  5.  Lloyd J. Dolby, Gordon W. Gribble: A convenient preparation of indoline. In: Journal of Heterocyclic Chemistry. 3, Nr. 2, Juni 1966, S. 124–125, doi:10.1002/jhet.5570030202 (PDF).