Indolin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Strukturformel von Indolin
Allgemeines
Name Indolin
Andere Namen
  • 2,3-Dihydro-1H-Indol
  • 1H-Indolin
  • 1-Azaindan
  • Benzopyrrolidin
Summenformel C8H9N
CAS-Nummer 496-15-1
PubChem 10328
Kurzbeschreibung

bei Raumtemperatur farblose Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse 119,16376 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,069 g·cm−3[1]

Siedepunkt

230 °C[1]

Löslichkeit
  • löslich in organischen Lösungsmitteln[1]
  • wenig löslich in Wasser[1]
Brechungsindex

1,5922[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
07 – Achtung
H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338​‐​302+352​‐​321​‐​405​‐​501 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][3]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 22​‐​36/37/38
S: 23​‐​26​‐​36/37
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Indolin ist eine chemische Substanz und kommt als Strukturfragment in vielen Naturstoffen vor.

Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Indolin kann durch Reduktion von Indol mit Zinkstaub und 85%iger Phosphorsäure dargestellt werden. Im Gegensatz zu früheren Synthesen kommt es hierbei kaum zu Polymerisation als Nebenreaktion.[5]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Indolin wird verwendet zur Herstellung von Pharmazeutika und Farbstoffen.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Eintrag zu Indolin. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 14. Juni 2014.
  2. T. Tóth, Á. Gerecs: Indole and Indole Derivatives, IX in Acta Chimica Hungarica: a Journal of the Hungarian Academy of Sciences, 67, Nr. 2, 1971, S. 229–239
  3. a b c Datenblatt Indolin bei AlfaAesar, abgerufen am 4. Mai 2013 (JavaScript erforderlich).
  4. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  5. Lloyd J. Dolby, Gordon W. Gribble: A convenient preparation of indoline. In: Journal of Heterocyclic Chemistry. Band 3, Nr. 2, Juni 1966, S. 124–125, doi:10.1002/jhet.5570030202 (englisch, PDF).