Industrial Digital Twin Association

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Industrial Digital Twin Association e. V.
(IDTA)
Logo der IDTA.svg
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 23. September 2020 in Frankfurt am Main
Gründer ABB, Asentics, Bitkom, Bosch, Bosch Rexroth, Danfoss, Endress+Hauser, Festo, Homag, KUKA, Lenze, Pepperl+Fuchs, Phoenix Contact, SAP, Schneider Electric, Schunk, Siemens, Trumpf, Turck, VDMA, Volkswagen, Wittenstein, ZVEI
Sitz Frankfurt am Main
Vorsitz Matthias Bölke, Horst Heinol-Heikkinen, Karsten Schneider
Geschäftsführung Meik Billmann, Christian Mosch
Website http://www.industrialdigitaltwin.org

Die Industrial Digital Twin Association e. V. (IDTA) wurde von den Verbänden VDMA und ZVEI gemeinsam mit Bitkom und 20 Firmen aus der Elektroindustrie, dem Maschinenbau, der Softwarebranche und Anwenderindustrien als Nutzerorganisation für den Digitalen Zwilling für Industrie 4.0 gegründet. Die IDTA ist der zentrale Anlaufpunkt des „Industrial Digital Twin“ und treibt die Technologieentwicklung auf Grundlage der Verwaltungsschale (engl. Asset Administration Shell) zu einem globalen Open-Source-Standard für die Interoperabilität von Komponenten voran.[1] Ziel ist es, die Entwicklungsstränge zum Industrial Digital Twin zusammenzubringen und als offene Technologielösung gemeinsam mit der Industrie zu entwickeln.[2][3]

Kernthemen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die IDTA fokussiert ihr Engagement auf fünf Kernthemen

  • Offene Technologieentwicklung des Industrial Digital Twin - Öffentliche Bereitstellung des grundlegend gesicherten Entwicklungsstands der Verwaltungsschale (Asset Administration Shell Basic) zur Weiterentwicklung und Zusammenführung von F&E-Projekten in einen konsistenten Gesamtrahmen.
  • Integration von Teilmodellen in den Industrial Digital Twin - Entwicklung einer Teilmodelle Bibliothek und konsistente Integration von Teilmodelle und Informationsmodelle auf Basis von Interoperabilitätstechnolgien wie AutomationML, ECLASS, OPC UA oder STEP.
  • Qualitätsmanagement der Implementierung - Entwicklung von Testanforderungen, Aufbau von Testmöglichkeiten, Erstellung von Referenzimplementierungen und Festlegung von Rahmenbedingungen für weitere Zertifizierungsverfahren.
  • Schulung zum Industrial Digital Twin und der Verwaltungsschale - Inhaltliche Entwicklung von Weiterbildungs- und Schulungsaktivitäten, um den wirtschaftlichen Mehrwert in der Praxis aufzuzeigen und Industrieanwendern einen Impuls zur Einführung eigener Projekte zu geben.
  • Marketing zur Erhöhung der Sichtbarkeit - Erstellen von öffentlichen Publikationen, Erklärvideos, Kongressen und Konferenzen,

Entwickler und Anwender sollen von den frühen Einblicken in diesen fünf Kernthemen und vom Potenzial des Industrial Digital Twin als Umsetzungsbaustein zur Digitalisierung der eigenen Prozesse und der Industrieprodukte profitieren. Dies reduziert Aufwand, Integrationszeit und -kosten in der industriellen Wertschöpfung.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die IDTA ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Frankfurt am Main und verfolgt als Non-Profit-Organisation keine eigenwirtschaftlichen Gewinnziele. Die IDTA wurde am 23. September 2020 in Frankfurt am Main gegründet. Die 23 Gründungsmitglieder sind: ABB, Asentics, Bitkom, Bosch, Bosch Rexroth, Danfoss, Endress+Hauser, Festo, Homag, KUKA, Lenze, Pepperl+Fuchs, Phoenix Contact, SAP, Schneider Electric, Schunk, Siemens, Trumpf, Turck, VDMA, Volkswagen, Wittenstein und ZVEI.

Motivation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Idee zur Gründung der IDTA wurde durch Nationale Plattform Industrie 4.0 initiiert. Seit der Gründung der Plattform Industrie 4.0 im Jahr 2013 hat sich ein produktives Ökosystem zum Thema etabliert. In diesem Ökosystem werden dezentral in einer Vielzahl loser verbundener Gremien Inhalte zum Themenkomplex Industrie 4.0 entwickelt. Die Kerntechnologie Verwaltungsschale[4] ist das zentrale Ergebnis zur Entwicklung der industrieübergreifenen Interoperabilität. Die lose dezentrale Grundausrichtung der Gremienarbeiten führte auch zu einer schnellen Expansion der beteiligten Gremien (in ihrer Anzahl und Größe) und der schnellen Veröffentlichung von Ergebnissen zur Verwaltungsschale. Dabei entwickelten sich naturgemäß auch parallele Entwicklungsstränge. Diese sollen in der IDTA als Spin-Off der Plattform Industrie 4.0 und der Verbände zusammengeführt werden.[5]

Die technische Motivation ist in der Weiterentwicklung der Verwaltungsschale hin zu einem Industrial Digital Twin begründet. Auf der Messe SPS im Jahr 2019 wurden erste Prototypen der Verwaltungsschale gezeigt[6]. Die Verwaltungsschale soll aus diesen Prototypenstatus zu einer implementierten, offenen Basislösung weiterentwickelt werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gunther Koschnick: Die Verwaltungsschale lädt Industrie 4.0 neu auf. In: atp magazin. Band 62, Nr. 11-12 (2020). Vulkan-Verlag GmbH, Essen.
  2. Manuel Heckel: Doppelgänger gesucht. In: Handelsblatt. Nr. 228. Handelsblatt Media Group, Köln, S. 40–41.
  3. Matthias Bölke: ▷ Der Digitale Zwilling beschleunigt die Industrialisierung –. IndustryArena, abgerufen am 1. April 2021.
  4. Plattform Industrie 4.0: Publikationen zur Verwaltungsschale. Plattform Industrie 4.0, abgerufen am 1. April 2021.
  5. Plattform Industrie 4.0: Weiche Schale, harter Kern - Gründung der „Industrial Digital Twin Association“. Abgerufen am 1. April 2021.
  6. Lenze SE: Asste Administration Shell - Auf dem Weg zur Industrie 4.0. Abgerufen am 1. April 2021.