Industrial and Commercial Bank of China

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Industrial and Commercial Bank of China Limited
中国工商银行股份有限公司(中国工商银行)
Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN CNE1000003G1
Gründung 1. Januar 1984
Sitz Peking, China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China
Leitung Jiang Jianqing, Yang Kaisheng (CEO)
Mitarbeiter 462.282 (2014) [1]
Umsatz 578,901 Mrd. RMB (2014) [1]
Website www.icbc-ltd.com

Geschäftsstelle
Filiale im Tianyin Mansion in Peking

Die Industrial and Commercial Bank of China Limited (ICBC, chinesisch 中国工商银行, Pinyin Zhōngguó Gōngshāng Yínháng) ist die, gemessen an der Bilanzsumme, größte Bank der VR China. Mit einem Umsatz von 151,4 Milliarden US-Dollar, bei einem Gewinn von 42,0 Milliarden US-Dollar, steht die Industrial and Comercial Bank of China laut den Forbes Global 2000 auf Platz 1 der weltgrößten Banken (Stand: Geschäftsjahr 2016). Die gesamte Marktkapitalisierung der Bank belief sich Anfang 2017 auf 229,8 Milliarden US-Dollar.[2][3]

Die Bank verfügt über 17.460 Filialen (2014), in welchen etwa 5,09 Millionen Geschäfts- und 465 Millionen Privatkunden betreut werden. Mit 338 Filialen außerhalb Asiens ist das Unternehmen auch im Ausland aktiv.[1]

Gründung und Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bank wurde am 1. Januar 1984 mit einem Stammkapital von 20,8 Milliarden Yuan gegründet. Im Oktober 1989 wurde mit der Peony Card die erste Bankkarte herausgegeben. Ein Jahr darauf wurde das erste interne nationale Computernetz der Bank eingeweiht, welches zu diesem Zeitpunkt 91 Städte verband. 1991 wurde die Bank nach der Zeitschrift Euromoney auf Nummer 8 der 500 größten Banken weltweit gesetzt. Mit einer Tochtergesellschaft in Singapur tat das Unternehmen 1992 den ersten Schritt auf das internationale Feld. Die Spareinlagen in der Bank beliefen sich im Jahr 1993 auf etwa 500 Milliarden Yuan. Die erste Vertretung in Europa wurde im November 1995 in London eröffnet. Internetbanking für Privatkunden wurde ab Februar 2003 möglich. Im Februar 2004 wurde PricewaterhouseCoopers beauftragt einen Restrukturierungsplan auszuarbeiten. Ab April 2005 begann die Umstrukturierung des Kreditinstituts.

Am 28. Oktober 2005 wurde die Bank offiziell in ein Privatunternehmen umgewandelt, mit einem Eigenkapital von 248 Milliarden Yuan. Das Kapital wurde je zur Hälfte vom Finanzministerium Chinas und der staatlichen Central SAFE Investments Limited gehalten.[4] Am 27. Oktober 2006 platziert die Bank Aktien im Wert von umgerechnet 17,5 Milliarden Euro an den Börsen in Hongkong und Shanghai. Dies ist damit der größte Börsengang in der Geschichte.[5] Die Aktie war etwa 78-fach überzeichnet und wurde mit 0,39 US-Dollar (3,12 Yuan[6]) pro Aktie am obersten Preis der Zeichnungsspanne ausgegeben[7]. Die Eröffnungspreise lagen in Shanghai um 8,97 Prozent, in Hongkong etwa 17 Prozent über dem Ausgabepreis.[8] An der bis dahin staatlichen Bank sind das chinesische Finanzministerium und die staatliche Central Huijin Investment mit etwa 36,2 Prozent beteiligt[7]. Insgesamt wurden 5,77 Milliarden A-Aktien an strategische Investoren, 2,35 Milliarden an institutionelle Anleger und 6,83 Milliarden an Privatinvestoren ausgegeben[5]

Konzernstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen hat internationale Filialen in Busan (Südkorea), Frankfurt am Main (Deutschland), Hongkong, Lissabon (Portugal), Luxemburg, Moskau (Russland), New York (USA), Singapur, Seoul (Südkorea), Sydney (Australien) und Tokio (Japan).

Die Bilanzsumme betrug 2014 20.610 Milliarden Yuan, im Vergleich zu 2013 eine Steigerung von gut 1.692 Milliarden Yuan[1]. Bereits 2007 überholte die Industrial and Commercial Bank of China die Citigroup in der Tabelle der größten Banken nach Marktkapitalisierung mit einer Summe von 1.737 Billionen Yuan (etwa 181 Milliarden Euro)[9]. Im Unternehmen wurden 2005 361.623 Mitarbeiter beschäftigt.

Das Unternehmen ist nicht mit dem chinesischen Unternehmen Industrial Bank zu verwechseln.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Industrial and Commercial Bank of China – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d 2014 Annual Report. Industrial and Commercial Bank of China Limited, 21. April 2015, S. 7; abgerufen am 3. Juli 2015 (PDF; 5,99 MB, englisch).
  2. ICBC on the Forbes Global 2000 List. In: Forbes. (forbes.com [abgerufen am 20. November 2017]).
  3. Wells Fargo löst chinesische ICBC als größte Bank der Welt ab (Memento vom 27. März 2012 im Internet Archive) WSJ Online, abgerufen am 24. Juli 2013
  4. Brief Introduction to ICBC. Industrial and Commercial Bank of China Limited, archiviert vom Original am 21. März 2008; abgerufen am 26. Oktober 2006.
  5. a b IPO erlöst 22 Milliarden Dollar. Manager Magazin, 23. Oktober 2006; abgerufen am 26. Oktober 2006.
  6. ARD: Börsentrend – Kleine Pause gefällig? von Samira Lazarovic (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive)
  7. a b Größter Börsengang aller Zeiten. In: Die Welt. 24. Oktober 2006 (Größter Börsengang aller Zeiten [abgerufen am 14. Februar 2013]).
  8. Weltgrößter Börsengang - ICBC zufrieden mit IPO. n-tv, 27. Oktober 2006; abgerufen am 4. Januar 2016.
  9. China ICBC tops Citigroup as world's biggest bank. Reuters, 23. Juli 2007; abgerufen am 14. Februar 2013.